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Fußball-Bezirkspokal VfL Wildeshausen verpasst SV Baris 7:0-Lehrstunde

Von Daniel Niebuhr | 30.07.2017, 21:00 Uhr

In Runde eins des Fußball-Bezirkspokals schießt der VfL Wildeshausen den Bezirksliga-Aufsteiger SV Baris mit 7:0 ab und demonstriert einen Klassenunterschied.

Es bleibt ja auch im durchregulierten Fußball den Mannschaften immer noch selbst überlassen, was sie nach dem Abpfiff eines Spiels tun – jedes Team pflegt da seine eigenen Gewohnheiten. Während die Bezirksligaspieler des VfL Wildeshausen nach einem entspannten 7:0 (4:0)-Erstrundensieg im Bezirkspokal am Sonntagnachmittag noch genügend Energie für ein ziemlich zackiges Auslaufen hatten, schlich der SV Baris fast ebenso schnell den langen Weg vom Nebenplatz des Krandelstadions in die Kabine – man wollte auch nicht mehr Zeit als nötig an diesem Ort verbringen.

Caki: „Es fehlt uns an Fitness und Kondition“

Die Rückkehr in den Fußball auf Bezirksebene hatte sich der Kreisliga-Meister und Bezirksliga-Aufsteiger zweifellos anders vorgestellt, entsprechend lang war auch das Gesicht von Trainer Önder Caki nach der Lehrstunde vom Landesliga-Absteiger. „Es fehlt uns an Fitness und Konzentration. Es mangelt an allen Ecken und Enden“, mahnte der Coach, der mit Blick auf den Liga-Start am 13. August bei GVO Oldenburg aber fast schon beschwörend erklärte: „Wir können mit vielen Teams in der Bezirksliga mindestens technisch mithalten.“

Die GVO-Spione konnten sich vom Spielfeldrand aus aber nur einen einzigen Höhepunkt der Delmenhorster notieren, eine vergebene Großchance von Torjäger Dennis Kuhn in der ersten Minute. Danach sah Baris das VfL-Tor nur noch aus der Ferne, die Wildeshauser Dominanz war dramatisch. Thorben Schütte köpfte in der 22. Minute zum 1:0 ein, Sebastian Bröcker fünf Minuten später zum 2:0. Rene Tramitzke nutzte eine Vorlage des überragenden Andrej Kari in der 36. Minute zum 3:0, Lukas Schneider besorgte mit dem 4:0 in der 42. Minute das dritte Kopfball-Tor der Gastgeber.

VfL-Coach Bragula: „Muss die Jungs fast bremsen“

Nach dem 5:0 in der 47. Minute – erneut hatte Kari Tramitzke bedient – schalteten beide Teams in den Verwaltungsmodus. Wildeshausen kam dennoch zu den Treffern sechs und sieben: ein Stochertor durch den eingewechselten Maximilian Seidel in der 64. und einen Schuss in den Winkel von Alexander Kupka in der 68. Minute.

Für VfL-Coach Bragula war das Problem des Tages dann auch, seine sorgfältig verbreitete These des Umbaujahres nicht durch zu hohe Erwartungshaltung zu zerstören. „Ich muss die Jungs fast schon bremsen, was die Euphorie angeht“, sagte er. „Es war ein gutes Spiel, das ich aber nicht überbewerte.“ Seine Mannschaft hat sich zwar keine drei Punkte verdient, aber immerhin ein Zweitrundenspiel beim Nachbarn Frisia Goldenstedt im beschaulichen Frisia-Stadion am kommenden Sonntag.