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Fussball-Kreisliga DTB und TV Jahn schießen sich aus dem Keller

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 17.09.2017, 23:48 Uhr

In der Fußball-Kreisliga feiern der Delmenhorster TB und der TV Jahn wichtige Siege – und toben sich dabei offensiv aus.

 SVG Berne - Delmenhorster TB 5:8. Zwei indisponierte Abwehrreihen sorgten für das Torfestival des Tages. Berne erwischte einen perfekten Start: Fabian Neumann traf in der 9. und 18. Minute. Eine Minute später verletzte sich Bernes kopfballstarker Abwehrchef Florian Röhrl, dadurch fehlte der Schlüsselspieler im Abwehrzentrum. Der DTB wusste das zu nutzen: Daniel Fastenau (32.) und Lars Goretzki (38.) sorgten für den 2:2-Ausgleich. In der 53. Minute ging Berne durch Daniel Rüschers 3:2 erneut in Führung, kassierte dann aber innerhalb von elf Minuten drei Gegentore. Murat Tan (56.), Lukas Benthien (64.) und Pascal Zoll (67.) bestraften die Berner Schläfrigkeit und drehten das Spiel zum 5:3 für den DTB. Dennis Conze-Wichmann verkürzte noch einmal für Berne (71.), doch die Gäste antworteten durch Daniel Glander (80., 82.) und Fastenau (90.+1). Rüscher schoss zwischenzeitlich das fünfte Berner Tor (89.). „Ich fasse es immer noch nicht, wir haben uns mit einer erschreckenden Abwehrleistung um den Sieg gebracht“, sagte Bernes Trainer Michael Müller. Andre Tiedemann vom DTB meinte: „Fast jeder unserer Bälle ist irgendwie ins gegnerische Tor gefallen.“

 SV Atlas II - TSV Ippener 1:1. Der SVA war mit dem Remis zufrieden. „Uns haben einige Leute gefehlt, wir können mit dem Ergebnis gut leben“, sagte Trainer Steven Herrmann. Ippener machte zwar Druck, Atlas stand in einer 5-4-1-Formation aber gut. Der TSV schoss das erste Tor durch Mariusz Miklasz in der 14. Minute, agierte aber zu ungestüm. In der 76. Minute grätschte Ippeners Lamin Sillah im eigenen Strafraum SVA-Kapitän Daniel von Seggern um, den Strafstoß verwandelte Lukas-Josef Matta sicher zum 1:1. TSV-Trainer Chawkat El Hourani hätte gern mehr mitgenommen: „Wir müssen unsere Chancenverwertung ernsthaft hinterfragen, aber Atlas hat super verteidigt.“

 TV Jahn Delmenhorst - Ahlhorner SV 5:2. Die Jahner zeigten direkt, dass sie die Punkte wollten. Nach dem Ahlhorner Anstoß eroberte Thomas Keilbach den Ball und erzielte das 1:0. Zwei Minuten später übersprang Ahlhorns Ole Specht die Jahn-Abwehr und köpfte eine Flanke aus kurzer Entfernung zum 1:1 ein. Nach dem furiosen Beginn beruhigte sich das Spiel etwas. Nach einer halben Stunde musste Stefan Rupprecht verletzt ausgewechselt werden, was das Ahlhorner Offensivspiel erheblich schwächte. In der 35. Minute setzte sich Jahns Samuel Adjei stark gegen mehrere Gegenspieler durch und krönte seine Einzelleistung mit dem 2:1. Nach der Pause legten die Delmenhorster nach: Dennis Schwingel drosch eine Hereingabe aus acht Metern zum 3:1 ins Netz (55.). In der 73. Minute brachte Swen Arkenbout den ASV wieder heran, aber das Aufbäumen der Gäste blieb aus. Stattdessen traf Artjom Prieb drei Minuten später zum 4:2. Cherif Barrys Tor in der 81. Minute markierte den 5:2-Endstand. Jahn-Trainer Frank Palubitzki erklärte: „Im Großen und Ganzen bin ich mit unserem Spiel zufrieden.“

 FC Huntlosen - TV Dötlingen 1:5. Eigentlich erwischte der FCH einen Start nach Maß: Lyroy Schallock erzielte in der 5. Minute die Führung gegen die defensiv anfällig wirkenden Gäste. Dötlingen kam danach aber immer besser ins Spiel. Mit schön herausgespielten Toren drehten Roman Seibel (22.) und Enis Stubbla (29.) die Partie, FC-Keeper Hauke Büsselmann zeichnete sich zudem mehrfach aus. Dötlingen hatte aber auch Glück: Huntlosen traf insgesamt viermal Pfosten oder Latte. Der Frust saß tief: Der Schiedsrichter verwies FCH-Trainer Andree Höttges nach 57 Minuten wegen Meckerns der Trainerbank. Dötlingen agierte präziser und zielstrebiger. Benjamin Bohrer erzielte mit einem Kopfball nach einem Eckstoß das 3:1 (57.). „Bis dahin war noch alles drin, danach war die Niederlage verdient“, fand Höttges. In der 85. Minute verletzte sich nach einem Pressschlag sein Torhüter Büsselmann; weil das Wechselkontingent erschöpft war, musste Feldspieler Dennis Petko zwischen die Pfosten und kassierte noch zwei Gegentore durch Johan Hannink (90.+1) und Bohrer (90.+3). Dötlingens Trainer Markus Welz freute sich: „Damit war in dieser Deutlichkeit nicht zu rechnen. Etwas zu hoch, aber verdient.“