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Fussball-Kreisliga Delmenhorster TB trennt sich vom Harpstedter TB mit einem 1:1

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 05.11.2017, 21:40 Uhr

Der Delmenhorster TB hat sich mit dem 1:1 gegen den Harpstedter TB einen Punkt im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Kreisliga erkämpft. Spitzenreiter blieb der FC Hude, der beim Ahlhorner SV mit 3:1 gewann.

Der Delmenhorster TB hat sich im Rennen um den Verbleib in der Fußball-Kreisliga einen Punkt gegen den Tabellenfünften erkämpft. DTB-Trainer André Tiedemann, dessen Team Rang 14 belegt, trauerte nach dem 1:1 gegen den Harpstedter TB allerdings einigen vergebenen Torchancen nach. Spitzenreiter bleibt der FC Hude (38 Punkte) nach einem 3:1 beim Ahlhorner SV. Er hat allerdings inzwischen zwei Spiele mehr ausgetragen als der TuS Heidkrug (34), dessen Partie beim TSV Ganderkesee abgesagt wurde. Sie soll am Dienstag, 21. November, 19.30 Uhr, nachgeholt werden.

Delmenhorster TB - Harpstedter TB 1:1. Beide Trainer waren mit dem einen Punkt nicht ganz zufrieden. „Mir ist aber lieber, dass wir zum Schluss die Balance zwischen Angriff und Abwehr wahren, als dass wir so ein Spiel dann noch verlieren“, sagte HTB-Trainer Jörg Peuker. Seine Mannschaft spielte vor allem in der ersten Halbzeit fahrig, verlor viele Bälle im Spielaufbau. Das brachte den Delmenhorstern einige Chancen ein, die sie nicht nutzten. Kurz vor der Halbzeit erzielte Dennis Karsten dann doch die Führung für das Heimteam: Er schoss nach einem Freistoß, der in Harpstedter Hintermannschaft für Chaos gesorgt hatte, unbehelligt ein (42.). Nur wenig später glich der Harpsteder Onno Bolling nach einer Ecke aus (45.). Im zweiten Durchgang spielte Harpstedt mehr nach vorn, doch mangelnde Passsicherheit ermöglichte es dem DTB, immer wieder gefährlich zu kontern. Es fielen aber keine Tore mehr. „Es ist das ewige Leid: Wir haben die Chancen, die wir gekriegt haben, nicht ausgenutzt“, sagte DTB-Trainer André Tiedemann.

SVG Berne – VfR Wardenburg 2:1. „Das war nichts“, sagte Wardenburgs Trainer Sören Heeren über den Auftritt seines Teams. Das hatte in der ersten Halbzeit einige Chancen vergeben, ehe es durch Sebastian Vogelsang doch noch zur Führung kam (36.). Nach dem Wiederanpfiff kam Berne besser ins Spiel. Wardenburg gingen die Ideen aus. In der 55. Minute erhielten die Gastgeber nach einem Foul an Nick Fischer einen Elfmeter zugesprochen. Dennis Conze-Wichmann traf locker zum Ausgleich (55.). Stefan Keil erzielte wenig später das 2:1 (63.). „Wir können uns bei unserem Torwart bedanken, dass es nicht noch höher ausgegangen ist“, erklärte Heeren. Bernes Trainer Michael Müller war zufrieden: „Wir haben spielerisch und zweikampftechnisch überzeugt. Das war ein verdienter Sieg.“

TV Jahn Delmenhorst – TSV Großenkneten 3:5. In einer kuriosen Schlussphase verlor der TV Jahn ein Spiel, in dem er sich, nachdem er ein 0:2 wettgemacht hatte, schon auf der Siegerstraße wähnte. In der ersten Halbzeit passierte nicht allzu viel, beide Mannschaften hatten wenig Chancen. Frederik Pannemann (12.) brachte Großenkneten nach vorn. Im zweiten Durchgang erzielte Finn Meyer früh das 2:0 (49.), danach schalteten die Gäste ab und Jahn drehte auf. Marcel Maus (49.) und Dennis Geiger (54., 67.) drehten das Spiel. „Nach dem 3:2 waren wir zu übermotiviert. Deshalb haben wir zu viele Fehler gemacht und ein Spiel verloren, in dem wir die bessere Mannschaft waren“, erklärte Jahn-Coach Arend Arends die erneute Wende. Großenkneten fand über den Kampf und Standards zurück ins Spiel: Andre Reimann (71., 82.) und Timo Pöthig (83.) sorgten für das 5:3. TSV-Trainer Klaus Delbanco sagte: „Wir haben genug verteilt; jetzt wollten wir auch mal etwas bekommen.“

FC Huntlosen - SV Achternmeer 2:1. „Das Ergebnis war etwas glücklich, aber alles in allem bin ich zufrieden. Meine Jungs haben das gut gemacht,“ freute sich FCH-Trainer Andree Höttges über den hart erkämpften Heimsieg seiner Mannschaft. Den erspielte sie sich in der zweiten Halbzeit. Die Achternmeerer versteckten sich nicht. Ihr 1:0 zur Pause, das Sebastian Hahn erzielt hatte (20.), war verdient. In der zweiten Halbzeit trat der FCH deutlich entschlossener auf. Philipp Witte traf in der 48. Minute zum 1:1. Huntlosen blieb dran. Tareg Sato markierte das 2:1 (70.). SVA-Trainer Robin Hofmann ärgerte sich später über eine zurückgenommene Elfmeter-Entscheidung und monierte eine nicht geahndete Notbremse. „Die Gegentore haben wir uns selbst zuzuschreiben, aber wenn du unten stehst, dann kommt so etwas noch oben drauf.“

Ahlhorner SV - FC Hude 1:3. Die Huder gingen die Partie auf dem tiefen, rutschigen Platz mit einer defensiveren, auf Konter ausgelegten Taktik an. „Ein Spielfluss war kaum möglich. Wir wollten vermeiden, dass Ahlhorn sich tief hinten reinstellt, deswegen haben wir den Gegner kommen lassen“, erklärte FCH-Trainer Lars Möhlenbrock die Strategie, die den Erfolg brachte. Nils Sandau brachte den FCH mit einem Freistoß aus dem Halbfeld, der immer länger wurde, in Führung (20.). Fünf Minuten später schaltete der FCH nach einer Balleroberung im Mittelfeld schnell um. Yannik Osterloh erhöhte auf 2:0. Die Ahlhorner konnten den Gästen mit spielerischen Mitteln kein Paroli bieten, zeigten aber Kampfgeist. Nach der Pause traf Kai Brüning mit einem unhaltbaren Kopfball zum 1:2 (62.). Die Huder ließen sich aber nicht beirren. Torben Liebsch machte nach einer Balleroberung mit dem 3:1 (70.) den Sack zu. „Ich bin absolut zufrieden. Die Spieler haben die Vorgaben super umgesetzt“, sagte Möhlenbrock.