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Fußball-Kreisliga TSV Ganderkesee verspielt wohl die letzte Titelchance

Von Lasse Bahlmann, Andreas Bahlmann und Daniel Niebuhr | 13.05.2017, 01:10 Uhr

In der Fußball-Kreisliga muss der Tabellenzweite TSV Ganderkesee die Meisterschaft nach dem 3:4 gegen den TV Munderloh wohl abschreiben. Der VfL WIldeshausen II ist am Freitagabend endgültig abgestiegen.

Der SV Baris hat in der Fußball-Kreisliga zum Auftakt des drittletzten Spieltags am Freitagabend zwar gar nicht gespielt, durfte aber dennoch jubeln. Durch das 3:4 von Verfolger TSV Ganderkesee beim TV Munderloh können die Delmenhorster am Sonntag mit einem Sieg gegen den Tabellendritten VfR Wardenburg vorzeitig Meister werden. Die Abstiegsfrage ist bereits geklärt.

 TV Munderloh - TSV Ganderkesee 4:3. Es war ein offenes Spiel, das hin und her schwankte. Ganderkesee ging in der 13. Minute aus dem Nichts durch einen Kopfball von Christoph Stolle in Führung. Munderloh blieb dran und glich in der 33. Minute ebenfalls per Kopfball durch Alexander Von-der-Decken aus. Fünf Minuten später führten die Gäste wieder, Michael Eberle verwertete einen Querpass zum 2:1. Nach der Pause machte Munderloh stark weiter, Oliver Rauh staubte einen vom Torwart nach vorne abgewehrten Ball zum 2:2 ab (55.). Kurze Zeit später brachte Sven Hörnlein das Heimteam zum ersten Mal in Führung (58.). Für die letzten 20 Minuten stellte Ganderkesee nun auf eine Dreierkette um und wurde prompt ausgekontert, Oliver Rauh vollendete zum 4:2 für Munderloh (77.). Das dritte Tor für Ganderkesee durch Marko Schrank kam zu spät. „Ich kann nicht mit der Leistung zufrieden sein, muss es aber angesichts der Elf, die ich heute auf dem Platz hatte“, sagte TSV-Trainer Ronald Feist. Munderloh-Coach Ralf Eilenberger fand: „Ein schönes Spiel. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen.“

 VfL Wildeshausen II - TSV Großenkneten 0:3. Die Wildeshauser Niederlage besiegelte den Abstieg der VfL-Reserve, allerdings war der Fußball Nebensache. Der Wildeshausener Philipp-Andre Finger und Großenknetens Torwart Sven-Ole Hemme prallten zusammen, beide mussten ins Krankenhaus gebracht werden. „Leider hat Sven wohl eine Gehirnerschütterung. Das Spiel rückt ein bisschen in den Hintergrund“, meinte Großenknetens Trainer Klaus Delbanco. Seine Mannschaft stellte die Weichen schnell auf Sieg. Ein Doppelschlag von Philipp Heitmann in der 24. und in der 27. Minute brachte eine 2:0-Führung für die Gäste, die bei etlichen Wildeshauser Chancen aber auch Glück hatten. Kurz vor Schluss erhöhte Timo Pöthig auf 3:0 für Großenkneten. „Wir sind abgestiegen. Das Spiel war ein Spiegelbild der Saison. Wir haben kein gutes Spiel gemacht“, stöhnte VfL-Trainer Arend Arends.

 SV Achternmeer - KSV Hicretspor 2:2. Nach torloser erster Hälfte ging Hicretspor durch Üzeyir Kanli (52.) und Izzet Saglam (57.) verdient mit 2:0 in Führung. Dann aber häuften sich Undiszipliniertheiten bei den Gästen und das Schlusslicht schwächte sich selbst: erst eine Gelb-Rote Karte durch wiederholtes Foulspiel nach einer Stunde, dann zwei Rote Karten wegen Nachtretens (63.) und wegen des Abwerfens eines Gegenspielers (90.+6). Achternmeer kam durch Robin Johanning (64., 90.+2) noch zum Ausgleich.

 Harpstedter TB - FC Huntlosen 3:2. Auf der Zielgeraden der Saison kommt der Harpstedter TB doch noch mal in Fahrt. Beim dritten Sieg in Folge schossen A-Jugend-Spieler Niklas-Marvin Fortmann (40.) und Nils Klaassen (46./68.) die HTB-Treffer. Huntlosen konnte in der 61. und 80. Minute durch Felix Dalichau und Dennis Petko jeweils nur verkürzen. „Wenn wir das noch verspielt hätten, wäre ich im Boden versunken“, meinte Harpstedts Coach Jörg Peuker.