Ein Angebot der NOZ

Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug kommt in Fahrt, VfR Wardenburg hadert

Von Lasse Bahlmann und Daniel Niebuhr | 10.09.2016, 01:05 Uhr

In den Freitagsspielen der Fußball-Kreisliga kommt es bitter für die Auswärtsteams. Der TSV Ippener verliert beim TuS Heidkrug, Hicretspor in Großenkneten, und Wardenburg lässt in Harpstedt nach 2:0-Führung noch zwei Punkte liegen.

Delmenhorst/Landkreis. In der Fußball-Kreisliga nimmt der TuS Heidkrug nach schwachem Start langsam Schwung auf. Das 4:2 über Aufsteiger TSV Ippener am Freitagabend war der dritte Sieg in den vergangenen vier Spielen. Für den Stadtrivalen KSV Hicretspor setzte es in Großenkneten dagegen eine herbe Niederlage.

TuS Heidkrug - TSV Ippener 4:2. Beide Teams begannen stark, doch Heidkrug erarbeitete sich ein Chancenplus und ging nach 21 Minuten durch Marvin Lohfeld in Führung. Nur eine Minute später sorgte Jesper Müller-Nielsen für das 2:0. Kurz vor der Halbzeit vergaben Kapitän Waldemar But und Jonas Yildiz binnen Sekunden zwei Riesenchancen. Nach der Pause steigerte Ippener sich allerdings und verkürzte nach einer Stunde durch Mikael-Cihan Blümel. Doch die Hoffnung währte nicht lange: Zwei Minuten danach gab es nach einem Foul an Heidkrugs Marvin Lohfeld einen Elfmeter, den Niklas Bädjer verwandelte. Als dann Zana Ibrahim Ippener in der 73. Minute auf 2:3 heranbrachte, nahm die Partie noch einmal ordentlich Fahrt auf. Es gab Chancen auf beiden Seiten, doch Massimo-Markus Neumann machte in der 90. Minute mit dem 4:2 für Heidkrug den Sack zu. „Aufgrund unserer Mannschaftsdisziplin ist dieser Sieg verdient. Individuell ist Ippener besser aufgestellt, aber als Team lagen wir vorne“, meinte Heidkrugs Trainer Selim Karaca.

TSV Großenkneten - KSV Hicretspor 4:0. Die Delmenhorster verschliefen die erste Hälfte, Großenkneten nutzte das eiskalt. Frederik Pannemann erzielte in der sechsten Minute die Führung, Tobias Kropf traf mit der letzten Aktion vor der Pause zum 2:0. „Das war mal wieder ein ganz dummer Fehler von uns“, ärgerte sich Hicretspors Coach Chawkat El-Hourani. Nach dem 3:0 durch Yannick Bauer (65.) sah Gäste-Angreifer Cem Hilken wegen Beleidigung die Rote Karte. Bauer traf dann in der Nachspielzeit auch zum Endstand. „Großenknetens Sieg war verdient. Wir sind zu spät aufgewacht“, sagte El-Hourani nach der dritten Liga-Pleite in Serie. „Ich weiß auch nicht, was bei uns los ist. So viel machen wir nicht falsch. Aber vorne fehlt uns das Glück.“

VfL Wildeshausen II - SVG Berne 4:0. Von der ersten Minute an war Wildeshausen die stärkere Mannschaft und ließ Berne kaum eine Chance. So war das 1:0 in der 25. Minute durch Ole Willms zwangsläufig. Außerdem trafen Florian Düser (30.) und Nico Krumdiek (43.) zur verdienten 3:0-Pausenführung. Nach Wiederanpfiff nahm Wildeshausen das Tempo heraus und erspielte sich kaum noch Chancen. Das 4:0 resultierte aus einem Eigentor von Michael Kranz in der 52. Minute. „Wir waren absolut spielbestimmend. Das Spiel fand fast komplett in der Berner Hälfte statt“, sagte VfL-Trainer Arend Arends. „Das war unsere stärkste Saisonleistung, langsam ist die Handschrift des Trainerteams zu erkennen.“

Harpstedter TB - VfR Wardenburg 2:2. Ein Rückschlag für die ambitionierten Wardenburger. Ole Specht in der 48. und Benjamin Cordoni in der 59. Minute sorgten für die Gäste-Führung. Nach dem 1:2 durch Nils Klaassen in der 63. Minute bekam Harpstedt die zweite Luft und glich wiederum durch Klaassen zehn Minuten vor dem Ende aus. „Wir haben Harpstedt stark gemacht. Am Ende hätten wir sogar noch verlieren können“, sagte Wardenburgs Coach Jörg Beckmann.