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Fußball-Kreisliga Milot Ukaj glänzt bei Hürriyets 7:3 gegen den DTB

Von Andreas Bahlmann | 07.10.2018, 23:50 Uhr

Delmenhorst RW Hürriyet hat in der Fußball-Kreisliga per 7:3 im Kellerduell gegen den Delmenhorster TB einen Kantersieg gelandet. Schlusslicht DTB bleibt nach zwölf Spielen weiter sieglos.

RW Hürriyet - DTB 7:2. Jens Stohwasser war sauer: „Wie nennt man so eine Leistung? Arbeitsverweigerung!“, schimpfte der Co-Trainer der Gäste nach der desolaten Vorstellung. „Hürriyet hat das gut gegen uns gemacht und uns klassisch ausgekontert. Aber wir haben nicht wegen eines guten Gegners verloren, sondern einfach deshalb, weil wir so schlecht waren.“ Auf holprigem, unangenehm zu bespielenden Geläuf versprangen den DTB-Akteuren viele Bälle und selbst kurze Pässe über zwei bis drei Meter erreichten oft nicht den Mitspieler. So machten die Gäste es Hürriyet leicht mit den Balleroberungen. Vor allem Milot Ukaj als ständiger Unruheherd nutzte die gegnerischen Unkonzentriertheiten aus und bedankte sich mit gleich vier Toren (11., 25., 46., 77.). Die anderen Hürriyet-Treffer erzielten Mahmut Ekici (40.) und Ahmet Kale (88.). Dazu kam ein Eigentor des DTBers Sinan Yorgancioglu (34.). Bereits zur Pause führte Hürriyet mit 5:1. RWH-Trainer Deniz Ekici war trotz des hohen Sieges nur bedingt zufrieden: „Heute haben wir mannschaftlich und spielerisch nicht so überzeugen können, aber der Gegner hat es uns auch sehr leicht gemacht.“ Für DTB trafen Tunde John Ashogban (43./1:4) und Dennis Karsten (63./2:5). Weil Schiedsrichter Burhanettin Akyol sich unglücklich das Knie verdrehte und aufgrund seiner Verletzung die Spielleitung an seinen ersten Assistenten Cemil Fehdat Alptekin nach 59 Minuten abgeben musste, sprang Hürriyet-Funktionär Murat Turan als Linienrichter ein.

Hasbergen - Dötlingen 2:1. Trotz des bereits achten Saisonsieges war Hasbergens Trainer Tim Müller nur bedingt zufrieden. „Wir waren gut auf Dötlingen eingestellt, haben uns aber in der zweiten Halbzeit zu tief hinten reinfallen lassen“, meinte der TuS-Trainer. Mit viel Ballbesitz und langen, genau getimten Pass-Staffetten gelang es Hasbergen in der ersten Halbzeit, die torgefährlichen Dötlinger Angreifer vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Und führte gleichzeitig durch Houssein Hazimeh mit 1:0 (45.+3). Nach dem Rückstand drückte Dötlingen jedoch auf den Ausgleich. Hasbergens Abwehr musste Schwerstarbeit verrichten, hielt dem gegnerischen Druck aber nur bis 84. Minute stand, als Johann-Otis Bredhöft zum 1:1 traf. Aber: 120 Sekunden später entschied Steffen Neumann nach einem Konter die Partie für Hasbergen. TVD-Trainer Markus Welz meinte: „Das war ganz schwach von uns. Wir haben verdient verloren.“

Huntlosen - Ganderkesee 3:3. Der FC Huntlosen war überlegen und führte durch Tore von Dennis Jielg (3./43.) und Leon Fenslage (39.) mit 1:0 und 3:1, nahm aber trotzdem nur einen Punkt mit. Weil Ganderkesee durch Byron Lee Garcia (8./60.) und Fabian Mucker (54.) zwei Mal ins Spiel zurückkam. „Ich kann mit dem 3:3 gut leben, zumal uns die Sechser fehlen. In Huntlosen muss man erst mal bestehen“, freute sich TSV-Trainer Stephan Schüttel über die Moral seiner Mannschaft. Huntlosens Coach Maik Seeger war dagegen zerknirscht: „Wir betreiben immensen Aufwand, machen aber einfach die Buden nicht. Wir hatten leider nicht die Effektivität, die Ganderkesee hatte.“

Und sonst? Nach dem 2:1 über Ahlhorn hat Heidkrugs Coach Selim Karaca sein Verhalten vor dem Spiel bedauert. „Ich möchte mich bei Trainer Servet Zeyrek und der Ahlhorner Mannschaft entschuldigen. Denn ich habe mich in meiner Wortwahl ziemlich vergriffen, als ich in der Kabine meine Spieler motivieren wollte. Das kam bei Servet und dem Gegner überhaupt nicht gut an – und ihr Ärger darüber ist vollkommen berechtigt.“