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Fussball-Kreisliga FC Huntlosen erarbeitet sich 13 Punkte und viel Respekt

Von Lars Pingel | 07.10.2016, 13:38 Uhr

Starker Aufsteiger: Der FC Huntlosen belegt nach zehn Saisonspielen in der Tabelle der Fußball-Kreisliga mit 13 Punkten den sechsten Platz. Trainer Andree Höttges ist zufrieden, warnt aber davor, den guten Start überzubewerten.

Den Moment und den Blick auf die Tabelle genießen? Völlig okay. Aus dem ersten Saisondrittel den weiteren Verlauf der Spielzeit vorhersagen? Unerwünscht. „Unser sechster Platz ist kein Maßstab“, sagt Andree Höttges, Trainer der Kreisliga-Fußballer des FC Huntlosen, die sich als Aufsteiger an den ersten zehn Spieltagen 13 Zähler und viel Respekt erarbeitet haben. „Wir müssen gucken, dass wir bis zur Winterpause noch einige Punkte holen“, erklärt der Coach. „Es ist doch oft so, dass Aufsteiger gut starten. Aber spätestens in der Rückrunde werden sie ganz anders gesehen.“ Deshalb bleibt der Nichtabstiegsplatz das einzige Ziel.

Nur in einem Spiel enttäuscht

Der Blick zurück gefällt dem FCH-Trainer aber auch. „Mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden“, sagt Höttges, der die Mannschaft vor der laufenden Saison übernommen hatte. Zuvor war er für den Bezirksligisten Tur Abdin Delmenhorst tätig. „Dass man gegen den SV Baris mal verliert, ist normal“, sagt Höttges über die bisher höchste Niederlage (2:5) gegen den souveränen, zehnmal siegreichen Spitzenreiter. Der Auftritt beim Gemeindenachbarn Ahlhorner SV (2:4) war der einzige, der ihm ganz und gar nicht gefiel. „Sonst hat sich die Mannschaft in jedem Spiel gut verkauft“, lobt er.

Der FCH hatte den Sprung in die Kreisliga als Vizemeister der 1. Kreisklasse geschafft. Die Mannschaft war vor dem ersten Spiel in der neuen Staffel nur mit zwei Spielern ergänzt worden, die aus der eigenen A-Jugend hochrückten. Das Team sei zusammengewachsen, alle Spieler seien schon lange FCH-Mitglieder. Die meisten würden sogar in Huntlosen wohnen, erzählt Höttges. Das führe zu einem guten Teamgeist. „Was besonders auffällig ist“, fügt der Trainer hinzu, „ist die hohe Trainingsbeteiligung. In den ersten Wochen waren regelmäßig 22 Spieler dabei. Das ist selbst in höheren Klassen nicht selbstverständlich. Das macht die Mannschaft aus.“ Im Moment sind zwar einige Spieler verletzt, doch die die fit sind, nehmen immer teil.

FCH spielt nicht mehr nur nach vorne

Höttges ist Nachfolger von Maik Seeger, der gesundheitsbedingt zurückgetreten war. Sein Vorgänger habe gute Arbeit geleistet, lobt Höttges. Das habe ihm wiederum den Einstieg erleichtert. „Ich habe viele Sachen beibehalten“, erzählt Höttges. Statt also viele, völlig neue taktische Aufstellungen einzustudieren, habe er in der Vorbereitung darauf Wert legen können, dass eine Saison in der Kreisliga „etwas anderes ist, als eine in der 1. Kreisklasse“. In der höchsten Staffel des Kreises seien viele Mannschaften und die Spieler deutlich stärker, effizienter und cleverer. „Sie machen aus einer Chance ein Tor“, erklärt Höttges. Deshalb habe er das Augenmerk darauf gelegt, „dass wir nicht nur nach vorne spielen“. Das hat sich ausgezahlt.

Huntlosen empfängt an diesem Samstag den TSV Ippener

Klar, dass Höttges hofft, dass seine Mannschaft noch eine Weile von der Euphorie des Aufstiegs und des guten Starts getragen wird. „Jetzt kommen ein paar Gegner aus unserem Tabellenumfeld, nach diesen Spielen wissen wir noch besser, wo wir stehen“, sagt der FCH-Trainer. Zur ersten dieser Standortbestimmungen erwartet der FCH an diesem Samstag, 16 Uhr, seinen Mitaufsteiger TSV Ippener auf dem Kunstrasenplatz an der Bahnhofstraße.