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Fußball-Kreisliga Hürriyet nach 1:5 gegen Ganderkesee II jetzt Letzter

Von Manfred Nolte | 04.10.2015, 21:49 Uhr

Nach der 1:5 (1:4)-Niederlage gegen den TSV Ganderkesee II hat RW Hürriyet Delmenhorst in der Fußball-Kreisliga die Rote Laterne übernommen. Ein umstrittener Elfmeter beschert den Gästen, die zur erweiterten Spitzengruppe gehören, die 3:1-Führung.

Nach einem 1:5 (1:4) gegen den frechen Aufsteiger TSV Ganderkesee II tragen die Fußballer des Kreisliga-Favoriten und letztjährigen Vizemeisters RW Hürriyet die Rote Laterne.

Die frühe Gästeführung durch Marko Schrank (9.) egalisierte Fabio Meyer bereits 120 Sekunden später. Marvin Dietrich (18.) brachte den TSV erneut in Front. Eine Schlüsselszene gab es drei Minuten später. Der Ball sprang einem Hürriyet-Spieler vom Pfosten an den Arm und Schiedsrichter Stephan Hünert entschied auf Elfmeter. Zudem wurde Stefan Wuttke, der diese Entscheidung nicht akzeptieren wollte, wegen Meckerns mit einer Matchstrafe bedacht. Marko Schrank verwandelte den Strafstoß eiskalt und weitere drei Minuten später war das 4:1 von Marvin Dietrich schon so etwas wie die Vorentscheidung.

Ganderkesee II schont in Hälfte zwei seine Spieler fürs Pokalspiel

TSV-Coach Andreas Dietrich gab in der Halbzeitpause wie schon vor Wochenfrist gegen Baris die Anweisung, das Ergebnis zu verwalten und kein Risiko einzugehen. Außerdem wechselte er aufgrund des am Dienstag anstehenden Pokalspiels gegen den SV Achternmeer einige Akteure aus, um sie zu schonen. Marvin Dietrich gelang dennoch das 5:1.

Die Ganderkeseer gehören nun zur erweiterten Spitzengruppe, während sich die Rot-Weißen mittlerweile ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Entsprechend sauer war Trainer Murat Turan. „Wir waren keineswegs vier Tore schlechter, doch wir nutzen unsere zahlreichen Torchancen einfach nicht. Außerdem war der Elfmeter eine absolute Frechheit. So etwas habe ich in meiner langen Laufbahn als Spieler, Schiedsrichter und Trainer noch nicht erlebt“, schimpfte der Coach.

Ganderkesee II will trotz der Erfolge nicht abheben

Ihm fehlt einfach ein Knipser. Hayri Sevimli, der diese Rolle früher ausfüllte, ist verschollen. „Der hat sich seit Wochen nicht gemeldet“, erklärte Turan. Am Sonntag geht es zum ebenfalls schlecht gestarteten Nachbarn SV Baris.

Ganz anders fiel die Reaktion von Turans Gegenübers Andreas Dietrich aus. „Wir haben verdient gewonnen, zumal Marius Gruber und Massimo Neumann noch das Aluminium getroffen haben“, sagte Dietrich, der darauf achten wird, dass seine Spieler nicht abheben. „Spiele gegen Teams aus dem Keller müssen wir einfach gewinnen, denn die Top-Mannschaften haben uns noch eine Menge voraus. Wir sind aber auf dem richtigen Weg. Um den Klassenerhalt mache ich mir keine Sorgen“, zeigt sich Dietrich verhalten optimistisch.