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Fussball-Kreisliga TSV Ganderkesee gewinnt Spitzenspiel gegen TV Munderloh

Von Lasse Bahlmann, Lasse Bahlmann | 30.10.2016, 22:12 Uhr

In der Fußball-Kreisliga hat sich nach dem führenden SV Baris Delmenhorst, der beim Tabellendritten VfR Wardenburg mit 3:1 siegte, auch der TSV Ganderkesee durchgesetzt. Der Zweite kam gegen den TV Munderloh, Nummer vier, zu einem 5:3. Die Spiele KSV Hicretspor gegen SV Achternmeer (2:2) und TV Jahn gegen SVG Berne (0:0) endeten mit Unentschieden. Der TSV Ippener behauptete sich mit 6:2 beim Ahlhorner SV.

TSV Ganderkesee – TV Munderloh 5:3. Im Spitzenspiel setzte sich das Heimteam durch und schob sich wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor. Das Treffen begann furios, denn mit dem ersten Angriff nach dem Anstoß brachte Christoph Stolle den TSV in Front. Sechs Minuten später erzielte Michael Eberle das 2:0, Robin Ramke erhöhte auf 3:0 (25.). Munderloh gab sich jedoch nicht auf und kam durch zwei Tore von Mirco Klaener (28.) und Andre Hesselmann (30.) binnen kürzester Zeit auf 2:3 heran. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff gelang Paul Kohlschein das 4:2 für die Heimmannschaft (36.).

Nach dem Wiederanpfiff sorgte Dariusch Azadzoy per Foulelfmeter mit dem 5:2 für die Vorentscheidung zugunsten des TSV Ganderkesee (51.). Ebenfalls per Strafstoß verkürzte Andy Brinkmann für den TV Munderloh noch auf 3:5 (82.). Ronald Feist, Trainer des TSV Ganderkesee, sagte: „Wir wollten direkt von Anfang an schnelles Pressing spielen und Druck aufbauen, das hat geklappt. Nach dem 3:0 sagte ein Spieler neben mir auf der Bank, in der Bundesliga sei ein Spiel nach einem 3:0 schon gelaufen. Darauf antwortete ich, dass wir aber nicht in der Bundesliga, sondern in der Kreisliga spielen. Da ist ein Spiel nie gelaufen.“

KSV Hicretspor Delmenhorst – SV Achternmeer 2:2. Der Tabellenletzte Hicretspor empfing den ebenfalls in der unteren Tabellenhälfte stehenden SV Achternmeer mit der Absicht, drei Punkte zu behalten. Dieser Plan ging allerdings nicht ganz auf. Zunächst schien es sogar, als sollte er scheitern. Robin Johanning brachte Achternmeer mit einem Doppelschlag innerhalb von elf Minuten (19., 29.) mit 2:0 in Führung. Samet Polatgil erzielte in der 38. Minute den Anschlusstreffer. Kurz vor der Pause glich Alper Cakir zum 2:2 aus (42.). In der zweiten Halbzeit hatten beide Teams ihre Chancen, keines konnte sich aber entscheidend durchsetzen. „Angesichts der Umstände bin ich zufrieden. Uns fehlen wichtige Leute, Stammkräfte, die wir nicht eben so ersetzen können“, sagte KSV-Interimstrainer Mithat Uzun: „Nach dem 2:2 hatten wir Chancen zum 3:2 oder 4:2, aber wir haben sie nicht genutzt.“

TV Jahn Delmenhorst – SVG Berne 0:0. In einer unspektakulären Partie war eine Gelb-Rote Karte für den Delmenhorster Thomas Keilbach wegen wiederholten Foulspiels in der 65. Minute das einzige nennenswerte Ereignis. Timur Cakmak, Trainer des TV Jahn, meinte: „Es war wirklich eine ereignisarme Begegnung. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen, aber nichts Großartiges. Wir waren in der zweiten Halbzeit etwas besser.“

Ahlhorner SV – TSV Ippener 2:6. Mit einer ganz starken Vorstellung setzte sich Ippener auch in der Höhe verdient durch. „Wir waren eindeutig die bessere Mannschaft und haben mit einfachsten Mitteln, so wie man sie in der Jugend lernt, ein ums andere Mal das gegnerische Mittelfeld und die Abwehr ausgehebelt“, lobte Ippeners Spielertrainer Andreas Lorer den Auftritt seiner Elf.

Zana Ibrahim (13./81.), Mikael-Cihan Blümel (19.), Lorer (35./78.) und Ümit Yildiz (77.) schossen die Tore für die Gäste. Swen Arkenbout (13., zum 1:1) und Pierre Ritter (49., zum 2:3) trafen für Ahlhorn, das zunächst noch etwas mithalten konnte. Doch vor allem nach dem Wechsel dominierte der TSV aufgrund seiner spielerischen Qualitäten das Geschehen. „Wir hätten auch zweistellig gewinnen können“, meinte Lorer.