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Fußball-Kreisliga RW Hürriyet verliert gegen den FC Hude mit 0:6

Von Manfred Nolte | 27.04.2015, 00:00 Uhr

Der Kreisliga-Zweite RW Hürriyet muss gegen den Vierten während der ersten 14 Minuten drei Treffer hinnehmen. Am Ende feiert der FC Hude einen 6:0-Erfolg.

Mit einer 0:6 (0:3)-Pleite gegen den FC Hude haben die Kreisliga-Fußballer von RW Hürriyet einen weiteren Teil ihrer Titelchancen verspielt. Zu allem Überfluss kassierten die Düsternorter Rote Karten (Tolga Üzüm und Ibrahim Hazime). Die Hausherren schienen zu Spielbeginn mit ihren Gedanken noch in der Kabine zu sein, denn sie sahen tatenlos zu, wie sich die Huder Chance auf Chance erspielten.

Bereits nach einer Viertelstunde schien die Partie entschieden, denn Torben Liebsch, Ulf Wiechmann und Maik Spohler legten ein 0:3 vor. Hude brannte auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs ein Feuerwerk ab. Hilfreich war dabei die Rote Karte gegen Hürriyets Leistungsträger Tolga Üzüm (40.), der einen Gegenspieler beleidigt haben soll. Ein Assistent hatte das gehört und dem Schiedsrichter ein Fahnenzeichen gegeben. Es war bereits der vierte Platzverweis in dieser Saison für den torgefährlichen Üzüm.

Hude steckt zurück

Im zweiten Abschnitt steckte Hude zurück. Hürriyet mühte sich und hatte auch in Unterzahl optische Vorteile. Das änderte sich auch nicht, als mit dem in der 57. Minute eingewechselten Ibrahim Hazime ein weiterer Delmenhorster Rot sah (Foulspiel, 60.). Nach und nach schwanden die Kräfte beim Titelaspiranten und so schlugen die Huder zwischen der 82. und 88. Minute durch Oliver Giehl und Torben Liebsch (2) dreimal zu.

Hürriyet hatte seit langer Zeit keine Personalsorgen, denn es standen 18 Akteure auf dem Spielbericht. Mangelnden Kampfgeist kann man den Rot-Weißen nicht vorwerfen, wohl aber die verschlafene Anfangsphase. So sah es auch Trainer Chawkat El-Hourani: „Wir haben uns die Niederlage selbst eingebrockt. Die erste Viertelstunde war eine einzige Katastrophe. Danach sind wir selbst in Unterzahl angerannt, haben dabei aber viel Kraft verloren und sind eiskalt ausgekontert worden. Im Titelrennen will er die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen: „Natürlich wird uns besonders Tolga Üzüm fehlen, doch der Rückstand zur Spitze beträgt nur zwei Punkte.“

FCH-Trainer zufrieden

Gegenüber Torsten Voigt war natürlich zufrieden, zumal es in den vergangenen Wochen nicht sonderlich gut lief. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein sensationelles Spiel hingelegt. Danach haben wir uns ein bisschen zurückgenommen, die Partie aber immer im Griff gehabt.“ Voigt sprach Schiedsrichter Jörn Peters ein Sonderlob aus. „Der hat alles im Griff gehabt. Die Roten Karten waren berechtigt, es hätte sogar die eine oder andere mehr sein können.“