Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kreisliga SV Baris und VfR Wardenburg stolpern zeitgleich

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 01.05.2017, 22:05 Uhr

Kreisliga-Tabellenführer SV Baris patzt überraschend gegen den Harpstedter TB, Verfolger Wardenburg kann daraus aber kein Kapital schlagen.

In der Fußball-Kreisliga ist Spitzenreiter SV Baris auf dem Weg zur Meisterschaft mit einem blauen Auge davongekommen. Die Delmenhorster verloren zwar gegen den Harpstedter TB, haben aber immer noch acht Punkte Vorsprung, weil Verfolger VfR Wardenburg ebenfalls Federn ließ.

 SV Baris - Harpstedter TB 2:3. Baris-Trainer Önder Caki zeigte sich nach dem Spiel als fairer Verlierer: „Harpstedt hat das richtig gut gemacht und immer die Ruhe bewahrt. Wir haben einfach schlecht agiert, aber zum Glück haben unsere Verfolger auch Punkte gelassen.“ Sinan Uygun (22.) und Dennis Kuhn (37.) hatten Baris mit 2:0 in Führung gebracht. Harpstedt ließ sich aber nicht beirren. Markus Würdemann gelang das Anschlusstor in der 39. Minute. Auch in der zweiten Hälfte standen die Gäste sicher in der Defensive und nutzten entschlossen ihre Konterchancen. Hendrik Glück (63.) und Nick Nolte (87.) drehten mit ihren Treffern die Partie für Harpstedt. HTB-Trainer Jörg Peuker jubelte: „Endlich haben wir einmal den Lohn für das eingefahren, was wir im Spiel geleistet haben, und unsere Chancen auch mal verwertet.“

 TuS Heidkrug - VfR Wardenburg 3:0. Die junge Heidkruger Mannschaft stellte dem Favoriten verdient ein Bein. Das Team unterband als Kollektiv den Spielaufbau der Wardenburger. Besonders stark war die Leistung von A-Jugend-Stürmer Shqipron Stublla, der bei den Herren aushalf und gleich an allen drei Treffern beteiligt war. So trug er sich mit zwei Treffern (22., 84.) selbst in die Torschützenliste ein, als er zwei schöne Spielzüge des TuS erfolgreich abschloss. In der 53. Minute wurde er im gegnerischen Strafraum gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Nico Faulhaber sicher zum zwischenzeitlichen 2:0. Co-Trainer Jorge Jaquinto, der TuS-Trainer Selim Karaca erfolgreich vertrat, war voll des Lobes für seine Jungs: „Das war eine gute Geschichte, die Jungs haben blitzsauber gespielt und nichts anbrennen lassen. Da waren kaum Fehler in unserem Spiel und wenn, dann haben wir uns gegenseitig geholfen.“

 FC Huntlosen - TV Jahn 3:0. Jahn startete schwungvoll, erhielt aber durch das Freistoßtor von Huntlosens Stefan Merz in der zehnten Minute einen Dämpfer, der Wirkung zeigte. Das 2:0, wiederum durch Merz (28.), war die logische Folge. Jahn bekam keinen Zugriff auf das Spiel und hatte in der 41. Minute auch noch Pech, als Dustin Busch ein Eigentor unterlief. Torwart Moritz Gaffke wehrte eine Ecke ab und traf Busch, von dem dann der Ball ins Tor sprang. Jahns Trainer Andreas Busch nahm die Niederlage sportlich: „Für uns war es heute ein gebrauchter Tag, Huntlosen war besser.“

 SV Achternmeer - TSV Ippener 2:2. Für Achternmeer war es ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf, für Ippener dagegen ein Rückschlag, der Trainer Chawkat El-Hourani nervte: „Das war eine einzige Treterei. So ein schlechtes Spiel habe ich selten gesehen.“ Der TSV musste Feldspieler Alexander Rautenhaus ins Tor stellen. Achternmeer nutzte das: Michael-Thomas Störtekuhl hielt einfach mal drauf und traf nach acht Minuten zum 1:0. Ippener drehte die Partie zwar durch Tore von Bassal Ibrahim (27.) und Hayri Sevimli (68.), doch ein Eigentor von Ahmad Diab (81.) brachte Achternmeer den Ausgleich.

 SVG Berne - Ahlhorner SV 2:3. Sebastian Gonschorek erzielte per Strafstoß das 1:0 für Berne (22.), aber Ahlhorn drehte mit zwei Toren von Swen Arkenbout (32., 42.) noch vor der Pause die Partie. Dennis Reiter (75.) gelang mit einem schönen Treffer aus spitzem Winkel das vorentscheidende 3:1 für die Gäste. Gonschorek brachte die Heim-Elf mit seinem zweiten Tor (81.) noch einmal auf 2:3 heran, aber es blieb bei dem verdienten Sieg der Gäste.