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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug macht es beim Delmenhorster TB zweistellig

Von Andreas Bahlmann | 11.11.2018, 21:59 Uhr

Der TuS Heidkrug hat nicht nur die Tabellenführung der Fußball-Kreisliga verteidigt, der Delmenhorster Stadtteilclub hat mit dem 10:2 beim Delmenhorster TB am Sonntag auch den höchsten Sieg seit mehr als zweieinhalb Jahren eingefahren. Im Verfolgerfeld feierten der VfR Wardenburg und der Harpstedter TB wichtige Siege.

Der Kreisliga-Spieltag hatte am Freitag schon kurios begonnen. Das Spiel des TV Munderloh gegen den SV Achternmeer musste wegen eines Flutlichtausfalls kurz vor der Halbzeit beim Stand von 0:0 abgebrochen werden. Die Partie ist inzwischen für den 23. November neu angesetzt und wäre die letzte des Jahres. Überhaupt nicht gespielt wurde beim TV Falkenburg, weil der Aufsteiger für das Spiel gegen den SV Atlas II nicht genügend Spieler zur Verfügung hatte. Ein neuer Termin ist noch nicht gefunden.

 Delmenhorster TB - TuS Heidkrug 2:10. Das Schlusslicht spielte gegen das Spitzenteam – und so sah der Endstand auch aus. Allerdings stand es zur Pause nach zwei Toren von Luca Reinhold (13./33.) und dem DTB-Ausgleich durch Zinar Alkas per Foulelfmeter (19.) nur 2:1 für Heidkrug. Dann schossen die Gäste fünf Tore in acht Minuten: Luca Reinhold (52./56./57.) machte seinen Fünferpack voll, Marvin Lohfeld traf zweimal (53./59.). Martin Hruzik gelang in der 66. Minute das zweite DTB-Tor, ehe Jonas Yildiz (67.), Waldemar But (73.) und Lennart Stöver (76.) für den Endstand sorgten. „Die erste Halbzeit lief nicht so. Nachdem wir unsere Taktik geändert hatten, fielen die Tore zwangsläufig“, sagte Heidkrugs Coach Selim Karaca. DTB-Trainer Andre Tiedemann zürnte: „Da gibt es keine Ausreden mehr. Die können alle Fußball spielen. Wenn du nicht trainierst, dann fehlt dir halt in der zweiten Halbzeit die Kraft.“

 Harpstedter TB - TV Dötlingen 2:0. Dötlingens Trainer Markus Welz musste gleich zwölf Ausfälle kompensieren und war trotz der Pleite milde gestimmt: „Ich kann den Jungs überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben uns als Mannschaft gut verkauft und das Spiel lange offen gehalten.“ Die tief stehenden Dötlinger hatten durch Konter in der ersten Hälfte sogar die besseren Chancen. Mal wieder wachte Harpstedt erst nach einer lauten Halbzeit-Ansprache von Trainer Jörg Peuker auf. Der technisch starke Vizemeister ließ den Ball nun laufen und kombinierte sich zum Sieg. Julian Meyer (65.) und Nils Klaassen (75.) schossen die Tore, doch Peuker war nur bedingt zufrieden: „Meine Mannschaft braucht immer erst einen Tritt. Es ist ja nicht so, dass die Jungs vogelwild ins Spiel geschickt werden. Aber sie trauen sich einfach nicht zu, so ein Spiel mal von Anfang an zu entscheiden.“

 TSV Ganderkesee - TuS Hasbergen 2:1. Es war ein klar verdienter Sieg für Ganderkesee, Hasbergens glänzender Schlussmann Lennart Bonk verhinderte eine Packung für sein Team. „Der Torwart war bei Hasbergen eindeutig bester Mann. Wir hätten aber deutlicher gewinnen müssen. Wir haben mal wieder gezeigt, wie man Konter nicht spielt“, sagte Ganderkesees Trainer Stephan Schüttel. Dank Bonk blieb die erste Halbzeit torlos. Bjarne Walkenhorst gelang gleich in der 46. Minute das 1:0 für die Ganderkeseer, die durch Noah Meißner nachlegten (56.). Hasbergen machte auf, erzielte aber nur noch einen Treffer durch einen Freistoß von Houssein Hazimeh aus 18 Metern in der 77. Minute. TuS-Trainer Tim Müller war trotz der Niederlage „im Großen und Ganzen zufrieden“ mit der Leistung seiner Mannschaft, hätte sich aber in „einigen Situationen doch etwas mehr Glück beim Torabschluss gewünscht“.

 FC Huntlosen - VfR Wardenburg 4:5. „Da wurde wieder was geboten“, sagte Huntlosens Trainer Maik Seeger nach dem Spiel. In der Tat: Die Teams schenkten sich nichts und sorgten für neun Tore, einen Platzverweis und sieben Gelbe Karten. Huntlosen führte durch Johannes Hense (1.) und Sebastian Merz (9.) früh mit 2:0 und verkürzte durch ein EIegentor von Nils Rowold sogar selbst (11.). Nach dem 3:1 von Nils Heimann (26.), glich Wardenburg durch Lukas Menke (35.) und Tim Conrig zur Pause zum 3:3 aus. Conrig brachte die Gäste in der 72. Minute erstmals in Führung, Dennis Beckmann traf für Huntlosen zum 4:4. (84.). Zwei Minuten später flog der erst drei Minuten zuvor eingewechselten Carsten Winter nach grobem Foul mit Rot vom Platz, doch Wardenburg behielt auch in Unterzahl die Nerven. Sven Hörnlein schoss den VfR in der 90. Minute per Freistoß zum Sieg. Wardenburgs Coach Sören Heeren stellte fest: „Wir kriegen es einfach nicht hin, mal einen normalen, ruhigen Sieg hinzulegen.“