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Fussball-Kreisliga TSV Ganderkesee gewinnt Spitzenspiel gegen SV Baris

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 08.05.2017, 00:22 Uhr

Im Spitzenspiel des 27. Spieltags in der Fußball-Kreisliga hat der TSV Ganderkesee den Rückstand auf Spitzenreiter SV Baris verkürzt. Der Bezirksliga-Absteiger fertigte die Delmenhorster mit 5:1 ab und rückte bis auf fünf Punkte an die Spitze heran – und Baris muss am kommenden Wochenende gegen den Dritten VfR Wardenburg antreten, der auch noch Titelchancen hat. Außerdem fuhren der TV Dötlingen und der SV Achternmeer wichtige Siege auf dem Weg zum Klassenerhalt ein.

 TSV Ganderkesee - SV Baris 5:1. Baris hatte schon das Hinspiel mit 1:6 verloren und ging auch dieses Mal unter. „Wir waren nicht gut und haben verdient verloren“, gab sich Trainer Önder Caki selbstkritisch. Es war eine offene Partie mit vielen Zweikämpfen, die im Laufe des Spiels immer mehr an Härte zunahmen. Bereits nach elf Minuten ging der TSV durch Fabian Mucker mit 1:0 in Führung. Patrick Meyer erhöhte mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern auf 2:0 (31.). Sieben Minuten nach der Pause folgte Muckers zweiter Treffer zum 3:0. Sascha Reepel schoss kurz vor Schluss das 4:0 (83.). Das 1:4 von Mert Caki kam viel zu spät für den SV Baris (87.). Jannik Schrank besiegelte in der Schlussminute den Endstand für Ganderkesee. „Wenn Baris Meister wird, werde ich gratulieren. Aber sie sollten es nicht bei uns schaffen“, sagte Ganderkesees Trainer Ronald Feist.

 TV Dötlingen - Ahlhorner SV 6:2. Nach diesem Sieg gibt es nur theoretische Zweifel am Dötlinger Klassenerhalt. Benjamin Bohrer brachte das Heimteam mit 1:0 in Front (21.), Swen Arkenbout glich jedoch wenig später aus (30.). Mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten (40./44.) sorgte Dötlingens Johan Hannink für eine 3:1-Pausenführung. Nach dem Wechsel brachte Hung Vong Qunc den Ahlhorner SV wieder auf 2:3 heran (65.), doch Benjamin Bohrer (70.) und zweimal Jan Mewis (83., 90.) sorgten für den verdienten Heimsieg der Dötlinger. Hannink war mit seinen zwei Toren und drei Vorlagen der Mann des Spiels. Dötlingens Trainer Markus Welz war erleichtert: „Ich denke, dass es das jetzt war. Wir bleiben drin, jetzt können wir erstmal durchatmen.“

 KSV Hicretspor - FC Huntlosen 0:2. In einem ausgeglichenen Spiel hatte Huntlosen das glücklichere Ende für sich. Beide Mannschaften ließen über de gesamte Spielzeit wenig zu und agierten geschlossen. Erst in der 79. Minute nutzte Huntlosen eine Ecke zur Führung, Felix Dalichau verwandelte diese per Kopf. In der 85. Minute wurde Hicretspors als Torwart eingesprungener Rechtsverteidiger Mustafa Yildiz zum Pechvogel des Tages, als er einen Ball, der ihm heruntergefallen war, beim Versuch ihn erneut aufzunehmen über sich selbst hinweg ins eigene Tor beförderte. „Es war ein gutes Spiel von uns, aber wir wurden nicht belohnt“, sagte Hicretspors Trainer Timur Cakmak, dessen Team bereits als Absteiger feststeht. Zuspruch gab es von Huntlosens Coach Andree Höttges: „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Wir haben heute mit sehr viel Glück die drei Punkte mitgenommen.“

 TV Jahn - SV Achternmeer 2:3. Jahn hätte im Abstiegskampf gegen den direkten Konkurrenten schon alles klar machen können, ist nun aber drei Spieltage vor Schluss bei acht Punkten Vorsprung rechnerisch noch nicht gerettet. „Achternmeer hatte eindeutig die bessere Einstellung“, sagte Jahns Co-Trainer Frank Palubitzki. Sein Team führte bereits nach vier Minuten durch ein Tor von Bekir Yapici, kassierte aber den Ausgleich durch einen umstrittenen Handelfmeter von Robin Johanning in der 45. Minute. Achternmeers Spielertrainer Andre Haake erzielte nach einer schönen Hereingabe von Lando Kropp das 2:1 (61.), und Maik Böttcher vollendete acht Minuten später nach Vorarbeit von Haake zum 3:1. Einige Minuten später schwächte sich Jahn selbst: Kenneth Eze sah nach einer Tätlichkeit Gelb-Rot. Dennoch kamen die Delmenhorster noch einmal heran, als ein Palubitzki-Schuss von Achternmeers Sören Kleen ins eigene Tor abgefälscht wurde (83.). Achternmeer ließ aber nichts mehr anbrennen. Trainer Haake jubelte: „Wir haben ein geiles Spiel gemacht.“

 TSV Ippener - SVG Berne 4:1. Zana Ibrahim per Strafstoß (22.), Mikael Blümel (33.), Ali Hazimeh (79.) und Bassal Ibrahim (87.) schossen Ippeners Tore, die unterlegenen Berner kamen nur zum 1:4 durch einen Elfmeter von Sebastian Gonschorek. „Wir hätten höher gewinnen müssen“, fand Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani, sein Berner Kollege Michael Müller meinte aber: „Der Schiedsrichter hat auch seinen Teil beigetragen.“