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Fußball-Kreisliga An einen Aufstieg denkt beim SV Achternmeer niemand

Von Manfred Nolte | 18.12.2015, 13:30 Uhr

Die Kreisliga-Fußballer des SV Achternmeer präsentieren sich in der laufenden Saison 2015/2016 als Team „mit zwei Gesichtern“, sagt Trainer Holger Oltmanns. Er lobt das gute Umfeld, glaubt aber nicht, dass ein Aufstieg auch auf längere Sicht möglich ist.

Die Konstanz fehlt. „Mein Team hat eben zwei Gesichter“, sagt Holger Oltmanns, Trainer der Kreisliga-Fußballer des SV Achternmeer, über die bislang recht durchwachsen gelaufene Saison. Mit 19 Zählern rangiert das Team auf Platz neun. Es hat acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Oltmanns, der die Mannschaft zu Saisonbeginn übernommen hat, sieht sein Team also als sehr launisch an. „Wir haben sieben Spiele in Folge verloren. Der Gipfel war die Heimpleite gegen Schlusslicht Hürriyet, das damit seinen bisher einzigen Sieg gefeiert hat“, graust es den erfahrenen Übungsleiter immer noch. Danach habe er sich seine Kicker zur Brust genommen. „Wir haben anschließend drei Siege in Folge gefeiert, wobei der Erfolg beim Ahlhorner SV besonders wichtig war.“

Leistungsträger verloren

Der SVA-Kader ist mit 18 Akteuren sehr klein. Viele Spieler sind nicht regelmäßig vor Ort, daher kommen manchmal nur acht zum Training. Zudem habe es vor Saisonbeginn „herbe Verluste“ gegeben, sagt Oltmanns. In Robin Johanning, der nun beim Bezirksligisten GVO Oldenburg spielt, und Jens Maaser, der sich dem SV Tungeln anschloss, seien Leistungsträger gegangen. Benjamin Laux, ein weiterer wichtiger Akteur, sei während der Saison nach Hamburg gezogen und käme nicht an jedem Wochenende in die alte Heimat zurück.

Team ist eine verschworene Gemeinschaft

Neue Spieler von außerhalb seien schwer zu bekommen, da es im VfR Wardenburg und Tungeln Kreisligakonkurrenz aus der eigenen Gemeinde gäbe, erklärt Oltmanns, der als Jugendtrainer unter anderem beim VfB Oldenburg, beim 1. FC Ohmstede und beim TuS Eversten tätig war. Er lobt das Umfeld in Achternmeer. „Wir haben eine herrliche Anlage und bei den Heimspielen im Schnitt knapp 100 Zuschauer. Mit dem Vorstand lässt sich bestens zusammenarbeiten“, sieht er sich dort gut aufgehoben. Die meisten seiner Akteure würden schon sehr lange gemeinsam auflaufen. Sie würden eine verschworene Gemeinschaft bilden.

Oltmanns hat aber auch Kritikpunkte: „Einige Spieler aus unserer Zweiten haben durchaus das Zeug für die Kreisliga, haben aber keinen Bock darauf, sich zu quälen. Außerdem haben wir nur diese Mannschaft als Unterbau, da es keine A- und B-Jugend gibt.“ Wenn ältere Spieler aufhören, käme nichts nach.

Liga-Verbleib ist das Ziel

Gespräche mit potenziellen Neuzugängen würden geführt. „Bei uns wird kein Geld gezahlt, doch das verlangen in der heutigen Zeit schon Durchschnittsspieler.“ An einen Aufstieg denkt in Achternmeer auch auf weite Sicht niemand. „Wir wollen die Kreisliga schon allein wegen der vielen Nachbarschaftsduelle halten. Das wird uns in dieser Spielzeit gelingen, doch auf weite Sicht wird das eher schwer sein“, macht sich Oltmanns Gedanken über die Zukunft des SV Achternmeer.