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Fußball-Kreisliga 0:0 - Hürriyet Delmenhorst enttäuscht im Stadtderby

Von Manfred Nolte | 19.04.2015, 22:01 Uhr

Die Kreisligafußballer des TV Falkenburg haben ihre Chancen auf den Klassenerhalt mit einem 2:0 über den SV Baris verbessert. Der große Befreiungsschlag war es aber nicht, denn auch die mitgefährdeten Teams des KSV Hicretspor (0:0 gegen Hürriyet) und des TV Jahn (1:1 gegen den SV Achternmeer) holten Punkte. Die Partie zwischen dem TV Munderloh und dem TuS Heidkrug wird mit drei Punkten und 5:0 Toren für den TV Munderloh gewertet. Heidkrug hatte das Spiel am Freitag wegen personeller Probleme kurzfristig abgesagt.

Hicretspor - Hürriyet 0:0. Beide Trainer bezeichneten das Remis als gerecht. In einer hart umkämpften Partie fand der Tabellenführer nie zu seinem Spiel. Hicret setzte auf körperlichen Einsatz und kaufte dem Stadionrivalen den Schneid ab. Die größte Chance der Partie vergab Hayri Sevimli, der nach Foul an ihm selbst mit einem Elfmeter (62.) an Hicrets Torwart-Routinier Mesut Canaki scheiterte. „Hayri klebt derzeit das Pech an den Schuhen“, klagte Hürriyet-Coach Chawkat El-Hourani, der von seinen Mannen enttäuscht war. „Hicret hat nicht einmal auf unser Tor geschossen, sich den Punkt aber durch Kampfgeist verdient. Der Schiedsrichter hat zuviel an Härte durchgehen lassen, vor allem gegen Hayri Sevimli.“ Gegenüber Mete Döner war zufrieden. „Wir haben gekämpft und taktisch diszipliniert agiert. Auch kondidtionell werden wir immer besser.“

Jahn - Achternmeer 1:1 (1:0). „Wir müssen uns Punkt für Punkt den Klasserhalt erarbeiten“, fasste Jahn-Coach Timur Cakmak zusammen. Seine Mannen waren bereits nach sechs Minuten durch Alexander Sinn in Front gegangen. Danach trafen die Jahner Pfosten und Latte – und mussten den Ausgleich durch einen 30-Meter-Sonntagsschuss von Frank Wenzel (26.) einstecken. Im weiteren Spielverlauf gewannen die Gäste mehr und mehr die Oberhand. Jahn versuchte, spielerische Nachteile durch kämpferischen Einsatz auszugleichen, und rettete den Punktgewinn über die Zeit.

Falkenburg - Baris 2:0 (1:0). Die Falken haben sich in den Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. Auf einem holperigem Platz erzielte Jan-Eric Zwahr nach einem verunglückten Abwurf von Baris-Torhüter Slim Ghrasallah den Führungstreffer. Kurz vor dem Seitenwechsel nahm Schiedsrichter Michael Koch (Ganderkesee) nach Rücksprache mit seinem Assistenten einen Baris-Treffer zurück. Für die Entscheidung sorgte der 18 Jahre alte Robin Franzen (75.) mit seinem ersten Saisontreffer. Die Gastgeber vergaben zudem einen Foulelfmeter, den Nils-Sören Wendlandt (82.) neben das Tor hämmerte. „Wir haben verdient gewonnen und sind für unsere guten Trainingsleistungen belohnt worden“, freute sich Falken-Coach Florian Erhorn. Gegenüber Önder Caki war enttäuscht. „Wir haben auf einem katastrophalen Platz schlecht gespielt. Außerdem hat der Schiedsrichter zuviel durchgehen lassen. Der Elfer war unberechtigt.“

Dötlingen - Harpstedt 0:1 (0:1). Obwohl es für beide Teams nicht mehr so richtig um etwas geht, entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Für das Tor des Tages sorgte Markus Würdemann, der in der 45. Minute nach einem Freistoß von Christian Goritz erfolgreich abstaubte. Im zweiten Durchgang gab es nur noch Kampf und Krampf, wobei echte Torchancen auf beiden Seiten ausblieben. In der Schlussphase kassierten Dötlingens Jonas Krumland und Harpstedts Markus Würdemann Matchstrafen. „Diese Partie ist so etwas wie ein Derby. Da steckt immer Zunder drin. Wir haben glücklich gewonnen“, analysierte HTB-Coach Marcus Metschulat das Spiel.