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Fußball Huder freuen sich auf Kunstrasenplatz

Von Klaus Erdmann | 09.02.2016, 23:15 Uhr

Der FC Hude plant den Bau eines Kunstrasenplatzes. Der Vorsitzende Peter Burgdorf beziffert die Kosten mit „600000 bis 700000 Euro“. Die Mitglieder des Vereins stimmen während der Jahreshauptversammlung am Freitag, 12. Februar, ab. Auch andere Vereine aus der Gemeinde sollen den Platz nutzen.

2016 könnte als ein ganz besonderes Jahr in die Annalen des immerhin 67 Jahre alten Fußball-Clubs Hude (FCH) Einzug halten. Zum einen nimmt die Herrenmannschaft Anlauf für den Sprung von der Kreis- in die Bezirksliga. Andererseits verfolgen sie beim rund 600 Mitglieder zählenden Verein ein ehrgeiziges Projekt, das am Freitagabend, während der Jahreshauptversammlung im „Haus am Bahnhof“ (Beginn 20 Uhr), unter dem Tagesordnungspunkt fünf aufgelistet ist: „Abstimmung Neubau Kunstrasenplatz am Huder Bach.“ Die Gesamtkosten belaufen sich auf mehr als eine Million Euro.

Vorsitzender ist optimistisch

Spricht man mit Peter Burgdorf über dieses Vorhaben, so sagt der Chef des FCH: „Die Gelder sind genehmigt. Wir sind gut im Rennen“. Der Optimismus des Vorsitzenden speist sich aus mehreren Fakten.

Die Stimmung innerhalb des Vereins sei insgesamt positiv, betont Burgdorf, der darauf verweist, dass die Mitglieder bereits während der Versammlung 2015 „zu 100 Prozent“ ihr Okay gegeben hätten. Am Freitag werde der Vorstand zusätzliche Informationen liefern.

Andere Vereine beteiligen sich

Die Kosten für den Kunstrasenplatz beziffert Burgdorf mit „ca. 600000 bis 700000 Euro“. Diese Summe beinhalte auch die Kosten für eine große Flutlichtanlage. An der Finanzierung beteiligten sich der Sportbund, der Landkreis, die Gemeinde und der FC Hude. Der Anteil des Vereins beliefe sich auf ungefähr 250000 Euro.

Auch andere Vereine, so Burgdorf, „geben etwas dazu“. So sollen die Sportfreunde Wüsting und der TuS Vielstedt die neue Anlage ebenfalls nutzen. „Sie sind dann an drei und wir an vier Tagen auf der Anlage“, informiert der Vorsitzende, der unterstreicht, dass die Zusammenarbeit gut sei. Angesichts der großen Jugendabteilung betrachtet der FCH den neuen Platz auch als Investition in die Zukunft. Dem Verein gehörten 24 Jugendmannschaften an, sagt Burgdorf. Und: „Am Wochenende ist ganz schön was los bei uns.“

Viermonatige Bauzeit

Fragt man „Mister FCH“ nach dem Baustart, so verweist er darauf, dass es sich bei den genannten Summen um „Zirka-Zahlen“ handele. „Wir müssen die genauen Zahlen noch einholen“, informiert er. Aber dann sollen die Arbeiten auch „zügig“ anlaufen. Burgdorf: „Wir wollen so schnell wie möglich beginnen. Ich hoffe, dass es im Sommer losgeht.“ Schließlich wollen die Huder Fußballer, wenn Herbst und Winter das Geschehen der Fußball-Saison 2016/17 beherrschen, nicht mehr als Platzverein in der Rubrik „Spielausfälle“ auftauchen.“ Mit dem Hinweise, dass es sich um ein aufwendiges Projekt handele, sagt er, dass er von einer viermonatigen Bauzeit ausgehe.

Auch eine Laufbahn soll entstehen

Mit dem Gedanken an einen Kunstrasenplatz spiele man bereits länger, verrät Burgdorf. „Erst war ich skeptisch“, blickt Burgdorf zurück. Aber jetzt sei er positiv überrascht, fügt er hinzu, und bezieht diese Aussage auch auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde: „Sie spielt gut mit.“

Die Leichtathleten des Turnvereins Hude (TVH) sollen ebenfalls von der neuen Anlage profitieren. Im nächsten Jahr soll am Huder Bach unter anderem eine Laufbahn gebaut werden. Es würden dann weitere Kosten in Höhe von etwa 500.000 Euro entstehen. „Insgesamt gehen wir von rund 1,1 Millionen Euro aus“, informiert Vereinschef Burgdorf.