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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug schlägt Ahlhorner SV glücklich

Von Andreas Bahlmann | 06.10.2018, 18:08 Uhr

In den fünf Freitagsspielen der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst gab es ausschließlich Favoritensiege. Dabei stoppt der TuS Heidkrug per 2:1 die Siegesserie des Ahlhorner SV (zuvor fünf Dreier).

Großenkneten - TV Jahn Delmenhorst 2:0. Der Sieg des neuen Tabellenführers war unspektakulär, aber verdient. Jahns Co-Trainer Frank Palubitzki, der Chefcoach Arend Arends vertrat, ärgerte sich auch nicht sehr lange über die Auswärtsniederlage: „Wir haben lange gut mitgespielt und auch giftig dagegen gehalten. Aber wir haben nicht gut angegriffen. Im Großen und Ganzen geht der Sieg für Großenkneten völlig in Ordnung.“ In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit verpasste Timo Höffken kurz vor Pause per Großchance die Gäste-Führung. Nach dem Wechsel schlug der TSV dann zwei Mal durch Mattias Asche (58.) und Tobias Schönböhm (64.) eiskalt zu, als die TVJ-Abwehr pennte.

Heidkrug - Ahlhorn 2:1. Heidkrugs Trainer Selim Karaca war nach dem Sieg stolz auf seine Mannschaft. „Ahlhorn hat eine unglaubliche individuelle Qualität, aber wir haben als Mannschaft gut dagegen gehalten, gefightet, gut verteidigt und irgendwie gewonnen.“ Auch, weil der Zweite seine wenigen Chancen durch Jonas Yilidz (39.) und Waldemar But (65.) effektiv nutzte. Die Gäste setzten den Spitzenreiter von Anfang an unter Druck. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das TuS-Tor. Doch Ahlhorn scheiterte wieder einmal an seiner mangelhaften Chancenverwertung. Nur Ole Specht nutzte eine der zahlreichen Möglichkeiten zum zwischenzeitlichen 1:1 (59.). „Das Ergebnis ist eine Katastrophe“, schimpfte ASV-Trainer Servet Zeyrek. „Heute haben wir Einbahnstraßen-Fußball gespielt. Unser Torwart musste sich während des Spiels sogar dehnen, so wenig hatte der zu tun.“ In den hektischen Schlussminuten sah Ahlhorns Bassal Ibrahim noch wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Munderloh- Harpstedter 2:4. Jörg Peuker atmete nach dem Sieg durch Tore von Niklas-Marvin Fortmann (5., Konter nach Pfostenschuss Munderloh/52./78.) und Alexander Bruns (80., Eigentor) tief durch. „Das war nicht so einfach. Wir haben vor der Pause zu lange die Zügel locker gelassen. Unsere Abstände waren zu groß und ich habe in der Halbzeit an einigen taktischen Stellschrauben gedreht“, sagte der HTB-Trainer, war dann aber auch sehr davon angetan, wie sich seine Mannschaft in den zweiten 45 Minuten verkauft hatte. „In der zweiten Halbzeit hatten wir Munderloh im Griff. Die Jungs haben da einfach klasse gespielt.“ Munderloh glich zwar durch Maximilian Pieper zwischenzeitlich zum 1:1 aus (18.), tat für die Offensive aber insgesamt zu wenig. Das 2:4 durch Tim Schaar (82.) kam schließlich zu spät.

Achternmeer - Atlas II 1:7. 45 Minuten lang deutete noch nichts auf einen Kantersieg der Gäste hin. Denn Achternmeer, das auf seinen urlaubenden Trainer Helge Hanschke verzichten musste, führte durch Denis Akman sogar (23.). Doch schon vor der Pause schwanden bei den Gastgebern die Kräfte. Weshalb Emiljano Mjeshtri zum 1:1 ausglich (43.). Knackpunkt war das 2:1 für Atlas durch Dariusch Azadzoy direkt nach der Pause (46.). Denn danach lief die Offensivmaschinerie der Gäste heiß. Patrick Klenke (50.), Mjeshtri mit seinem zweiten Tor zum 4:1 (52.), Dominik Entelmann (54./82.) und Dennis Metzing (73.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Für Atlas-II-Coach Daniel von Seggern war der Sieg nur eine Frage der Zeit: „Wir spielen Ballbesitz-Fußball und da ist es zunächst immer schwer gegen tief stehende Mannschaften zu spielen. Mir ist einfach wichtig, guten Fußball zu spielen und dazu gehört ganz besonders auch die funktionierende Kommunikation auf dem Feld. Meine Spieler sollen jeden Pass ansagen.“

Wardenburg - Falkenburg 4:2. Weniger Zuschauer als gewohnt besuchten in Wardenburg die Partie. Sie sahen auf dem Nebenplatz, weil auf dem Hauptplatz die Fluchtlichtanlage defekt ist, aber ein unterhaltsames und sehr faires Fußballspiel auf gutem Kreisliganiveau. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Nach dem 4:2 eierten wir ein bisschen herum, aber der Sieg war insgesamt nicht gefährdet“, zählten für VfR-Trainer Sören Heeren nach dem Spiel hauptsächlich die drei Punkte.

Gegen gut gestaffelte und mutig aufspielende Falkenburger erarbeitete sich der VfR trotz optischer und spielerischer Überlegenheit, kaum zwingende Torchancen. Die glückliche Führung zum 1:0 (22.) erzielte Kilian Schrinner mit einem fulminanten Sonntagsschuss aus 35 Metern. Die Gäste ließen sich vom Rückstand nicht schocken, blieben bei ihrer Strategie der „Nadelstiche“ und warteten geduldig auf ihre Chance. Als Nils-Sören Wendlandt von VfR-Gegenspieler Lukas Menke im Strafraum gelegt wurde, trat der Gefoulte selbst zum Strafstoß an und glich zum 1:1 (32.) aus.

Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff gelang Lennart Schönfisch dann das 2:1 (45.) und der VfR setzte in der zweiten Halbzeit sofort weiter nach. Carsten Feist (54.) und Tim Conring (62.) erhöhten auf 4:1. Die Wardenburger hatten damit das Spiel eigentlich gut im Griff, aber Laszlo Bloch machte mit seinem Treffer zum 4:2 (75.) die Partie wieder spannend.

Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann war trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Es war ein gutes, temporeiches Spiel. Unsere Moral ist nach wie vor ungebrochen, uns fehlten leider 20 Minuten, in denen wir nicht so dagegen gehalten haben.“