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Fußball-Kreisliga Elfmeter entscheiden Derby zwischen Jahn und Heidkrug

Von Lasse Bahlmann, Lasse Bahlmann | 26.03.2017, 21:34 Uhr

Big Points für den TV Jahn Delmenhorst im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga: Die Jahner gewannen das Stadtduell beim TuS Heidkrug mit 1:0 (1:0) und zogen die Mannen vom Bürgerkampweg damit ebenfalls tief in den Tabellenkeller mit rein. Spitzenreiter SV Baris tat sich beim Sieg gegen die SVG Berne schwer, während der KSV Hicretspor beim TV Dötlingen mal wieder ein Spiel in der Schlussphase spät verlor.

 TuS Heidkrug - TV Jahn Delmenhorst 0:1. In einer heiß umkämpften Partie, die für Heidkrugs Trainer Selim Karaca „kein Kreisliga-Format“ hatte, waren es schließlich zwei Elfmeter, die das Spiel entschieden. Einer wurde verwandelt, einer nicht. In der 29. Minute war es der Jahner Alexander Sinn, der den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Fünf Minuten später setzte Heidkrugs ansonsten eigentlich sicherer Schütze Niklas Bädjer einen Strafstoß über das Tor des TV Jahn und verpasste so den Ausgleich. TVJ-Trainer Andreas Busch erklärte: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, das war wichtig für den Anschluss an das Mittelfeld. Es war ein mehr oder weniger glücklicher Sieg für uns, aber verdient, weil wir bissiger waren.“ In der zweiten Halbzeit war der TuS Heidkrug nach dem Rückstand gezwungen, Druck aufzubauen und wurde somit anfälliger für Konter des TV Jahn, der seine Chancen allerdings schlecht ausspielte. Selim Karaca fasste die Partie so zusammen: „Wenn wir so weiterspielen wie in den vergangenen Wochen steigen wir ab. Definitiv. Meine Jungs müssen endlich begreifen, worum es geht.“

 Baris Delmenhorst - SVG Berne 3:1. Spitzenreiter SV Baris landete einen verdienten Sieg, meinte Trainer Önder Caki. „Berne hat nur hinten Beton angerührt, da war es nur eine Frage der Zeit, bis wir das 1:0 machen.“ Nachdem in der ersten Halbzeit nicht viel passiert war, brach Sinan Uygun mit einem schönen 30-Meter-Schuss den Bann für Baris – 1:0 (55.). In der 65. Minute erhöhte Mert Caki per Strafstoß auf 2:0. Doch nur zwei Minuten später verkürzte Bernes Spielertrainer Michael „Magic“ Müller auf 1:2. Was Caki überhaupt nicht passte: „Da haben wir naiv verteidigt.“ Den Schlusspunkt setzte Dennis Kuhn mit seinem 28. Saisontor zum 3:1 (90.). „Wir sind froh über die drei Punkte“, sagte Caki.

 TV Dötlingen - KSV Hicretspor 1:0. Nach der dritten Last-Minute-Pleite in den vergangenen drei Spielen war Hicret-Trainer Timur Cakmak angefressen: „Wir werfen die Spiele einfach weg.“ Bis kurz vor Schluss schien die Begegnung auf ein Unentschieden hinauszulaufen, doch dann traf Joole Bredehöft in der 89. Minuten zum 1:0 für die Gastgeber. Davor hatten beide Mannschaften aber diverse Chancen liegengelassen. Hicretspor traf alleine vier Mal Pfosten oder Latte, während Dötlingen sieben Hundertprozentige – inklusiver zweier Aluminium-Treffer – liegen ließ. Dötlingens Trainer Markus Welz sagte: „Das war ein Krampfspiel, spielerisch nicht gut. Wir haben zu viele Möglichkeiten vergeben.“

 FC Huntlosen – Ahlhorner SV 5:1. Was sich nach einem deutlichen Ergebnis anhört, spiegelte den Spielverlauf nicht unbedingt wider. Die Spielanteile waren rein optisch zwar ähnlich, doch Huntlosen nutzte die Chancen vielfach besser. Für die Gastgeber trafen Lyroy Schallok (8.), Wanja Hiemann (14.), Felix Dalichau (43.) und Stefan Merz (61./75.). Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Ahlhorn hatte Merz per Eigentor markiert (9.). Huntlosens Trainer Andree Höttges fand den Sieg verdient. „Wir waren vor dem Tor viel aktiver und haben uns mehr Chancen rausgespielt.“ Sein Gegenüber Bernd Meyer wollte die Begegnung dagegen nicht weiter kommentieren: „Sonst vergreife ich mich noch im Ton!“.