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Fußball-Kiste Von Choreografien, Wandervögeln und einem besonderen Gruß

26.08.2015, 18:31 Uhr

In der lokalen Fußball-Szene ist in der vergangenen Woche mal wieder einiges passiert. Hier einige Nachrichten im Überblick. Von Frederik Böckmann und Daniel Niebuhr

Schindlers Doppelpack. Am vergangenen Wochenende hatte Fußball-Profi Kevin Schindler noch über die bisher schlechte Punkte-Ausbeute seines SV Wehen-Wiesbaden in der 3. Liga geschimpft. Wie sehr ihn der Fehlstart des SVWW gewurmt haben dürfte, zeigte der Delmenhorster am Dienstagabend beim 3:1-Erfolg gegen die U23 seines Ex-Klubs Werder Bremen, für den er zwischen 1999 und 2011 gespielt hat. Beim ersten Saisonsieg führte Mittelfeldspieler Schindler sein Team nach einem 0:1-Rückstand durch Ousman Manneh (62.) per Doppelpack (70./80.) noch auf Siegkurs, ehe David Blacha (90.) alles klar machte.

Sikken trifft. Auch ein weiterer Delmenhorster machte am Wochenende auf sich aufmerksam. Thore Sikken vom VfL Oldenburg brachte den Oberligisten beim 2:1-Sieg gegen den TB Uphusen mit 1:0 in Führung.

Neuer Trainerjob für Cengiz. Wandervogel Hakan Cengiz hat einen neuen Trainerjob: Der Delmenhorster Ex-Profi (48) hat beim Oldenburger Kreisligisten FC Meyda das Amt von Uwe Weber übernommen. Sein Debüt an der Seitenlinie war allerdings nicht erfreulich: Meyda verlor das Heimspiel gegen den TuS Ofen mit 0:1. Cengiz selbst geht übrigens noch immer für die Ü32- und Ü40-Kicker von BW Bümmerstede auf Torejagd.

Lob für Heuer. In der Fußball-Landesliga hat der Titelkandidat VfL Oythe einen Fehlstart hingelegt. Zuletzt verlor das Team um den Wildeshauser Marcel Hesselmann sein Heimspiel gegen den SV Holthausen-Biene mit 1:2. Schuldlos an der dritten Niederlage war jedenfalls Schiedsrichter Felix Heuer: Die Berichterstatter bescheinigten dem Referee des TuS Heidkrug an der Hasenweide eine exzellente Spielleitung.

Doppeleinsatz für Müller-Rautenberg. Am Dienstagabend hatte Steven Müller-Rautenberg Abschlusspech. Trotz mehrerer Chancen wollte der Ball beim Aus im Bezirkspokal gegen den TSV Ganderkesee (1:4 nach Elfmeterschießen) einfach nichts ins Tor. Lieber erinnert sich der Stürmer an das Stadtderby gegen den SV Tur Abdin (1:0) zurück, als Müller-Rautenberg kurz vor Schluss der umjubelte Siegtreffer gelang. Nach Spielschluss war für den Neuzugang, der vom VfL Oldenburg kam, aber noch lange nicht Schluss: Denn Müller-Rautenberg wurde sowohl von der Atlas-Fangruppierung „Block H“ als auch vom Fanclub „Blau-Gelb Reloaded“ aus dem Block G zur traditionellen Humba bestellt. Eine Aufgabe, die Müller-Rautenberg souverän meisterte.

Buntes Farbenspiel. Apropos „Blau-Gelb Reloaded“: Der gerade neugegründete Fanclub hat sich in den bisherigen Heimspielen des SVA immer kleine, farbenfrohe Choreografien ausgedacht. Im Heimspiel gegen Tur Abdin hielten sie große Buchstaben auf gelben und blauen Zettel hoch: „Blau und Gelb sind die Farben, die uns den Sinn des Lebens gaben. Nur der SVA.“

Und zu guter Letzt. Rund 20 Flüchtlinge sind zurzeit im Stadionheim an der Düsternortstraße in Delmenhorst untergebracht. Bei Spielen im Stadion gehören sie zu den aufmerksamen Zuschauern und verfolgten am vergangenen Freitag auch das Bezirksliga-Stadtderby zwischen dem SV Atlas und dem SV Tur Abdin. Stadionsprecher Manfred Bartsch hatte vor dem Spiel eine spezielle Ansage vorbereitet. „Wir möchten euch besonders grüßen. Wir wissen, dass ihr viel durchgemacht habt. Lasst uns jetzt für 90 Minuten zusammen etwas genießen, was uns allen Spaß bereitet“, sagte Bartsch über die Lautsprecher