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Fussball-Kreisliga Handgreiflichkeiten nach Delmenhorster Stadtderby

Von Lars Pingel | 15.03.2017, 01:04 Uhr

Am Dienstagabend fanden in der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst vier Nachholspiele statt. Sie wurden von einer Schlägerei nach dem Stadtduell zwischen dem TuS Heidkrug und dem SV Baris überschattet. „Das ist ein Armutszeugnis für den Delmenhorster Fußball“, sagte TuS-Trainer Selim Karaca.

Nach dem Delmenhorster Stadtduell zwischen den Fußball-Kreisligisten TuS Heidkrug und SV Baris (2:3) ist es am späten Dienstagabend auf dem Platz am Bürgerkampweg zu einer Schlägerei gekommen. Die Polizei war vor Ort. Das bestätigte TuS-Trainer Selim Karaca. „Das ist ein Armutszeugnis für den Delmenhorster Fußball, so etwas darf nicht passieren“, sagte der tief traurige Karaca. „Das Spiel ist mir völlig egal.“ Genauso ging es Önder Caki, Trainer des SV Baris: „Über diesen Sieg kann ich mich nicht freuen.“

 TuS Heidkrug - SV Baris 2:3 (1:1). In der Schlussphase wurde die Partie immer hektischer, berichteten beide Trainer. Beiden fehlte „eine klare Linie“ von Schiedsrichter Adrian Becker (Ganderkesee). Nach zwei vom TuS-Spieler Niklas Bädjer verwandelten Foulelfmetern (20., 70.) sowie Baris-Toren von Tolga Caki (39.) und Devin Isik (68.) stand es 2:2. Ein TuS-Spieler hatte schon in der 54. Minute nach einem Foul Gelb-Rot gesehen. Es kam im Verlauf der zweiten Halbzeit bereits zu vielen verbalen Auseinandersetzungen, berichte Karaca.

In der 88. Minute gab es einen Foulefmeter für den SV Baris: Mert Caki schoss das 3:2. „Das war keiner; es hätte allerdings vorher schon zwei für Baris geben müssen“, sagte Karaca. Danach wurde es richtig hitzig. In der Nachspielzeit ließ sich ein TuS-Spieler zu einer Tätlichkeit hinreißen, berichtete Karaca. Diese wurde mit der Roten Karten bestraft. Es kam zu Rudelbildungen, auch ein Baris-Spieler sah noch die Rote Karte. „Nach der Partie ist es leider richtig eskaliert“, sagte Karaca. Es seien Spieler beider Mannschaften maßgeblich beteiligt gewesen, berichtete er.

 TSV Ganderkesee - SVG Berne 4:0 (4:0). Der TSV machte seinen 13 Saisonsieg bereits in der ersten Halbzeit perfekt. Patrick Meyer (6. Minute), Robin Ramke mit einem Doppelschlag (16., 17.) und Lauritz Schütte, der einen Elfmeter verwandelte (36.), erzielten die Treffer.

 VfL Wildeshausen II - Ahlhorner SV 1:0 (0:0). Die Wildeshauser kamen in der Nachspielzeit zu ihrem ersten „Dreier“ im Jahr 2017. Nico Krumdiek verwandelte einen Strafstoß (90.+2). Zuvor war Andreas Lorer gefoult worden.

 Harpstedter TB - TSV Ippener 1:2 (0:1). „Endlich hat es mal wieder geklappt“, sagte Chawkat El-Hourani. Seine Mannschaft hatte die zurückliegenden vier Punktspiele verloren. Mikael-Cihan Blümel (30.) und Bassal Ibrahim (33.), der einen Freistoß direkt verwandelte, brachten den TSV in Führung. Der spielte schon in Unterzahl. Alexander Rautenhaus hatte wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen (15.). „Das war eine super Leistung“, lobte El-Hourani sein Team.

„Wir waren in der Offensive nicht zwingend genug“, erklärte HTB-Trainer Jörg Peuker. Dass seinem Team, das ihr erstes Punktspiel in diesem Jahr bestritt, spielerisch nicht viel gelang, überraschte ihn nicht. Die Vorbereitung habe stark unten dem schlechten Wetter und den deshalb gesperrten Plätzen gelitten. Niklas-Marvin Fortmann erzielte in der 88. Minute das HTB-Tor.