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Fußball-Kreisliga Spitzenreiter TuS Heidkrug mit schmucklosem 4:0 in die Pause

Von Andreas Bahlmann | 17.11.2018, 16:59 Uhr

Delmenhorst Der TV Jahn Delmenhorst ist mit der fünften Pleite hintereinander in die Winterpause gegangen. Hier die Übersicht über die vier Freitagsspiele:

 Dötlingen - Jahn 5:2. Beide Trainer waren sich in der allgemeinen Bewertung des Spiels einig und stellten unisono fest: „Das war kein gutes Niveau für eine Kreisligapartie.“ Jahns Trainer Arend Arends ärgerte sich natürlich über diese Pleite: „Wir hätten ganz sicher nicht dieses Spiel verlieren müssen, haben aber wieder einmal nicht unsere Torchancen reingemacht. Dötlingen hat uns dann richtig gut ausgekontert. Wenn die es noch cleverer ausgespielt hätten, dann hätten wir noch mehr Tore bekommen. “ Jahn begann stark und führte durch Marcel Maus mit 1:0 (9.). Dann kam es nach einem Zweikampf zwischen Jahns Offensivmann Timo Füller und Dötlignens Abwehrspieler Jonas Krumland zu einem Gerangel, bei dem beide Spieler so unglücklich mit den Köpfen zusammenstießen, weshalb Timo Füller mit stark blutender Kopfwunde in der Kabine behandelt werden musste. Dötlingen nutzte eiskalt die zwischenzeitliche Überzahlsituation – und Johan Hannink (20.) glich aus. Danach wurde Dötlingen immer stärker. Hannink mit zwei weiteren Treffern (35./74.) und Sturmpartner Shqipron Stublla (70./87.) tüteten den Sieg für Dötlingen ein. Dazwischen verkürzten die offensiv harmlosen Gäste durch Alioune Badara Youm auf 2:4 (78.). Für Dötlingens Trainer Markus Welz zählten nur die drei Punkte: „Der Sieg fiel zwar etwas zu hoch aus. Aber in diesem mit sehr vielen Fehlern behafteten Spiel war die klar bessere Qualität unserer Stürmer spielentscheidend.“

 Wardenburg - Großenkneten 1:1. Gut 150 Zuschauer erlebten eine druckvolle, entschlossene Anfangsphase der Wardenburger, die durch Tim Conring mit 1:0 in Führung gingen (15.). Großenkneten ließ sich durch den Rückstand nicht verunsichern und biss sich ins Spiel. Die Gäste befreiten sich zunehmend aus der Umklammerung und schalteten nach Balleroberungen schnell und gefährlich um. Der Lohn war der 1:1-Ausgleich durch Finn Meyer (42.). Nach der Pause bestimmten die Wardenburger das Spielgeschehen, vergaben aber durch Sven Hörnlein und Nexhdet Berisha einige hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Auf der anderen Seite sorgte der TSV mit seinen brandgefährlichen Standards immer wieder für höchste Gefahr vor dem Wardenburger Tor. Am Ende blieb es beim gerechten Unentschieden, mit dem beide Mannschaften leben konnten.

 Heidkrug - Achternmeer 4:0. Beim Sieger kam keine große Freude auf und beim Verlierer hielt sich der Ärger in Grenzen. „Unser Sieg war besonders in der zweiten Halbzeit sehr souverän herausgespielt. Wir haben aber einfach sehr viel liegengelassen“, kommentierte TuS-Trainer Selim Karaca den klaren, aber schmucklosen Heimsieg vor der Winterpause durch Treffer von Philipp Kahlert (37.), Marvin Lohfeld (40.), Nils Giza (48.) und Florian Bartels (76.). Achternmeer kämpfte zwar engagiert, doch die spielstarken Gastgeber fanden immer wieder Lücken in der Gäste-Abwehr. SVA-Coach Helge Hanschke sagte: „Heidkrug war klar besser und wir haben überhaupt nicht gut gespielt. Außerdem hatten wir auch das Glück, dass Heidkrug vor unserem Tor einen schlechten Tag erwischt hatte.“

 Falkenburg - Harpstedt 1:6. Matthes Barenbrügge (8./42.), Julian Meyer (11.), Onno Bolling (28.), Jonas Pleus (52.) und Nilas Klassen (75.) erzielten die Tore für die überlegenen Gäste. „Bis auf kleine Schwächephasen haben wir das Spiel über 90 Minuten vom Tempo, Druck und Passgenauigkeit her top gestaltet. Die Schnittstellenpässe kamen richtig präzise durch, der Ball lief gut und schnell“, freute sich Harpstedts Trainer Jörg Peuker über die Leistung seiner Mannschaft, sah aber trotzdem noch Luft noch oben. Die Gäste nutzten vor allem die krassen Falkenburger Abwehrfehler bei ihren Toren aus. Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann meinte: „Meine Jungs sind nicht in der Lage, die taktische Vorgabe dahingehend umzusetzen, solch ein Spiel auch einmal mit einem knappen Ergebnis zu gestalten. Einige wollten das bei uns spielerisch lösen, das geht gegen Harpstedt natürlich nicht, da laufen wirs ins offene Messer.“