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Fussball-Kreisliga FC Huntlosen schlägt VfR Wardenburg 4:2

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 28.05.2017, 15:38 Uhr

In der Fußball-Kreisliga waren alle Entscheidungen schon vor dem letzten Spieltag der Saison 2016/2017, der an diesem Wochenende ausgetragen wurde, gefallen: Der SV Baris Delmenhorst steigt als Meister in die Bezirksliga auf; der VfL Wildeshausen II und der KSV Hicretspor müssen in der Saison 2017/2018 in der 1. Kreisklasse antreten.

 TSV Großenkneten - TV Munderloh 3:2 (0:2). Mit einer tollen Energieleistung verabschiedete sich der TSVaus der Saison. „Das war ein ganz schöner Kraftakt, dass wir uns bei diesen Temperaturen in der zweiten Halbzeit noch einmal steigern konnten,“ zeigte sich TSV-Trainer Klaus Delbanco mit dem Auftreten seiner Mannschaft sehr zufrieden. Die Gastgeber mussten einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Der zum SV Atlas wechselnde Oliver Rauh (21.) und Sven Hörnlein (36.) trafen für Munderloh. Nach dem Seitenwechsel wirkten die Aktionen des TSV konzentrierter, er zeigte mehr Biss und Siegeswillen. Die Folge: Andre Reimann (55., 87.) und Sven Peters (60.) drehten die Partie.

 FC Huntlosen - VfR Wardenburg 4:2 (4:2). Dem VfR steckte der Feiermarathon nach dem Kreispokalsieg sichtlich in den Knochen. Das Team war ungeordnet und unkonzentriert. Das nutzte Huntlosen durch Treffer von Dennis Petko (14., Elfmeter), Stefan Merz (25., 41.) und Leroy Schallock (34.) aus. Wardenburg wehrte sich aber zumindest offensiv. Felix Otten (38.) und Dennis Böden (45.) brachten die Gäste noch vor der Pause auf 2:4 heran. Nach dem Wechsel tat Huntlosen nicht mehr als nötig und verwaltete die Führung geschickt. „Es war ein Sommerkick. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass das Spiel nicht mehr so wichtig war“, fand Huntlosens Trainer Andree Höttges. Trotz der vier Gegentreffer stellte der Tabellendritte Wardenburg mit 42 Gegentreffern die beste Abwehr der Kreisliga.

 KSV Hicretspor - TSV Ippener 2:3 (1:1). Den Spielern des TSV war die Niederlage im Finale des Kreispokals noch anzumerken, denn zunächst traten sie motivationslos auf. Trotzdem brachte Hayrim Sevimli die Gäste in Führung (21.), diese wurde jedoch bereits eine Minute später durch Izzet Saglam ausgeglichen. Trotz einer deftigen Halbzeitansprache von TSV-Traner Chawkat El-Hourani verbesserte sich das Spiel seines Teams zunächst nicht. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Saglam den KSV mit seinem zweiten Treffer in Führung. (49.). Dann steigerte sich der TSV doch noch ein wenig. Lamin Sillah glich in der 65. Minute aus, ehe Mikael-Cihan Blümel den Auswärtssieg des TSV sicherte (76.). „Es ging um nichts mehr als das Prestige“, sagte El Hourani: „Wir wollten nicht gegen den Tabellenletzten verlieren. Es war ein schwaches Spiel auf schwachem Niveau. Aber die Saison ist vorbei und jetzt schauen wir nur nach vorne.“

 VfL Wildeshausen II - TuS Heidkrug 2:5 (0:2). Der TuS ging nach einer Partie, die phasenweise an einen Sommerkick erinnerte, mit einem Auswärtssieg in die Sommerpause. Shqipron Stublla (10.) und Marvin Lohfeld (38.) sorgten für die 2:0-Pausenführung. Die zweite Halbzeit eröffnete Dierk Fischer mit einem schnellen Treffer zum 3:0 (46.). Stublla erhöhte auf 4:0 (57.). Kevin Strumpski (62.) und Hector Huls (82.) brachten Wildeshausen bis auf 2:4 heran, dann machte Ole Braun mit dem 5:2 für den TuS den Sack endgültig zu (82.). „Das war nicht unser bestes Spiel, eher eines unserer schwächsten, aber eine klare Sache. Insgesamt ein guter Saisonabschluss“, sagte TuS-Trainer Selim Karaca.

 SV Achternmeer - TSV Ganderkesee 3:3 (3:3). Das Endergebnis stand schon zur Pause fest. Beide Trainer lobten ihre Teams. „Ich bin ganz zufrieden mit dem Spiel, auch wenn wir dreimal in Führung lagen. Hinten haben wir leider zu fahrlässig Tore kassiert“, erklärte SVA-Coach Andre Haake. Seinem Gegenüber Ronald Feist war derweil der Gang zum Getränkehändler erspart geblieben. „Ich wollte die Jungs noch mal motivieren und habe für 100 Saisontore ein Fass Bier ausgelobt. Wir haben 98 Tore gemacht, jetzt müssen sie Wasser trinken“, sagte er lachend. Robin Johanning (7., 17.) und Dirk Haake (38.) erzielten die Tore der Gastgeber. Robin Ramke (16.) und Ninos Yousef (36., 40.) hatten mit ihren Treffern für das Remi gesorgt.

 SVG Berne - Harpstedter TB 4:3 (2:0). Berne nutzte in der ersten Halbzeit das schwache Zweikampfverhalten und ungenaue Passspiel seiner Gäste. Nick Fischer (36.) und Lukas Fischer (40.) sorgten für das verdiente 2:0. Nach dem Wiederanpfiff gelang Harpstedt ein Blitzstart. Nils Klaassen (46.), Michael Würdemann (53.) und erneut Nils Klaassen (58.) brachten den HTB nach vorn. Danach lief bei den Gästen aber nichts mehr zusammen. Daniel Rüscher glich in der 81. Minute aus. Florian Röhrl erzielte sogar noch den Berner Siegtreffer (90.). „Absolut verdiente Niederlage“, sagte HTB-Trainer Jörg Peuker. „Unsere Leistung war wirklich erschreckend.“

 SV Baris - TV Dötlingen 1:7 (0:7). Önder Caki schickte eine „Allstar-Elf“ mit einigen älteren Spielern, die zum Saisonende aufhören, auf den Platz. Die musste sich erst finden. „Bis sie ins Spiel gekommen ist, lagen wir schon mit fünf Toren zurück“, sagte Caki. Johann Hannink (1., 12.), Benjamin Bohrer (8.) und Lukas Sawicki (16., 18.) trafen in dieser Zeit für den TVD. Jannes Henning (35.) und Bohrer (38.) legten noch vor der Pause nach. Den Ehrentreffer für den Meister erzielte der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Torwart Slim Gharsallah per Strafstoß (86.). „Egal, wer beim Meister aufläuft, dort nach 35 Minuten mit 7:0 zu führen, muss man unser erstmal nachmachen“, sagte TVC-Trainer Markus Welz.

 TV Jahn - Ahlhorner SV 4:3 (3:1). Die Delmenhorster feierten zum Saisonende ihren neunten Sieg. Sie starten gut und gingen durch Pascal Hoppe in Führung (7.). Ein schneller Doppelschlag durch Kenneth Thomas Eze (20.) und Thomas Keilbach (21.) brachte das 3:0. Allerdings führten einige Nachlässigkeiten in der Jahn-Offensive zu Kontermöglichkeiten für den ASV. Eine schloss Pierre Ritter erfolgreich ab (42.). Stefan Rupprecht brachte die Gäste weiter heran (48.). Beide Teams agierten offensiv, keines wollte verlieren. Eze machte in der 60. Minute das 4:2 für den TV Jahn, ehe ein Eigentor von Kevin Barnickel (62.) für Spannung sorgte. Die Gastgeber brachen den Vorsprung aber über die Zeit. „Das war versöhnlicher Saisonabschluss. Wir wollten auf keinen Fall als Verlierer vom Platz gehen“, erklärte Jahn-Coach Andreas Busch.