Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kreisliga SV Baris nach 6:1 gegen KSV Hicretspor nicht zufrieden

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 23.04.2017, 22:51 Uhr

In der Fußball-Kreisliga wahrte der TSV Ganderkesee seine Mini-Chance auf die Meisterschaft: Er schlug den TuS Heidkrug knapp mit 1:0. Aber: Der SV Baris braucht nur noch sieben Punkte aus fünf Spielen um die Meisterschaft endgültig einzutüten. Der TV Jahn holte im Abstiegskampf derweil drei Big Points.

Hicretspor - Baris 1:6. Asford Bernett brachte den Außenseiter KSV Hicretspor zunächst überraschend mit 1:0 in Führung (3.). Doch der SV Baris ließ sich davon nicht beeindrucken. Justin Lentz (5.), Dennis Kuhn (14.), Mert Caki (35./80., Foulelfmeter) und Cumali Tuner (59.) trafen für den überlegenen Spitzenreiter, dazu kam ein Eigentor von Harun Yildiz (71.). KSV-Trainer Timur Cakmak nahm die Niederlage gelassen: „Wir mussten heute unseren rechten Verteidiger Mustafa Yildiz ins Tor stellen. Von den neun Schüssen, die er auf das Tor bekam, hat er drei gehalten, weil er angeschossen wurde. Ich mache den Jungs keinen Vorwurf.“ Baris-Trainer Önder Caki war trotz des Sieges nicht zufrieden: „Wir sind kläglich mit der Spielsituation umgegangen. Das Ergebnis hätte viel deutlicher ausfallen können, wenn wir vor dem gegnerischen Sechzehner cleverer gespielt hätten.“ Trotzdem: Baris braucht nur noch sieben Punkte aus fünf Spielen, um die Meisterschaft perfekt zu machen.

TSV Ganderkesee - TuS Heidkrug 1:0. TSV-Trainer Ronald Feist war mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden: „Das knappe Ergebnis täuscht etwas, wir haben das Spiel bestimmt und uns hat nur die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt.“ Vom Anpfiff an erwiesen sich die Heidkruger als sperriger, schwierig zu spielender Gegner, der aus einer geschickten Defensive heraus immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen konnte. Glück hatte Ganderkesee bei zwei Standartsituationen für die Gäste, die das Gehäuse nur knapp verfehlten. In der 30. Minute hämmerte Marko Schrank aus 13 Metern den Ball unhaltbar in das Tor der Heidkruger, nachdem Robin Ramke über die Außenbahn seine ganze Schnelligkeit ausspielen konnte und den Ball von der Grundlinie aus genau zurücklegte. Direkt nach dem Tor erhielt TuS-Verteidiger Sebastian Ohde wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. Bis zum Schluss blieb es ein offenes Spiel. Zwei Heidkruger Konter wurden, nicht ganz unumstritten wegen Abseits abgepfiffen, andererseits scheiterte TSV-Stürmer Robin Ramke mit zwei Großchancen an TuS-Torwart Maximilian Hiller. Heidkrugs Co-Trainer Jorge Jaquinto haderte nach Spielende mit dem Ergebnis: „Im Nachhinein sind wir mit dem Spielausgang unzufrieden, weil wir einen stärkeren Gegner erwartet hatten“, sagte Jaquinto. „Mit elf Mann hätten gewonnen. Vor dem Platzverweis muss Ohde einfach mal seine Klappe halten.“

TV Jahn Delmenhorst - TV Munderloh 2:1. Nach den überraschenden Big Points im Abstiegskampf war die Freude im Jahn-Lager groß. Munderloh bestimmte zwar von Anfang an das Spiel, machte aber zu wenig aus seinen Torchancen, weshalb bis zur Pause „nur“ Finn Albertzarth (40.) für die Gäste getroffen hatte. In der zweiten Spielhälfte vertraute Jahn weiterhin auf seine kompakte Defensive, gewann aber zunehmend die Zweikämpfe im Mittelfeld und suchte seine Chance in Kontern und Standartsituationen. Alioune Badara Youm brachte einen von der Mittellinie aus geschlagenen, mehrfach verlängerten Freistoß, aus dem Gewühl heraus zum 1:1-Ausgleich im Munderloher Tor unter (57.). Während Jahn weiterhin sehr effektiv zu Werke ging, zerfiel das Offensiv-Spiel der Gäste zusehends in Einzelaktionen. Bekir Yapici (64.) vollendete einen Konter zum 2:1-Sieg für den TV Jahn. TVM-Trainer Ralf Eilenberger war entsprechend unzufrieden: „Uns fehlte die Galligkeit vor dem Tor. Wenn man das Spiel bestimmt, 1:0 führt und weitere Chancen hat, dann darf man das nicht mehr verlieren.“

SVG Berne - SV Achternmeer 2:2. Berne bestimmte die Anfangsphase und führte durch Sebastian Gonschorek (14.) und Daniel Rüscher früh mit 2:0 (24.). Danach kam Achternmeer besser in Schwung. Der Lohn: Daniel Niemann Elfmeter (39., nach Foul an Tobias von der Pütten) verkürzte zunächst auf 1:2. Dann glichen die Gäste zum 2:2 aus, nachdem ein Berner den Ball zum herauslaufenden Torwart verlängern wollte, diesen aber überspielte (80.). Wenig später musste der SVA-Torwart Joshua Niemann wegen Nachtretens vorzeitig duschen gehen. Die Überzahl konnte Berne aber nicht nutzen. SVG-Spielertrainer Michael Müller fand, „dass uns das 1:2 verunsichert hat. Am Ende waren wir auch nicht clever genug, um gegen zehn Mann das Tor zu machen.“ Sein Gegenüber Andre Haake lobte nach dem wichtigen Punkt seine Mannschaft: „Da hat das Team noch mal richtig Charakter bewiesen. Wir haben die ersten 38 Minuten verschlafen und ab dann dominiert. Wir sind hochzufrieden mit dem Punkt.“

TSV Ippener - FC Huntlosen 3:1. Huntlosens Trainer Andree Höttges taten seine Jungs am Ende leid. „Meine Mannschaft hat gut gespielt. Dann passen wir einmal nicht auf und verlieren in der Nachspielzeit“, ärgerte sich der Coach. Bei windigem Wetter war es ein Spiel auf dürftigem Niveau. Stefan Merz (17.) brachte die Gäste in Führung, Zana Ibrahim gelang in der 36. Minute der Ausgleich für den TSV, der in der Schlussphase den Sieg sicherte. Zunächst jubelte der eingewechselte Ali Hazimeh, der mit seinem ersten Ballkontakt einen langen Einwurf per Kopf zum 2:1 verlängerte. Nur eine Minute später liefen die Gäste in einen Konter, den Mikael-Cihan Blümel zum 3:1-Endstand abschloß. Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani war der Sieg am Ende fast etwas peinlich: „Das war bei dem ekelhaften Wetter ein ganz schlechtes Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte.“

Ahlhorner SV - TSV Großenkneten 3:2. Im Nachbarschafts-Derby behielt Ahlhorn letztlich verdient, wenn auch etwas glücklich die drei Punkte im eigenen Stadion. Ahlhorn bemühte sich um die spielerische Initiative, brachte sich jedoch durch individuelle Fehler selbst in Schwierigkeiten. Colin Deepe (36.) nutzte einen Abspielfehler in der ASV-Abwehr zur Gästeführung. Fünf Minuten später machte sich Ahlhorns Swen Arkenbout mit seinem Ausgleich selbst ein Geschenk zu seinem 30. Geburtstag, sein Teamkollege Stefan Rupprecht schob kurz darauf das 2:1 nach (43.). Großenkneten blieb aber wachsam und glich durch Yannik Bauer zum 2:2 aus (53.). Die Ahlhorner machten nun Druck. Wiederum Rupprecht (78.) erzielte den Siegtreffer, und ASV-Trainer Bernd Meyer atmete durch: „Ich bin spielerisch nur relativ zufrieden, mit den drei Punkten aber sehr zufrieden.“