Ein Angebot der NOZ

Fussball Ina Timmermann spielt für Stenum und den SV Werder

Von Klaus Erdmann | 05.09.2017, 21:55 Uhr

Die Falkenburger Fußballerin Ina Timmermann läuft in dieser Saison 2017/2018 für zwei Mannschaften auf: die B-Junioren des VfL Stenum (Bezirksliga) und die B-Juniorinnen des SV Werder (Bundesliga).

30. August: Stenums Fußball-B-Junioren (Bezirksliga) gewinnen mit 5:0 in Harpstedt. 2. September: Die B-Juniorinnen des SV Werder (Bundesliga) setzen sich mit 1:0 beim Hamburger SV durch. In beiden Fällen gehört die Falkenburgerin Ina Timmermann zu den Siegern. Ein Zweispielrecht macht’s möglich. Zwischen Bezirks- und Bundesliga, zwischen Harpstedt und HSV, das Talent betrachtet die Pendelei zwischen kleinerer und größerer Bühne gelassen. „Es bleibt immer ein Fußballspiel“, sagt die 15-Jährige. Sie hat recht.

Vor dem Wechsel zu den Werderanerinnen besaß sie ein Zweitspielrecht für den SV Union Meppen. „Gespielt hat Ina nicht für den Verein, aber sie hat in Georgsmarienhütte mit Meppenerinnen aus dem Raum Osnabrück trainiert“, informiert Mutter Birgit Timmermann. Ein Wechsel nach Meppen sei „keine Option“.

Zweitspielrecht wird gerne angenommen

Also der SV Werder. Die Bremer wollten die Falkenburgerin für das Team der B-Mädels. „Einen Wechsel haben wir erst einmal abgelehnt, da Ina weiterhin in der Auswahl des Niedersächsischen Fußballverbandes spielen möchte“, teilt Vater Heiko Timmermann mit. Ein Zweitspielrecht habe man gerne angenommen. Dadurch habe Ina die Möglichkeit für Stenum im Bezirk zu spielen, für Werder in der Bundesliga, für den NFV aufzulaufen und am DFB-Stützpunkt am Training der Jungs teilzunehmen.

Die junge Fußballerin trainiert montags beim Stützpunkt, dienstags und freitags in Bremen, mittwochs in Stenum. „Donnerstags besucht Ina die Musikschule“, sagt Birgit Timmermann lachend.

Trainer stehen in ständigem Kontakt

Die Trainer Maurice Kulawiak (VfL) und Alexander Kluge (SVW), der auch für die zweite Frauenmannschaft (Regionalliga) verantwortlich ist, unterhalten sich regelmäßig darüber, wann die Vielbeschäftigte wo spielt. „Alex und ich sprechen immer Anfang des Monats darüber“, berichtet Kulawiak. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und stehen ständig in Kontakt.“ Über seine Spielerin sagt der Stenumer Coach: „Sie ist bei uns im Training professionell und hat eine überragende Übersicht.“

Nächstes Bundesligaspiel bei Turbine Potsdam

Am Samstag gehört Timmermann dem Stenumer Aufgebot an, das auf die SG Cappeln trifft. Am 16. September gastiert sie mit Werder („Die Bremer Mädchen sind nett“) beim 1. FFC Turbine Potsdam. „Das Spiel bei den Jungs ist körperlicher und schneller. Bei den Mädchen ist das taktische Niveau höher“, beantwortet sie die Frage nach den Unterschieden. Bei Bremens 1:0 in Hamburg kam die Ganderkeseer Gymnasiastin, die dem 10. Jahrgang angehört, während der ersten Halbzeit in der Innenverteidigung und nach dem Seitenwechsel auf der Sechser-Position zum Einsatz. Was ist ihr lieber? Antwort: „Ich spiele auf beiden Positionen gleich gerne. Das ist auch vom Gegner abhängig.“

Wie lauten ihre mittelfristigen Ziele? „Ich möchte mit beiden Mannschaften im oberen Drittel, landen“, erklärt Ina Timmermann. Und was wünscht sie sich persönlich? „Ich möchte mich weiterentwickeln und verbessern.“