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Fußball-Kreisliga SV Tungeln tritt nicht an und steigt ab

Von Manfred Nolte | 29.05.2016, 23:52 Uhr

Der SV Tungeln bekommt für das Spiel beim TuS Heidkrug keine Mannschaft zusammen und steigt aus der Fußball-Kreisliga ab. Der TV Jahn ist damit gerettet.

Die Fußballer des SV Tungeln müssen RW Hürriyet und den TSV Ganderkesee II in die 1. Kreisklasse begleiten. Der SVT ist zu seiner Partie beim TuS Heidkrug nicht angetreten, obwohl noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt bestand. Der TV Jahn und der TV Dötlingen bleiben der Liga nun erhalten.

 TV Jahn - Harpstedt 1:1 (0:0). „Wir wollten den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen und das ist uns gelungen“, sagte ein sichtlich zufriedener Jahn-Spielertrainer Timur Cakmak. Zuvor hatte es ein zähes Spiel gegeben, „Der Kick war recht überschaubar“, kommentierte HTB-Trainer Marcus Metschulat, der derzeit zu den Spielen seines Teams aus seinem Dienstort in Bayern anreist. Unmittelbar nach der Pause hatte Rene Kube die Gäste in Front gebracht. Als die Harpstedter eine Abseitsfalle aufbauen wollten, gelang Frank Palubitzki der Ausgleich. „Das Unentschieden geht in Ordnung, auch wenn wir in der Schlussphase noch die eine oder andere Chance zum Sieg hatten“, urteilte Cakmak. Er erhofft sich noch Punkte aus den Spielen bei der U23 des VfL Wildeshausen und beim TSV Großenkneten.

 Ganderkesee II - Dötlingen 2:1 (0:0). Nach dem Abstieg der Ersten, müssen die TSVer zwangsweise in die 1. Kreisklasse. „Wir wollen die Saison aber ordentlich zu Ende bringen“, kündigte TSV-Coach Andreas Dietrich an. Er hatte nur zwei Einwechselspieler dabei und musste zwei Akteure aus der Vierten einsetzen. Die Gäste verschafften sich zunächst ein Übergewicht und vergaben in der ersten Viertelstunde zwei klare Torchancen. Zudem hämmerte Julian Eilers einen Elfmeter an die Latte. Nach und nach fanden die Gastgeber zu ihrem Spiel und gingen durch einen Doppelschlag /50./52.) von Kristof Kramer und Ninos Yousef 2:0 in Führung. Die Gäste kämpften aufopferungsvoll, doch mehr als der Anschlusstreffer von Julian Eilers wollte nicht herausspringen. TVD-Coach Hendrik Sandkuhl zeigte sich enttäuscht: „Wir müssen bei Halbzeit 3:0 führen und haben uns selbst um den Sieg gebracht.“ Wie es in Ganderkesee weiter geht, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

 Hürriyet - Berne 0:6 (0:3). Schlusslicht Hürriyet will die Saison mit Anstand zu Ende bringen. Auch gegen den Gast aus der Wesermarsch mühten sich die Rot-Weißen nach Kräften, waren letztendlich aber einmal mehr überfordert. Dennis Conze Wichmann (2), Florian Rüscher mit Elfmeter, Nick Fischer, Björn Beilken und Michael Kranz trugen sich in die Torschützenliste ein. Beilken vergab zudem einen Elfmeter. „Wir haben eine ordentliche Leistung abgeliefert. Nicht zufrieden war ich aber mit der Chancenverwertung, denn das hätte zweistellig ausgehen müssen“, analysierte SVG-Trainer Michael Müller.

 Heidkrug - Tungeln kampflos 5:0. Tungelns Trainer Lutz Hofman konnte seine Enttäuschung nicht verbergen. „Das ist der schwärzeste Tag in meiner langjährigen Trainerlaufbahn“, sagte der erfahrene Übungsleiter. Aus seinem Kader standen ihm nur neun Akteure zur Verfügung und aus der Zweiten und Dritten wollte keiner aushelfen. Dabei hatten diese beiden Mannschaften ihre Spiele bereits am Freitag absolviert. „Wir hatten noch eine rechnerische Chance auf den Ligaerhalt. Ich kann das Verhalten der Spieler der beiden unteren Mannschaften nicht verstehen“, konnte Hofmann nur den Kopf schütteln. Enttäuscht war auch Heidkrugs Trainer Selim Karaca. „Vergangene Woche ist Dötlingen schon nicht bei uns angetreten. Wir haben uns auf die Partie gefreut und müssen nun erneut aussetzen“, ärgerte sich der junge Coach. „Tungeln hätte sich noch retten können. Die haben drei Mannschaften, da muss man doch elf Leute auf die Beine bringen“, fügte er hinzu. Am Dienstag wollen er und sein Team den TV Munderloh „ein bisschen ärgern“. Munderloh ist Tabellenführer und befindet sich in einem heißen Titelrennen mit dem VfR Wardenburg und dem FC Hude.