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Fußball-Bezirkspokal VfL Stenum verliert gegen BW Papenburg mit 4:6

Von Klaus Erdmann | 04.10.2017, 00:18 Uhr

Der Bezirksligist VfL Stenum hat am Dienstag ein hochklassiges Bezirkspokalspiel verloren: Er unterlag den Landesliga-Fußballern von BW Papenburg mit 4:6.

Raus mit Applaus! Mit einem 4:6 (1:2) gegen Landesliga-Aufsteiger SC BW Papenburg hat sich der bravourös kämpfende Bezirksliga-Elfte VfL Stenum im Achtelfinale aus dem Pokalwettbewerb auf Bezirksebene verabschiedet. Die kickenden Hauptdarsteller (und deren Trainer) verhalfen den rund 150 Zuschauern am Dienstagnachmittag zu einer emotionalen Berg- und Talfahrt, die jene Mannschaft für sich entschied, die ihre Möglichkeiten besser nutzte. So sah es nach dem Schlusspfiff auch Stenums Cheftrainer Thomas Baake: „Gegen einen Landesligisten musst du effektiver sein.“ Bereits vor der Pause, als der VfL nach 0:2 vor dem Ausgleich stand, deutete sich an, dass sich das Treffen der Stenumer mit den Papenburgern zu einem packenden Pokalspiel entwickeln könnte.

Papenburg zunächst zielstrebiger

Die Vorahnung bewahrheitete sich: Nach fast einer Stunde gab es „Pokal pur“ mit sieben Toren in 39 Minuten, Chancen hüben wie drüben (mit einem Plus für den Gastgeber), fünf Gelben Karten (1/4) und kleinere Aufgeregtheiten.

Aber der Reihe nach: Sternum bekam zunächst keinen Zugriff und der Landesliga-Fünfte ging zielstrebiger zu Werke. Die ersten beiden Treffer gingen auf das Konto von Till Hockmann: In der 15. Minute markierte ihn der VfL nicht eng genug und in der 28. Minute überlistete er Stenums Keeper Maik Panzram nach Zuspiel von Martin Pruin mit einem Heber. Ferner vergab Hockmann eine Großchance (25.). Panzram parierte Schüsse von Eric Bruns (14., 24.). Die erste echte Chance des Außenseiters nutzte Rouven Heidemann nach Balleroberung und Zuspiel von Bastian Morche zum 1:2 (39.). Drei Minuten später hatte Stenums Malte Tönjes mit einem Lattentreffer Pech.

Torefestival beginnt in der 55. Minute

Hervorragende Möglichkeiten, die Julian Dienstmaier (51.) und Heidemann (54.) vergaben, läuteten in Hälfte zwei das Torefestival ein. Das 1:3 von Mario Brands, der einen Fehler von Panzram nutzte (55.), beantwortete Tönjes per Kopf und nach einer Dienstmaier-Ecke mit dem 2:3 (60.). Als Ole Braun das 3:3 markierte (73.), sah es nach der Wende aus, doch die cleveren Papenburger sorgten durch Marek Janssen für ihr 4:3 (77.). Der SC BW wechselte Janssen, der sieben der 14 Punktspieltore erzielt hat und in der 77. Minute an der Latte scheiterte, erst in der 62. Minute ein. Papenburgs Bruns sorgte für das 5:3 (80.). Danach standen Dienstmaier (82.), Lennart Höpker (85.) und Morche (87.) vor dem vierten VfL-Tor, das Morche nach Vorarbeit von Braun gelang (90. +2). In der dritten Minute der Nachspielzeit traf Eric Bruns zum 6:4. Abpfiff. Durchatmen.

VfL-Trainer Thomas Baake lobt sein Team

Baake sprach von einem „offenen Schlagabtausch“. Seine Jungs seien gut zurückgekommen und hätten unglaublich viel investiert. „Aufgrund der zweiten Halbzeit, die fantastisch war, wäre es ein Elfmeterschießen gerecht gewesen“, unterstrich der Coach. Stenum habe Leidenschaft gezeigt, aber auch spielerisch zu gefallen gewusst. Es sei ein „toller Pokalnachmittag“ gewesen. Kein Widerspruch, Thomas Baake.