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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug fertigt den TV Jahn mit 5:1 ab

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 13.08.2017, 23:03 Uhr

Mit einem eindrucksvollen 5:1 über den Stadtrivalen TV Jahn hat der TuS Heidkrug einen hervorragenden Start in die Fußball-Kreisliga hingelegt. Der TSV Ippener untermauert seine Ambitionen – trotz 68-minütiger Unterzahl.

 TuS Heidkrug – TV Jahn 5:1. Ein Tor fehlte Heidkrug nur zur Tabellenführung nach dem ersten Spieltag – allerdings ist der Sieg etwas zu hoch ausgefallen. „Das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg“, fand Jahn-Trainer Andreas Busch. In der Tat machte Jahn zu Beginn das Spiel, kam auch zu einigen guten Chancen, scheiterte aber an der fehlenden Präzision. Heidkrug konterte in der 28. Minute dagegen effizient: Marvin Lohfeld traf nach einem Torwartfehler. In der 41. Minute kam Jahn per Distanzschuss von Alioune Badara Youm zum Ausgleich. Zwei Minuten später wurde dann allerdings ein Pass in den Strafraum von den Gästen zu naiv verteidigt, Waldemar But schoss aus elf Metern zur erneuten Heidkrüger Führung ein. Davon geschockt stand die Abwehr des TV Jahn auf wackligen Beinen, was Gabriel Kaya in der 45. Minute zum 3:1 nutzte. „Wir haben heute vieles falsch gemacht, der Gegner dafür vieles richtig. Heidkrug war einfach effizienter“, bilanzierte Busch. Nach Wiederanpfiff versuchte Jahn, das Spiel zu drehen, kassierte am Ende aber eine Klatsche: Luca Reinhold (58.) und Irfan-Zeki Gök (75.) sorgten für den 5:1-Endstand für die Heidkruger. Wegen einer Gelb-Roten Karte in der 76. Minute beendete Jahn das Spiel sogar noch in Unterzahl. Der Heidkriger Co-Trainer Jorge Jacinto erklärte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit im Mittelfeld sehr gutes Pressing gespielt.“ Anders als Busch fand er: „Der Sieg ist in der Höhe verdient. Als Trainer freut es einen besonders, wenn die Jungs ein super Spiel machen und bis zum Ende konzentriert durchspielen.“

 Delmenhorster TB – SV Atlas II 2:3. Atlas-Trainer Sven Schlundt freute sich über den Sieg Am Kleinen Meer – schließlich hatte es in der Vorsaison zwei Pleiten gegen den DTB gegeben: „Wir hatten gegen diesen Gegner etwas gutzumachen.“ Auch mit Unterstützung von Spielern aus dem Oberliga-Kader war es aber ein schweres Stück Arbeit. Die rund 100 Zuschauer mussten bis zur 40. Minute auf das erste Tor warten, dann brachte Lukas Matta die Gäste mit 1:0 in Führung. Noch vor der Halbzeit glich DTB-Torjäger Daniel Fastenau aus (45.). Eine gute Viertelstunde nach Wiederanpfiff vergab das Heimteam eine große Möglichkeit, im direkten Gegenzug brachte Thade Hein die Atlas-Reserve wieder in Front (58.). In dieser Phase merkte man dem DTB langsam konditionelle Probleme an. Trainer Andre Tiedemann ärgerte sich: „Wir mussten vier verletzungsbedingte Auswechslungen hinnehmen, da kann man leider nicht wechseln, wenn jemand platt ist.“ Drei Minuten nach dem 2:1 erzielte Murat Aruk das 3:1. Der Anschlusstreffer durch Zinar Alkas per Elfmeter (90.+2) zum 2:3 kam zu spät – obwohl der DTB mit der letzten Aktion des Spiels beinahe noch den Ausgleich erzielt hätte. Atlas-Coach Schlundt war glücklich mit dem Ausgang der Partie: „Wir sind natürlich zufrieden, dass wir das Auftaktspiel gewonnen haben.“ Andre Tiedemann lobte seine Mannschaft trotz der Niederlage: „Meine Jungs haben gut gekämpft, ich kann ihnen keinen Vorwurf machen.“

 TSV Ippener – SVG Berne 3:0. Vor der Saison hatte Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani noch angekündigt hatte, die Fairnesstabelle sei für ihn ebenso wichtig wie das sportliche Abschneiden – zumindest in einer Kategorie hat seine Mannschaft gestern geglänzt. Gegen Berne hatte der TSV keine Mühe – trotz einer frühen Roten Karte. In der 3. Minute verwandelte Hayri Sevimli eine Ecke direkt und brachte Ippener mit 1:0 in Führung. In der 22. Minute folgte aber der Schock: Alexander Rautenhaus musste wegen einer Notbremse frühzeitig duschen gehen und Ippener spielte über eine Stunde lang in Unterzahl. Bis zur Halbzeit tat sich zunächst nicht mehr viel. Danach blieb Ippener am Drücker, in der 78. Minute erzielte Hayri Sevimli das 2:0. „Die ersten beiden Tore waren unglückliche Torwartfehler“, sagte Bernes Trainer Michael Müller, der seiner Mannschaft kein gutes Zeugnis ausstellte: „In der ersten Hälfte des Spiels haben wir schlecht gespielt, und in der zweiten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, vernünftig zu kontern.“ Sevimli besorgte in der vierten Minute der Nachspielzeit den Endstand. „Wir hätten sogar mit zehn Mann noch 5:0 gewinnen müssen“, fand El-Hourani und lobte die Einstellung seiner Mannschaft: „Die Jungs haben super gekämpft.“