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Fussball-Bezirkspokal VfL Wildeshausen tritt beim SV Wilhelmshaven an

Von Klaus Erdmann | 20.09.2016, 23:52 Uhr

Der von Personalsorgen geplagte Landesligist VfL Wildeshausen ist an diesem Mittwoch im Achtelfinale des Bezirkspokals bei der Bezirksliga-Mannschaft des SV Wilhelmshaven zu Gast. VfL-Trainer Marcel Bragula reist mit einem 14-köpfigen Rumpfkader ins Jadestadion.

Nach dem bitteren 1:6 des VfL Wildeshausen im Punktspiel bei BW Lohne zeigte sich Marcel Bragula „maßlos enttäuscht“. Der Cheftrainer des abstiegsbedrohten Drittletzten der Fußball-Landesliga kündigte Gespräche mit Abteilungsleiter Ottmar Jöckel und der Mannschaft an. Diese liegen nun hinter den Beteiligten und der Coach, dessen Team an diesem Mittwoch ab 19.30 Uhr (Jadestadion) im Achtelfinale des Bezirkspokals beim klassentieferen SV Wilhelmshaven spielt, zeigt sich mit dem Verlauf der Unterredungen zufrieden.

Bragula betonte, dass diese Gespräche sehr wichtig gewesen seien, auch, wenn er kein Freund von „Bundestagsdebatten“ sei.

Auf den VfL Wildeshausen wartet viel Arbeit

Die Probleme seien unverkennbar. Bragula: „Nach der Philosophie des VfL rekrutieren wir die Spieler aus der eigenen Jugend.“ Man könne nicht nur auf den Landesligisten schauen, die Probleme seien tiefgründiger, meinte Bragula. Er belegte diese Behauptung, in dem er auf den Stand der Dinge bei den Herren II (Drittletzter der Kreisliga), A-Jugendlichen (mit null Punkten und 2:21 Toren Bezirksliga-Schlusslicht) und B-Junioren (spielen mittlerweile in der 1. Kreisklasse) verwies. Einziger Lichtblick sei die C-Jugend, Bezirksliga-Dritter.

Man müsse, so Bragula, das Gesamte anpacken. Irgendetwas sei schief gelaufen und nun müsse man den Problemen auf den Zahn fühlen. Vor den Verantwortlichen liege „Arbeit, Arbeit, Arbeit“.

VfL tritt mit neuer Viererkette an

Beim 1:6 in Lohne hätten die Spieler Vorgaben nicht umgesetzt und sich viele individuelle Fehler – gerade im Defensivverband – geleistet. Die Gegentore bereiteten ihm die größten Bauchschmerzen: „Es sind einfach zu viele. Es tut mir besonders weh, weil ich lieber 2:0 als 4:2 gewinne.“ Und: „Angesichts der jetzigen personellen Lage fehlt uns einfach Qualität.“ Bragula ergänzte: „Wir müssen jetzt zeigen, dass wir auch in schlechten Zeiten eine tolle Gemeinschaft sind.“

Die personelle Lage innerhalb des 24 Spieler umfassenden VfL-Aufgebots zwingt Bragula („Wir treten mit einer neuen Viererkette an“) dazu, an diesem Mittwoch mit einem 14-köpfigen Rumpfkader an die Jade zu reisen. Gastgeber SV Wilhelmshaven belegt mit zwei Punkten und einem Spiel Rückstand gegenüber dem Heidmühler FC den zweiten Platz. Zwölf der 20 SVW-Treffer gehen auf das Konto von Robert Plichta.