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Fußball-Kreisliga Rot-Weiß Hürriyet glänzt mit Dauerbrenner als Feuerwehrmann

13.04.2019, 10:01 Uhr

Rot-Weiß Hürriyet Delmenhorst verblüfft in der Fußball-Kreisliga unter Dauerbrenner Murat Turan.

Es ist nicht bekannt, wo im Fußball der Rekord liegt für die meisten Amtszeiten beim selben Verein, Murat Turan dürfte aber allmählich Anspruch auf diese Bestmarke erheben. Schon 2012 stand er bei Rot-Weiß Hürriyet an der Linie, 2015 noch einmal für zwei Monate, und in diesem Winter sprang er erneut als Feuerwehrmann beim Kreisligisten ein – von den zwischenzeitlichen Kurzauftritten als Interimscoach gar nicht zu sprechen. Meistens hielt er es nicht allzu lange auf der Bank aus, doch das könnte sich dieses Mal ändern.

Noch sieben Heimspiele

Als Turan kam, taumelte Hürriyet nach einem Punkt aus den vorangegangenen acht Spielen und mit vier Zählern Rückstand auf das rettende Ufer der 1. Kreisklasse entgegen, inzwischen sind die Delmenhorster Zwölfter mit drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone, bei einem Spiel weniger. Zuletzt gab es ein 2:2 gegen den Stadtrivalen SV Atlas II, gegen den man noch Mitte November das Hinspiel mit 1:7 verloren hatte. „Wir haben momentan immer 15, 16 Leute beim Training“, schwärmt Dauerbrenner Turan. „Die Jungs nehmen mittlerweile im Spiel wirklich die Zweikämpfe an und suchen die fußballerische Lösung.“ Turans Urteil: „Diese Mannschaft hat den Abstieg einfach nicht verdient.“

2019 ist tatsächlich vieles anders beim einstigen Abo-Letzten der Fairness-Wertung. In den vier Spielen in diesem Jahr gab es bisher nur vier Gelbe Karten, wobei Turan selbst einräumt: „Die Spieler sind manchmal lautstark mit sich selbst beschäftigt, aber das gehört dazu.“ In der Vergangenheit fiel die Mannschaft in sportlichen Krisen oft auseinander, dieses Mal nimmt Hürriyet den Abstiegskampf an – und hat gute Karten. Sieben der letzten zehn Partien sind Heimspiele. Mit einem Sieg beim Schlusslicht Delmenhorster TB am Sonntag könnte sich die Lage weiter entspannen.