Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kiste Von Grüblern, Spitzenreitern und Zuschauerzahlen

Von Sportredaktion, Sportredaktion | 21.12.2016, 21:37 Uhr

In der regionalen Fußball-Szene ist wieder einiges passiert. Wir haben einige Nachrichten im Überblick.

 Ina Timmermann verpasst Berliner Lehrgang. Aufgrund einer Grippe konnte Ina Timmermann, Mannschaftsführerin der Bezirksliga-C-Junioren des VfL Stenum, nicht an einem Berlin-Abstecher der U16-Juniorinnenauswahl des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) teilnehmen. Anlass war ein Gemeinschaftslehrgang mit einem Auswahlteam des Berliner Fußballverbandes. Niedersachsen siegte mit 3:0 und 2:0. Neben Timmermann fehlten drei weitere nominierte Spielerinnen krankheitsbedingt.

 Jahns Zweite gewinnt Vorrunde. Bei der Vorrunde der Futsal-Bezirksmeisterschaft der Frauen hat Landesligist TV Jahn II in der Gruppe A den ersten Platz belegt. Das Team brachte es in fünf Spielen auf zwölf Punkte und 8:1 Tore und behauptete sich vor dem klassentieferen SV Brake (12/10:6). Auf den Rängen drei und vier landeten TSV Abbehausen (9/7:3) und die SF Wüsting-Altmoorhausen (9/6:3).

 Yasin Turan verlässt TuS Pewsum. Der 31-jährige Yasin Turan kehrt dem abgeschlagenen Landesliga-Letzten TuS Pewsum zum Ende der Saison 2016/17 den Rücken. Der Trainer übernimmt im Sommer den Bezirksliga-Zehnten Spielvereinigung Aurich und soll diesen, so teilt die „Ostfriesen Zeitung“ mit, langfristig in die Landesliga führen.

 Heidkruger Teams jagen Hude. In der Kreisliga Ü40 führt der FC Hude, der nach sieben Spielen 16 Punkte aufweist, das acht Mannschaften umfassende Feld an. Zwei Heidkruger Teams jagen den FCH: Die Erste des TuS (7/15) nimmt die zweite Position ein und TuS IV (6/12) belegt Rang drei. Die nächsten Spiele stehen am 24. und 26. März auf dem Plan.

 Werders Aufholjagd. Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga der Frauen trennten sich VfL Wolfsburg II und Werder Bremen mit 2:2. Samantha Dick (33.) und Franziska Fiebig (52.) legten das 2:0 vor, ehe Cindy König (74.) und Stephanie Goddard (76.) für den Gast trafen. Nach elf von 22 Spielen führt Wolfsburg II mit 31 Punkten vor Werder (29) und dem BV Cloppenburg (27.).

 Vom Hockey lernen? Der SV Atlas darf in den nächsten Wintern seine Vorbereitung auf dem Kunstrasenplatz des Hockey-Clubs Delmenhorst absolvieren – HCD-Marketing-Vorstand Frank Neubauer kann sich aber auch andere Ebenen der Zusammenarbeit vorstellen. „Die Sportarten haben viel gemeinsam“, sagte er: „Vielleicht können unsere Herrenmannschaften auch mal Trainingseinheiten zusammen bestreiten. Konditionstraining würde sich zum Beispiel anbieten.“ Der HCD spielt in der Oberliga, die Atlas-Fußballer in der Landesliga. (Weiterlesen: SV Atlas und HC Delmenhorst kooperieren)

 Fegt der Livestream die Oberliga-Stadien leer? Der Deutsche Fußball-Bund und das Unternehmen Wige Media werden künftig die Spiele der Oberliga Niedersachsen in Echtzeit im Internet übertragen. Eine einzige High-Tech-Kamera macht’s möglich: Zuschauer können via App auf dem Tablet oder Smartphone heranzoomen und über das Feld schwenken. Das Problem: Die Oberligisten fürchten nun, dass die Livestreams ihnen die Zuschauer nehmen. Eine Sorge, die der SV Atlas als Oberliga-Kandidat wohl nicht fürchten müsste. Er hat nach den acht Landesliga-Spielen aktuell einen Schnitt von 880 Zuschauern - und damit 500 Zuschauer im Schnitt mehr als der SSV Jeddeloh, mit 388 Fans der „Zuschauerkrösus“ der Oberliga.

 SV Wilhelmshaven klagt weiter und schreibt Grindel. Der SV Wilhelmshaven kämpft weiter gegen die Fußball-Verbände. Der mittlerweile in die Bezirksliga abgestürzte Verein hat nach eigenen Angaben eine weitere Klage gegen den Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) eingereicht und sich zudem in einem Schreiben direkt an DFB-Präsident Reinhard Grindel gewandt. „Führen Sie den DFB und seine nachgeordneten Verbände aus dem Mittelalter in die Neuzeit und bringen Sie die Sache mit dem SVW in anständiger Manier in Ordnung“, fordert der SV Wilhelmshaven von Grindel. Der Verein schreibt nun, die DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Eugen Gehlenborg hätten „wider besseres Wissen zur Täuschung der Öffentlichkeit verkündet, dass dem SVW keinerlei Ansprüche auf Rückgliederung in die Regionalliga und finanziellen Ausgleich zustehen würden, weil der Verein ohnehin abgestiegen sei“. Dies sei angesichts der bisherigen Gerichts-Urteile „an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.“ Der SVW schrieb zudem: „Um Fristen zu wahren, wird parallel gegen den NFV Klage eingereicht.“

 Heidkrug grübelt noch. Die erste Futsal-Kreismeisterschaft der Herren ging am Samstag mit neun Teams über die Bühne. Dass es bei der 2017er-Auflage am 21. Januar in Harpstedt besser aussieht, ist noch nicht gesagt. „Wir sind noch nicht angemeldet, weil sich das mit Jugendterminen überschneidet“, sagte Ralf Faulhaber, der Vizemeister TuS Heidkrug betreute. (Weiterlesen: Premieren-Titel für den TV Munderloh)

 Und zu guter Letzt: Die Liga mit den meisten Platzverweisen im Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst ist die 2. Kreisklasse. 37 Mal wurden Spieler schon vorzeitig zum Duschen geschickt, in fast jedem Spiel mussten die Schiedsrichter Rot oder Gelb-Rot zücken. Den TV Falkenburg II erwischte es schon siebenmal, kreisweit nur übertroffen von den acht Feldverweisen des Kreisligisten KSV Hicretspor.