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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug steht kurz vor der Meisterschaft

Von Andreas Bahlmann | 26.05.2019, 22:46 Uhr

Die Kreisliga-Fußballer des TuS Heidkrug haben die Meisterschaft so gut wie sicher. Nach einem 1:0-Erfolg beim Harpsteder TB gehen sie mit einem sehr komfortablen Polster ins Finale der Saison 2018/19.

Der TuS Heidkrug hat am vorletzten Spieltag der Saison einen ganz großen Schritt in Richtung Kreisliga-Meisterschaft gemacht. Die Fußballer gehen nach einem Erfolg beim Harpstedter TB mit drei Punkten und 17 Toren Vorsprung ins Finale.

 Harpstedter TB - TuS Heidkrug 0:1 (0:0). Die Spieler des TuS Heidkrug tanzten um den Mittelkreis. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, sangen sie. Vor gut 150 Zuschauern hatten sie mit einer geschlossenen Vorstellung bewiesen, dass sie zu Recht ganz oben in der Tabelle stehen.

Beide Cheftrainer hatten ihre Mannschaften taktisch gut eingestellt, gaben ihnen zudem eine Dosis Gelassenheit mit aufs Feld. So entwickelte sich von Anfang an eine umkämpfte, aber faire Partie, die zudem phasenweise richtig guten Fußball bot. Zunächst neutralisierten sie sich aber im Mittelfeld. Vor der Pause waren Torchancen eine Mangelware. In den ersten fünf Minuten nach der Pause (0:0) spielte sich der HTB einige Male gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums, aber es fehlte an Durchschlagskraft. Das Heidkruger Team behielt die Ruhe, befreite sich vom Druck und verlagerte das Spiel stärker in die Harpstedter Hälfte. TuS-Außenstürmer Jonas Yildiz eroberte sich an der Eckfahne, den Ball und bediente von der Strafraumgrenze Luca Reinhold mit einer mustergültigen Flanke, die dieser mit einem unhaltbaren Kopfball aus sieben Metern zum 1:0 vollendete (56.). Wenig später vergab Irfan-Zeki Gök mit einem Flugkopfball aus kurzer Distanz die Chance zum 2:0.

Dann drehte Harpstedt auf. Das Team erarbeitete sich mehrere, darunter auch einige hochkarätige, Möglichkeiten. So scheiterte Niklas-Marvin Fortmann in der spannenden Schlussphase an Abwehrbeinen der engagiert verteidigen Delmenhorster oder am starken TuS-Torwart Maximilian Hiller. HTB-Trainer Jörg Peuker war dennoch zufrieden. „Die Jungs haben alles gegeben, aber uns fehlte einfach dieses gewisse Quäntchen, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Der Sieg für Heidkrug geht voll in Ordnung“, sagte er: „Wir haben die entscheidenden Punkte bei unseren schlechten Start nach der Winterpause verloren und nicht heute.“

Der Heidkruger Selim Karaca lobte die starke Leistung des Gastgebers. „Harpstedt hätte den Sieg genauso verdient gehabt“, fand er: „Letztlich werden wir aber auch für unsere ehrliche und kontinuierliche Arbeit belohnt.“ Und dann berichtete er gemeinsam mit seiner Frau Vanessa Rohrmoser strahlend, dass es wichtigeres als Fußball gibt. „Einen viel größeren Grund zur Freude habe ich aber, weil wir Mitte Dezember Nachwuchs erwarten“, erzählte Karaca.

 TSV Ganderkesee - Delmenhorster TB 8:0 (3:0). Die Niederlage störte André Tiedemann nicht. „Wir nehmen das alles mit Fassung, denn wenigstens sind wir angetreten“, sagte der Trainer des DTB: „Ich habe mich schon für die Spielabsage in Großenkneten geschämt.“ Er stand in der Notelf, die sich redlich wehrte und in der Schlussphase nach verletzungsbedingten Ausfällen zu neunt spielen musste, weil das Wechselkontingent ausgeschöpft war. Dennis Hasselberg (3.), Lars Goretzki (11.), Byron-Lee Garcia (12., 63.), Jan-Hendrik Kerner (57.), Noah Meißener (80.), Jordan Porath (82.) und Ninib Hanno (90.) erzielten die TSV-Tore. „Wir finden es gut, dass der DTB überhaupt angetreten ist“, sagte Trainer Stephan Schüttel. Der Sieg sei hochverdient.

 SV Achternmeer - TuS Hasbergen 4:2. Der TuS trat mit seinem „letzten Aufgebot“ (Trainer Andreas Lersch) an. Nach vielen Absagen bekam er genau elf Akteure zusammen. Stürmer Sascha Albrecht war wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel stark gehandicapt, wollte aber unbedingt mithelfen, also stellte ihn der Trainer kurzerhand ins Tor. Das stark abstiegsgefährdete Team des SV Achternmeer erkämpfte sich den Sieg, den Robin Johanning (24.), Deniz Akman (31., 56.) und Felix Kiewitt (45.) sicher stellten. Für den TuS verwandelte Jonas Müller einen Strafstoß zum 1:4 (58.) und verkürzte nach einem Konter auf 2:4 (79.). „Wir haben alles versucht und wollten nichts abschenken. Schade, denn wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen“, sagte Lersch. Für SVA-Trainer Mario Ranke war die Parti ein „lauer, aber unterhaltsamer Sommerkick.“

 FC Huntlosen - TV Falkenburg 5:1 (0:1). Durch die Niederlage und den etwas überraschenden Erfolg des SV Achternmeer rutschte Falkenburg in der Tabelle auf einen Abstiegsplatz ab. „Wir lagen zwar in Führung, haben aber nicht unsere Leistung abgerufen. Wir waren einfach schlecht“, sagte TVF-Trainer Georg Zimmermann. Thorsten Niehaus hatte das 1:0 erzielt (31.). Der Treffer gab den Gästen aber keine Sicherheit. Die Huntloser erkannten ihre Chance und warteten in der zweiten Halbzeit geduldig auf Fehler der Falkenburger, die sie humorlos und effektiv in Tore ummünzten. Jan Deters (49.), Eike Fiedler (61.), Dennis Beckmann (71.), Johannes Hense (86.) und Hauke Büsselmann (90.+2) trafen. FCH-Trainer Maik Seeger war zufrieden.

 RW Hürriyet - VfR Wardenburg 3:7 (1:2). RWH-Trainer Murat Turan konnte gut mit dem Ergebnis leben: „Die Saison ist für uns gelaufen“, sagte er: „Besonders hervorheben möchte ich die herausragende Leistung von Torwart Erdal Balkan aus unserer zweiten Herren, der uns in der ersten Halbzeit mit einigen starken Paraden im Spiel gehalten hat.“ So lagen die Gäste nach Toren von Lennart Schönfisch (4.) und Benjamin Cordoni (28.) Schönfisch legte drei Minuten nach Wiederanpfiff mit seinem zweiten Tor das 3:1 nach. Berat Uyar brachte die nie aufsteckende RWH-Mannschaft noch auf 2:3 heran (53.), aber dann schwanden die Kräfte beim fastenden Heimteam. Finn Albertzarth (65.), Cordoni (72.) und Lukas Menke (73.) sorgten für das 6:3 des VfR. Ahmet Kale gelang das 3:6 (86.), ehe Cordoni den Endstand perfekt machte. „Das war ein schöner Sommerkick. Beide Mannschaften hatten nicht viel Lust aufs Verteidigen, dann kommt eben so ein Ergebnis zustande“, sagte VfR-Trainer Sören Heeren.

 TSV Großenkneten - TV Dötlingen 5:1. Die Großenkneter lagen nach Toren von Lucas Abel (1.), André Reimann (7., 45.), der sein letztes Heimspiel für den TSV bestritt, und Timo Pöthig (28.) schon zur Pause vorn. „Das ging Schlag auf Schlag“, sagte ihr Trainer Kai Pankow: „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht ganz freiwillig zurückgeschraubt, da war Dötlingen einfach stärker.“ Enis Stublla traf für die Gäste (61.). TVD-Trainer Markus Welz war dennoch sauer. Indiskutabel. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, erklärte er.

 TV Jahn Delmenhorst - SV Atlas Delmenhorst II 1:6 (1:2). „Die Saison ist für uns quasi vorbei. In der ersten Halbzeit haben wir ja noch ganz gut Paroli geboten“, sagte Jahn-Trainer Arend Ahrens: „Nach dem dritten Tor war das Spiel gelaufen. Atlas war eindeutig besser.“ Jahn konterte das frühe 0:1, das Dennis Metzing erzielte (4.), durch Paul Leis (8.). Anschließend stand das Team lange gut in der Defensive. Eine Lücke nutzt Duc-Hieu Nguyen zur 2:1-Pausenführung für Atlas II (44.). Emiljano Mjeshtri verwandelte nach dem Seitenwechsel einen Handelfmeter zum 3:1 (61.), Jonas Dittmar legte keine sechzig Sekunden später das 4:1 nach. Metzing (76.) und Mjeshtri (83.) sorgten für den 6:1-Endstand.