Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kreisliga Munderloh, Hude und Wardenburg geben sich keine Blöße

Von Manfred Nolte und Frederik Böckmann | 01.06.2016, 01:36 Uhr

Das Spitzentrio der Fußball-Kreisliga hat am vorletzten Spieltag jeweils Siege eingefahren und so bleibt das Titelrennen zwischen dem TV Munderloh (1.), dem FC Hude (2.) und dem VfR Wardenburg (3.) weiter spannend. Gewinnen der TV Munderloh und der FC Hude auch ihre finalen Spiele in der Fußball-Kreisliga, müsste das Torverhältnis entscheiden. Der KSV Hicretspor ist derweil am Dienstag beim Harpstedter TB nicht angetreten.

Munderloh - Heidkrug 3:1 (1:0). Der Titelaspirant traf auf härteste Gegenwehr. Den Führungstreffer von Routinier Carsten Köhler glichen die Gäste unmittelbar nach Wiederbeginn durch Luca Reinhold aus. Andre Hesselmann (55. Minute) brachte die Hausherren erneut in Front. Heidkrug ließ sich nicht beirren und beklagte einen Lattenkracher von Torsten Bädjer. Zwei Minuten vor dem Abpfiff sorgte Oliver Rauh für die endgültige Entscheidung. Munderloh hätte sein Torverhältnis gerne etwas mehr aufgebessert, musste letztendlich aber froh sein, wenigstens mit zwei Treffern Differenz gewonnen zu haben. Am Sonntag werden die Handys glühen, denn zwischen Munderloh und Hude zählt in Sachen Torverhältnis jeder Treffer.

Dötlingen - Hude 2:6 (1:2). Die Gasteber glichen ein 0:2 aus und hatten sogar Chancen zum Führungstreffer. Den erzielten aber die Klosterortkicker. Die entscheidende Szene gab es nach 75 Minuten. Dötlingens Kapitän und Abwehrchef Julian Eilers kassierte nach einer Notbremse Rot und Sven Hörnlein markierte von der 83. bis zur 87. Minute einen lupenreinen Hattrick. Zuvor hatten Julian Arciszewski, Ole Schöneboom und Maik Spohler für den Sieger sowie Hendrik Schulz und Johannes Ullerich auf der Gegenseite getroffen. „Wir haben Konzentrationsprobleme gehabt, uns dann aber wieder gefangen. In Sachen Torverhältnis sind wir nahe an Munderloh dran. Ich hoffe, dass Hürriyet am Sonntag bei uns antritt, obwohl die Gerüchteküche etwas anderes prognostiziert“, sagte Hudes Trainer Torsten Voigt.

Wardenburg - Ahlhorn 2:0 (1:0). Der Titelkandidat bestimmte das Geschehen über die volle Spielzeit, tat sich im Abschluss aber schwer. „Was wir an klaren Torchancen versiebt haben, geht schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut“, klagte Wardenburgs Coach Jörg Beckmann. Ole Specht hatte kurz vor dem Pausenpfiff für die Führung gesorgt und in der 85. Minute machte Erhan-Nico Ache den Sack endgültig zu. Die Wardenburger wissen, dass sie den Titel nicht mehr aus eigener Kraft holen können. „Wir werden uns am Sonntag noch einmal voll reinhängen, denn wir wollen, dass die Meisterschaft auf einem sportlichen Weg entschieden wird“, sieht VfR-Coach Beckmann dem Saisonfinale entgegen. Für sein Team ist der Titel nur drin, wenn Hude gegen Hürriyet verliert – das erscheint ausgeschlossen.

Ganderkesee II - Großenkneten 1:3 (1:2). „Einige meiner Spieler haben die Köpfe hängenlassen, denn nach dem Abstieg der Ersten ist die Luft raus“, beschrieb TSV-Coach Andreas Dietrich den Gemütszustand seiner Mannen. Er hatte lediglich einen Einwechselspieler zur Stelle. Justin Lüers hatte den Gast in Front gebracht. Den Ausgleich von Kristof Kramer beantworten die Kneter durch Tore von Andre Reimann und Pascal Grüner. Dietrich erteilte Timo Obal aus der Vierten ein Sonderlob. „Der hat sich aufgerieben, sagte er.

Baris - Berne 4:3 (2:3). An der Lerchenstraße gab es ein munteres Spielchen. Der große Druck lastete nicht auf beiden Mannschaft. „Wir haben eine Führung leichtfertig verschenkt“, ärgerte sich Bernes Trainer Michael Müller. Gegenüber Önder Caki hatte ein Spiel auf Augenhöhe gesehen und bezeichnete den Sieg seiner Mannen als nicht unverdient. Justin Lentz, Mert Tunc, Cumali Tuner und Mert Caki (Elfmeter) für Baris sowie Daniel Rüscher (2) und Florian Röhrl schossen die Tore.

Wildeshausen II - TV Jahn 1:1 (0:0). Lange Zeit lieferten sich die beiden Kontrahenten ein chancenarmes Duell. Dann liefen die Gastgeber durch Bastian Flegg alleine auf das Jahn-Tor zu – und führten plötzlich mit 1:0 (68.). Die Gäste ließen von ihrem Rückstand aber nicht schocken. Die Gäste drückten Wildeshausen in der Schlussviertelstunde in deren eigene Hälfte und erkämpften sich fünf Hochkaräter. Eine davon nutzte Sean Gradtke aus dem Gewühl heraus zum 1:1-Ausgleich (84.). Dazu traf Jahn zwei Mal die Latte, ein Mal den Pfosten und ein weiteres Mal wurde ein Ball vom VfL von der Linie geklärt. Angesichts des Klassenerhalts konnte TVJ-Trainer Timur Cakmak mit dem Punkte noch leben. „Wir haben gut gespielt. Aber unsere Chancenverwertung bleibt unser größtes Manko“, haderte Cakmak.

SV Tungeln - Achternmeer 1:5 (0:2). Das Nachbarduell geriet zu einer klaren Angelegenheit für die Gäste, obwohl Absteiger Tungeln sogar die spielerisch bessere Mannschaft war. Nach Treffern von Marco Feiler (2), Tobias von der Pütten und Theodoros Dedes führte Achternmeer mit 4:0, ehe der SVT verkürzte. Den Endstand für die mit vier Reserve-Spielern angetretenen Gäste erzielte Sebastian Vogelsang.