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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug hadert nach 2:2 mit dem Schiedsrichter

Von Manfred Nolte | 01.11.2015, 21:54 Uhr

Vier Tore, zwei Platzverweise, zwei nicht gegebene und ein zurückgenommener Elfmeter: Im Stadtderby der Fußball-Kreisliga zwischen dem TuS Heidkrug und dem KSV Hicretspor war beim 2:2 (1:1) eine Menge los. Ðerweil drohen der FC Hude nach dem 1:1 (1:0) gegen Svpg. Berne den Anschluss an Spitzenreiter VfR Wardenburg zu verlieren.

 Hicretspor - Heidkrug 2:2 (1:1). Jede Menge Hektik gab es an der Düsternortstraße, wo die Platzherren in doppelter Unterzahl ein 1:2 noch ausglichen. Heidkrug dominierte die Anfangsphase. Niklas Bädjer scheiterte an der Latte und ein Treffer wurde aberkannt. Wie aus heiterem Himmel erzielte Thurgay Thuran (34.) den Führungstreffer für die Platzherren, doch Patrick Klenke gelang kurz vor dem Seitenwechsel der Ausgleich (40.). Mit einem Elfmeter brachte Niklas Bädjer die Gäste in Front (58.). Yusuf Kalmis sah in dieser Situation die Rote Karte. In der 80. Minute verlor Hicret Mesut Yilmaz mit einer Matchstrafe. Mit einem umstrittenen Handelfmeter gelang Izett Saglam der Ausgleich (88.). In der Nachspielzeit entschied Referee Nils Möhlmann auf Elfmeter für Heidkrug, nahm diese Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber zurück. Hicret-Coach Chawkat El-Houraini war zufrieden. „Heidkrug war die bessere Mannschaft. Mein Team hat auch in Unterzahl nicht aufgegeben“, bilanzierte der Coach. Gegenüber Selim Karaca war angefressen. „Die Schiedsrichterleistung war eine Katastrophe. Uns sind zwei Elfer verweigert worden. Der dritte wurde zurückgenommen, obwohl der Schiedsrichter näher am Tatort war als der Assistent. Der Elfmeter gegen uns war eine Lachnummer“, fluchte der TuS-Trainer.

 Tungeln - Hürriyet 3:2 (3:0). Schlusslicht RW Hürriyet verliert mehr und mehr den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen. Dabei waren die Gäste blendend gestartet, mussten in den ersten drei Minuten aber drei Aluminiumtreffer beklagen. Mit dem ersten Angriff brachte Marco Gruel (4.) die Hausherren in Front und zeichnete nach elf Minuten auch für das 2:0 verantwortlich. Daniel Fischbeck erhöhte per Elfmeter (36.). Kurz vor der Pause parierte Tungelns Torhüter Pascal Götz einen Elfmeter von Ridvan Sahin. Im zweiten Abschnitt entfachte das Schlusslicht viel Druck und kam durch zwei von Hayri Sevimli verwandelte Elfmeter auf 2:3 heran. Der verdiente Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen. Referee Bülent Yildiz verteilte elf (8/3) gelbe Karten. „Wir wollten den Vorsprung in Halbzeit zwei über die Runden bringen, haben dann aber nicht mehr zu unserem Spiel gefunden. Der Sieg war glücklich, doch heute zählen nur die Punkte“, lautete das Statement von Tungelns Trainer Michael Leverenz. Gegenüber Murat Turan trauerte einem Sieg hinterher. „Wir haben im Abschluss viel Pech gehabt und nie aufgesteckt. Nach dem 2:3 haben wir die besten Chancen vergeben. Wir schaffen den Klassenerhalt“, so ein zuversichtlicher Hürriyet-Coach.

 Dötlingen - Munderloh 3:3 (2:2). „Wir haben mehr als eine Halbzeit lang nach einer Roten Karte gegen Mats Johannson in Unterzahl gespielt. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie noch den Ausgleich geschafft hat“, lobte der Dötlinger Coach Georg Zimmermann. Munderlohs Co-Trainer Heiko Schwarting war verärgert. „Wir haben die Überzahl nicht genutzt. Wir waren ständig in Ballbesitz, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. In der Abwehr waren wir einige Male zu unkonzentriert“, wetterte Schwarting. Johannes Ullerich, Jan Mewis, und Niklas Hiegemann in der Nachspielzeit für Dötlingen sowie Tibor Braun und Andy Brinkmann erzielten die Tore. Dazu kam ein Eigentor von Jonas Krumland.

 Hude - Berne 1:1 (1:0). „Den Punkteverlust haben wir uns selbst zuzuschreiben, da wir eine Fülle bester Torchancen versiebt haben. Sauer bin ich über die Rote Karte gegen Cüneyt Yildiz, die absolut unberechtigt war“, fluchte der Huder Coach Thorsten Voigt. Seine Mannen hatten ein klares Übergewicht, während der Gast auf Konter setzte. Die Huder mussten sich mit einem Eigentor des Berners Pierre Litzcobi begnügen – und nach einem Eckball den Ausgleich von Florian Röhrl schlucken.

 Jahn - Achternmeer 0:4 (0:1). Während sich die Gäste ein Stück aus der Abstiegszone abgesetzt haben, wird die Luft für die Jahner wieder dünner. Der aufgerückte Innenverteidiger Maik Wenzel hatte für die Pausenführung gesorgt und im zweiten Abschnitt trafen Deniz Akman, Maik Wenzel nach einer Ecke sowie Frank Wenzel mit einem Freistoß. Achternmeers Trainer Holger Ordemann freute sich über den Sieg. „Wir standen nach dem 1:0 unter Druck. In der Halbzeit habe ich beide Außenverteidiger ausgewechselt, danach waren wir stabiler“, sagte der SVA-Coach. Jahns Gazmend Klimenta kassierte Gelb-Rot (81.). „Wenn wir hinten liegen, lassen wir die Köpfe hängen. Individuelle Abwehrfehler und unsere Abschlussschwäche haben zur Niederlagen gegen einen keineswegs überlegenen Gast geführt“, ärgerte sich TVJ-Trainer Timur Cakmak.