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Fußball-Kreisliga TSV Ganderkesee lässt zwei Punkte liegen

Von Andreas Bahlmann, Andreas Bahlmann | 02.04.2017, 22:31 Uhr

In der Kreisliga der Fußballer haben sowohl der führende SV Baris (2:0 in Ippener) als auch die Nummer zwei VfR Wardenburg (3:1 in Ahlhorn) Erfolge gesammelt. Der Dritte TSV Ganderkesee kam hingegen über ein 1:1 gegen Großenkneten nicht hinaus. Der Vierte des Spitzenquartetts, der TV Munderloh, behielt in Berne mit 3:1 die Oberhand. Schlusslicht KSV Hicretspor trotzte dem TuS Heidkrug mit 3:3 einen Punkt ab. In einem Duell zweier Kellerkinder freute sich der TV Jahn über ein 4:0 gegen Wildeshausen II.

TSV Ganderkesee – TSV Großenkneten 1:1. Ganderkesees Trainer Ronald Feist fand: „Wir waren nicht zwingend genug in unseren Aktionen.“ Nach torloser erster Halbzeit erzielte Michael Eberle in „Weltklasse-Manier“ das 1:0, als er einen 20-Meter-Freistoß in den Winkel platzierte (48.), Ganderkesee erarbeitete sich weitere Chancen, bekam aber nicht den richtigen Zugriff und ließ den letzten Biss vermissen. Großenkneten sorgte bei Standardsituationen immer wieder für Gefahr. In der 70. Minute scheiterte Ganderkesees Michael Eberle mit einem Elfmeter an Marco Schöhnbohm. Das Ausgleichstor fiel in der Schlussminute nach einem langen Einwurf, den Timo Pöthig mit dem Schienbein ins Tor lenkte. Großenkneten-Trainer Klaus Delbanco sagte: „Wir hatten einige sehr gute Chancen.“

SVG Berne – TV Munderloh 1:3. Bernes Coach Michael Müller: „In der ersten Halbzeit haben wir stark gespielt. Chancen waren da, aber wir haben nicht nachgelegt.“ Bernes Nico Kruck erzielte das 1:0 (21.). In der 55. Minute glich Carsten Köhler aus. In der 67. Minute gelang Bendix Schröder das 1:2. Den Schlusspunkt setzte Patrick Seeger in der 79. Minute. Bernes Fabian Neumann sah die Gelb-Rote Karte (wiederholtes Foulspiel, 76.). Kruck wurde in der 94. Minute nach einer Notbremse des Feldes verwiesen. Heiko Schwarting (Co-Trainer Munderloh): „Dieses Spiel bewegte sich für uns zwischen absoluter Katastrophe in der ersten und ganz anschaulich in der zweiten Halbzeit.“

TSV Ippener – SV Baris Delmenhorst 0:2. In den ersten 20 Minuten setzte Ippener den Tabellenführer, der mit dem schwer zu bespielenden Untergrund Probleme hatte, stark unter Druck. Dann kam Baris jedoch zu einigen Gelegenheiten. Ippeners Keeper Tuna Sahinkaya entschärfte eine Großchance von Dennis Kuhn. In der 42. Minute sah Ippeners Shevan Dixon wegen groben Foulspiels die Rote Karte. In der 58. Minute brach Shewket Barakat Osef für Baris den Bann und erzielte das 1:0. Kuhn erhöhte elf Minuten später auf 2:0. „Es war ein sehr gutes Spiel. Glückwunsch an Baris für die zweite Halbzeit. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, erklärte Ippeners Trainer Chawkat El Hourani. Sein Kontrahent Önder Caki: „Das war auf jeden Fall ein schweres Spiel für uns. Das Feld ist ein Acker.“

TV Jahn Delmenhorst – VfL Wildeshausen II 4:0. „Das Ergebnis trügt, denn eigentlich war es eher ein 5:5- oder 6:6-Spiel. Aber irgendwann spürst du da draußen, dass du kein Tor schießen wirst“, sagte der Wildeshauser Coach Arend Arends. Im Abstiegsduell der beiden direkten Konkurrenten ließen die Wildeshauser wichtige Punkte liegen, während Jahn sich von der Abstiegszone etwas absetzen konnte. Es war eine offen und fair geführte Partie, in der die Gäste sich ein spielerisches Übergewicht erarbeiteten, jedoch zu nervös agierten und ihre Chancen nicht nutzten.

Das 1:0 fiel durch einem Strafstoß, der entstand, als ein Abwehrspieler mit der Hand auf den Ball fiel. Alexander Sinn verwandelte sicher (19.). Kenneth Thomas Eze erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (40.). In der 68. Minute sorgte David Uyar für das 3:0. Den Schlusspunkt setzte Sven Flachsenberger in der 81. Minute mit einem Eigentor, wobei er eine Flanke ins Tor ablenkte. Dieser Abschluss passte zu einem insgesamt unglücklichen Spiel des VfL Wildeshausen II. Andreas Busch, der den TV Jahn trainiert, erklärte: „Spielerisch war das keine Glanztat, es war mehr Kampf und Krampf als spielerische Intelligenz. Wir haben unsere Chancen genutzt und das war heute entscheidend.“

Ahlhorner SV – VfR Wardenburg 1:3. Dennis Beckmann brachte die Wardenburger mit einem Volley-kracher aus der Distanz in Führung (9.). Eine Unkonzentriertheit nutzte Till-Jasper Ohlhoff zum 1:1 (23.). Tim Conring erzielte in der Nachspielzeit (45.+1) das 1:2. In der zweiten Halbzeit machte der ASV mächtig Druck, vergab aber gute Chancen. In der 83. Minute wurde er ausgekontert: Kolja Schrinner sorgte für das 1:3. „Das Ergebnis passt. Nur damit bin ich zufrieden“, sagte VfR-Trainer Jörg Beckmann.

KSV Hicretspor – TuS Heidkrug 3:3. Heidkrugs Trainer Selim Karaca geriet nach dem Schlusspfiff ins Schwärmen: „Diese Partie hat richtig Spaß gemacht, so fair sollte es eigentlich immer zugehen. Das Ergebnis ist gerecht.“ Hicretspor, eigentlich abgeschlagen, spielte befreit auf und beeindruckte mit spielerischer Stärke. So geriet Heidkrug in Verlegenheit und nach Toren von Emre Hitaloglu (50.) und Üzeyir Kanli (62.) in Rückstand. Dann ergriffen die Gäste die Initiative, scheiterten aber immer wieder am starken Keeper Yusuf Bilal Polat. Durch einen Doppelschlag gelang Nils Giza (80. und 83.) der Ausgleich. In der 88. Minute nahm Waldemar But den Ball nach einer Ecke mit dem Kopf an und traf aus 16 Metern zum 3:2 für Heidkrug. Hicretspor bewies Moral und wurde belohnt. Seyfali Sarilmaz erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich und mit einem traumhaften Volleyschuss. Hicretspors Trainer Timur Cakmak sagte: „Wir haben wieder Spaß am Fußball und sehen die verbleibenden Spiele als Tests für die Kreisklasse.“

Harpstedter TB – TV Dötlingen 3:3. Dötlingens Trainer Markus Welz freute sich über den Punkt: „Das war ein Last-Minute-Unentschieden. Meine Jungs haben eine sehr gute Moral bewiesen.“ Hauke Glück (26.) und Jannis Bunzel (38., Foulelfmeter) sorgten für die Dötlinger 2:0-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber nachlässiger. Julian Eilers (52.) verkürzte, doch schon sieben Minuten später stellte Glück mit dem 3:1 den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Ein Drehschuss von Vadim Stubbla rollte im Fünfmeterraum drei Harpstedtern, einschließlich Torwart Christoph Möder, durch die Beine zum 3:2 ins Tor (65.). Das 3:3 erzielte Jan Mewis in der 90. Minute. Harpstedts Trainer Jörg Peuker war bedient: „Das ist eine gefühlte Niederlage. Ich würde gerne mal wieder ein Gegentor kassieren, von dem ich sagen kann, dass wir nichts dazu getan haben.“

SV Achternmeer – FC Huntlosen 1:0. Achternmeers Spielertrainer Andre Haake meinte nach zuvor drei Niederlagen. „Der Sieg war ein bisschen glücklich, aber wir haben ihn uns erkämpft.“ Auf dem schwer bespielbaren Boden entwickelte sich eine mit kämpferischem Einsatz geführte Partie. Der Siegtreffer fiel nach einer Standardsituation: Der aufgerückte Tobias von der Pütten traf nach einer Ecke (20.). Mehrere Großchancen der Gäste wurden auf der Linie geklärt und von Achternmeers Torwart Joshua Niemann pariert. Huntlosens Trainer Andree Höttges: „Um einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden zu erreichen, haben wir zu wenig gemacht.“