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Fußball-Kreisliga Ralf Eilenberger hat beim TV Munderloh keinen Druck

Von Manfred Nolte, Manfred Nolte | 17.03.2016, 20:21 Uhr

Der neue Trainer Ralf Eilenberger kann die Restsaison beim Fußball-Kreisligisten TV Munderloh ohne Druck angehen. Langfristiges Ziel ist aber die Bezirksliga.

Ralf Eilenbergers Geduld war auf eine lange Probe gestellt worden. Vier Monate lang hatte der TV Munderloh kein Pflichtspiel mehr absolviert, am vergangenen Wochenende sah der neue Trainer seine Kreisliga-Fußballer endlich in Aktion. Sein Urteil nach dem 2:1 gegen die Spielvereinigung Berne: gut, aber ausbaufähig. „In der ersten Halbzeit haben die Jungs schon zu 90 Prozent meine Erwartungen erfüllt. In Durchgang zwei hat das Team etwas abgebaut, doch wir müssen noch Punktspielpraxis sammeln“, zeigt der Coach Verständnis für den Leistungsabfall.

Mit 21er Kader in der Findungsphase

Eilenberger hatte den Posten in Munderloh in der Winterpause übernommen. Noch befindet sich der ehemalige Bundesliga-Torwart in der Findungsphase. Nach erster Bestandsaufnahme zeigt sich der 50-jährige verhalten optimistisch. „Ich musste die Spieler zunächst einmal kennenlernen. Im Kader stehen 21 Leute, von denen aber etliche nicht regelmäßig vor Ort sind. Das liegt an Studium und Beruf. Außerdem haben wir zahlreiche Verletzte“, klagt Eilenberger.

Mini-Chance auf Platz zwei

Den nächsten Wochen sieht er dennoch gelassen entgegen. Auf Rang fünf hat seine Mannschaft 15 Zähler Rückstand zum Spitzenreiter VfR Wardenburg, der allerdings zwei Partien mehr ausgetragen hat. „Der Titel ist nicht mehr drin. Wir wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen und rechnen uns noch eine hauchdünne Chance auf Rang zwei aus“, blickt der TVM-Übungsleiter in die Zukunft. Außerdem betrachtet er die restlichen Spiele schon als Vorbereitung für die nächste Saison, für die er bereits eine mündliche Zusage gegeben hat. Was mittelfristig in Munderloh möglich ist, ließe sich schwer beantworten. „Es kommt darauf an, ob alle Akteure bleiben. Bislang hat keiner seinen Weggang angekündigt. Außerdem muss man sehen, was an Neuzugängen möglich ist“, hält sich Eilenberger zurück. Die Bezirksliga sei aber ein Ziel.

Keine Angst vor Terminstress

Erst einmal muss Eilenberger mit seinem Team – wie praktisch alle Kreisligisten – den Terminstress der nächsten Wochen bewältigen. Davor ist ihm allerdings nicht bange: „Wir haben bis zum Dienstag nach Ostern innerhalb von elf Tagen nur zwei Spiele, da hätte noch eines dazukommen können.“ Dafür, dass sich andere Vereine darüber beklagen, vom Sonntag vor Ostern bis zum Ostermontag dreimal spielen müssen, hat er kein Verständnis: „Wir hätten das gerne getan“, sagt er. Heute sind die Munderloher um 20 Uhr erst einmal im Nachbarschaftsduell beim TSV Großenkneten gefordert.