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Fußball-Kreisliga TSV Ippener fegt TSV Ganderkesee vom Platz

30.08.2017, 00:56 Uhr

er/laba/bahl/frb Delmenhorst. In der Fußball-Kreisliga wartet der TV Jahn Delmenhorst weiter auf den ersten Punkt. Beim VfR Wardenburg setzte es für die Jahner eine 2:3-Pleite.

An der Tabellenspitze liegen vier Mannschaften mit einer makellosen weißen Weste: Spitzenreiter TSV Ippener (5:0 gegen TSV Ganderkesee), der FC Hude (2:1 gegen SVG Berne), der Harpstedter TB (4:1 gegen den TV Dötlingen) und der TuS Heidkrug (3:2 gegen Ahlhorn), der in der Nachspielzeit noch sein Spiel gewann.

 Ippener - Ganderkesee 5:0. Angeführt von einem überragenden Hayri Sevimli errang der Spitzenreiter den vierten Sieg im vierten Spiel. Nachdem die Ganderkeseer während der ersten zehn Minuten den Ton angaben, bescherten Zinar Sevimli (21.) und dessen Bruder Hayri (26.) dem Gastgeber die 2:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel agierte der TSV erneut überlegen, doch dann markierte Markus Wloka das 3:0 (57.). In der 61. Minute spielte Ganderkesees Torwart Nils Jonasson den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand und sah die Rote Karte. Den Freistoß verwandelte Lamin Sillah zum 4:0. In der 67. Minute gelang Bassal Ibrahim das 5:0. „Alle Spieler waren gut. Eigentlich wollte ich niemanden auswechseln. Nach dem 5:0 habe ich es aber doch getan“, meinte Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani.

 Harpstedt - Dötlingen 4:1. Viertes Spiel, vierter Sieg. Alles im Lot beim Harptedter TB? Nur teilweise. „Die erste Halbzeit war richtig Scheiße“, sagte HTB-Trainer Jörg Peuker, der von einer deftigen Kabinenansprache berichtete. „Ich bin da ausgerastet wie selten zu zuvor.“ Peuker ärgerte sich über mangelnde Laufbereitschaft, fehlenden Einsatz und schlechtes Abwehrverhalten. Dötlingen führte folgerichtig durch den Ex-Harpstedter Roman Seibel mit 1:0 (4.). Mit dem Pausenpfiff glich der HTB dennoch durch Hannes Neuhaus zum 1:1 (45.). Nach dem Wechsel lief es bei den Platzherren dann viel besser. Aufbauend auf einer guten Defensivordnung hatte Harpstedt das Geschehen besser im Griff. Die Folge: drei Tore durch Nilas Klaassen (49./83.) und Niklas-Marvin Fortmann (63.) zum 4:1-Erfolg.

 Hude - Berne 2:1. Auch der FC Hude landete den vierten Sieg im vierten Spiel. Es war allerdings keine Glanzleistung, die die Gastgeber zeigten. Sondern es war ein, wie es FCH-Trainer Lars Möhlenbrock formulierte, „Dreckssieg“. „Aber es ist gut zu wissen, dass die Jungs auch solche Spiele gewinnen können.“ Die Huder Treffer fielen fast nach dem identischen Muster – nämlich über die Flügel. Beim 1:0 durch einen Kopfball von Baris Sarikaya spielte sich Hude über rechts durch (10.), beim 2:1 verwertete Alexander Schmidt am langen Pfosten stehend eine Linksflanke (25.). Dazwischen lag der Berner 1:1-Ausgleich nach einer Standardsituation. In einer intensiven Begegnung musste Hude viele lange Wege gehen, um sich Räume zu erarbeiten. „Berne hatte ein klasse Stellungsspiel und hat das Spiel immer geschickt verschleppt“, erklärte Möhlenbrock die teilweise zähen Offensivbemühungen seiner Mannschaft. Am Ende stand ein knapper, aber verdienter Sieg für Hude, wenngleich die Gäste bei ruhenden Bällen immer gefährlich waren.

 SV Atlas II – FC Huntlosen 1:1. Trotz zahlreicher Gelegenheiten mussten sich die Delmenhorster gegen den FCH, der den ersten Punkt erbeutete, mit einem Unentschieden begnügen. Nach einem Freistoß köpfte Stefan Merz den Ball bereits nach drei Minuten zum 0:1 in die Maschen. „Danach haben wir einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, meinte SVA II-Trainer Sven Schlundt. Dann jedoch übernahm sein Team das Kommando und verzeichnete bereits vor der Pause einige hochkarätige Chancen, die nichts Zählbares brachten. „Wir haben zweimal die Latte und einmal den Pfosten getroffen“, sagte Schlundt. Auch im zweiten Abschnitt verpasste SVA II gute Gelegenheiten. Eine Chance jedoch nutzte Patrick Klenke in der 75. Minute zum 1:1. Schlundt: „Wir hätten, fünf sechs Tore machen müssen.“

 TuS Heidkrug – Ahlhorner SV 3:2. Durch zwei Treffer in der Schlussphase melden die Hausherren nach vier Partien optimale zwölf Punkte. Marvin Lohfeld brachte den TuS nach 27 Minuten in Führung, die Volkan Cabuk in der 43. Minute egalisierte. Christoph Benkendorf gelang in der 64. Minute die Führung für die Ahlhorner. In der 84. Minute traf Irfan-Zeki Gök zum 2:2. Das viel umjubelte 3:2 ging in der Nachspielzeit auf das Konto von Mannschaftsführer Waldemar But, der einen Foulelfmeter Elfmeter verwandelte (90.+4).

„Es war ein taktisch geprägtes Spiel, in dem uns die Anfangsphase gehörte“, stellte TuS-Coach Selim Karaca fest. Danach sei Ahlhorn stärker geworden und verdientermaßen zum 1:1 gekommen. Nach der Pause, so Karaca, sei der Gegner zunächst bissiger und agiler aufgetreten. „Die letzten 20 Minuten gehörten dann aber wieder uns“, sagte der Trainer der Heidkruger. Insgesamt, so Selim Karaca, sei der Sieg glücklich. „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, fügte er hinzu.

 Wardenburg – TV Jahn Delmenhorst 3:2. Warden burgs Held an diesem Abend hieß Tim Conring. Seine drei Treffer retteten dem VfR drei Punkte in einer zum Ende hin engen Partie. Marcel Maus brachte die Gäste mit 1:0 in Führung (18.). Dann drehte Conring das Spiel für die überlegenen Wardenburger mit seinen drei Toren (19./62., Foulelfmeter/78.) – 3:1. Nachdem Nico Legenhausen aber den TV Jahn wenig später auf 2:3 heranbrachte (80.), wurde das Spiel noch einmal spannend, aber Wardenburg brachte den Sieg über die Zeit. VfR-Coach Sören Heeren war nicht vollends zufrieden: „Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen.“ Jahn-Trainer Frank Palubitzki haderte: „Wir kriegen im Moment unsere PS nicht auf den Rasen. Es wird Zeit, dass das möglichst bald passiert.“

 TSV Großenkneten - TV Munderloh 1:1. Nach drei Niederlagen holte der TV Munderloh den ersten Punkt. Das Unentschieden ging in Ordnung, wie Großenknetens Trainer Klaus Delbanco meinte. „Die erste Halbzeit gehörte uns, die zweite Munderloh.“ Colin Deepe brachte den TSV in Führung, als er einen TVM-Einwurf erlief und ins leere Tor schoss (45.). Den 1:1-Ausgleich markierte Munderlohs Lennart Siebrecht mit einem 18-Meter-Freistoß in den Winkel (82.). In der Schlussminute sah ein Munderloher noch die Gelb-Rote Karte.