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Fußball-Kreisliga Hürriyet verliert – und ist trainerlos

Von Manfred Nolte | 16.08.2015, 23:20 Uhr

Hürriyet-Coach El-Hourani tritt nach dem verlorenen Stadtderby gegen Hicretspor aus privaten Gründen zurück. Sein Team ist Tabellenletzter.

Man darf wohl ohne Übertreibung behaupten, dass das Wochenende für Rot-Weiß Hürriyet etwas unglücklich gelaufen ist. Erst bekam der Fußball-Kreisligist den Punkt aus dem 1:1 gegen den Ahlhorner SV vor einer Woche aberkannt, weil Neuzugang Elvis Isufaj noch keine Spielberechtigung gehabt hatte. Dann kassierten die Delmenhorster im Stadtderby gegen den KSV Hicretspor ein 2:3 (0:2) – und schließlich trat auch noch der Trainer zurück. Chawkat El-Hourani verkündete nach der Niederlage seinen Rücktritt, allerdings aus privaten Gründen. „Das hat nur zu einem Prozent mit der heutigen Niederlage zu tun. Ich bin beruflich stark belastet, mein Akku ist einfach leer. Meine Familie leidet unter meinem Stress“, teilte El-Hourani mit.

Hicretspor im Derby bissiger

Seine Mannschaft steht ohne Punkt am Tabellenende, Gegner Hicretspor nach dem dritten Sieg im dritten Spiel dagegen überraschend an der Spitze. Die Mannschaft von Mete Döner war bissiger und ging aggressiv in die Zweikämpfe. In der 24. Minute gab es nach einer Rangelei zunächst Rot gegen Hürriyets Burak Aruk und Hicrets Yasin Güney. Nach 29 Minuten verwandelte dann der von Hürriyet zu Hicretspor gewechselte Izett Saglam einen Foulelfmeter zur Führung. Döners Team setzte nach und erhöhte durch Mesut Yilmaz. Im zweiten Abschnitt zeigte sich Hürriyet wie verwandelt. Jetzt setzte die Mannschaft voll auf Angriff. Isufaj erzielte den Anschlusstreffer, danach scheiterten die Rot-Weißen zweimal am Aluminium und vergaben eine Reihe weiterer Torchancen. Mitten in das Powerplay der Gäste gelang Hicretspor nach einem Konter das 3:1 durch den eingewechselten Yakub Pektürk. Trainer Döner bewies dabei wieder einmal ein glückliches Händchen, denn in allen drei Saisonspielen wechselte er einen späteren Torschützen ein. Hürriyet mühte sich weiter, schaffte aber nur noch das 2:3 durch Cüneyt Yildiz (83.).

Hicretspor an der Spitze – aber bescheiden

„Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen. Hicretspor wollte den Sieg einfach mehr und hat es verdient. Nach Wiederbeginn haben wir eine ganz starke Partie abgeliefert, sind aber wieder einmal an unserer schlechten Chancenverwertung gescheitert“, analysierte El-Hourani. Döner war stolz auf sein Team: „Der Sieg war verdient. Wir werden für unsere gute Vorbereitung belohnt, denn körperlich sind wir bestens drauf. Wir wollen 30 bis 35 Punkte holen, um den Ligaerhalt zu schaffen. Alles andere ist Utopie.“