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Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug stolpert beim FC Huntlosen

Von Andreas Bahlmann, Andreas Bahlmann | 19.11.2017, 22:16 Uhr

1:4 in Huntlosen – der mit elf Siegen in Folge souverän in die Saison gestartete TuS Heidkrug, Tabellenzweiter der Fußball-Kreisliga, ist in den letzten vier Spielen, bei zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, aus dem Tritt geraten. Spitzenreiter FC Hude fertigte Schlusslicht SV Achternmeer mit 8:1 ab. Die Spielvereinigung Berne unterlag dem TV Dötlingen mit 0:1.

FC Huntlosen – TuS Heidkrug 4:1. „Meine Jungs haben hervorragend gespielt, im Großen und Ganzen bin sehr zufrieden“, freute sich Trainer Andree Höttges über den auch in dieser Höhe verdienten Heimsieg. Der TuS begann wie gewohnt offensiv. Er erarbeitete sich in den ersten 30 Minuten mehr Spielanteile, kam allerdings nicht zu klaren Chancen. Der FCH machte mit einer klugen Staffelung die Räume sehr eng und schaltete nach Balleroberungen schnell um. Die TuS-Defensive bekam Tareg Sato, Spitze und ständiger Unruheherd, nie richtig in den Griff. Sato war der überragende Spieler der ersten Halbzeit. Er bedankte sich bei seiner Mannschaft mit einem Hattrick (11., 26. und 42.) zum 3:0.

Nach der Pause versuchte der TuS, Druck zu machen, während sich beim FCH Unkonzentriertheiten einschlichen. Sven Holthausen nutzte eine Unaufmerksamkeit zum 1:3 (66.). Huntlosen ging dann konsequenter in die Zweikämpfe, riss das Spiel wieder an sich. Mit dem 4:1 machte Kai Harberts alles klar (89.). TuS-Trainer Selim Karaca bezeichnete die Niederlage als „verdient“ und fand anerkennende Worte für Sato: „Was soll ich sagen? Was für ein geiler Stürmer!“

FC Hude – SV Achternmeer 8:1. „Für uns war es ein Bonusspiel, in dem es nicht viel zu holen gab. Wichtig ist, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht auseinandergebrochen sind“, meinte Achternmeers Spielertrainer Robin Hofmann. Es war eine torreiche und faire, aber spielerisch insgesamt eher mäßige Partie. Während der ersten Hälfte ließen die Gäste die Huder nahezu kampflos gewähren und waren mit dem 0:5 zur Pause noch gut bedient. Der FC erarbeitete sich Torchance auf Torchance, allerdings ohne dabei großartig zu glänzen. Nils Sandau eröffnete den Torreigen (4.). Julian Arciszewski (17., 30.), Yannik Osterloh (28.) und Torben Liebsch (39.) erzielten bis zum Wechsel die weiteren Treffer.

Nach der Pause wechselte sich Hofmann ein, um die drohende Torflut einzudämmen. Er brachte mehr Stabilität und Kampfgeist in seine Mannschaft. Der FC schaltete, im Gefühl der klaren Führung, einen Gang zurück und der SV begann, um seine Ehre zu kämpfen. Ausgerechnet Hofmann erzielte nach einer Ecke mit einem wuchtigen Kopfball in der 64. Minute den Ehrentreffer. Achternmeer wurde nun mutiger, aber der FCH spielte routiniert seine fußballerische Qualität aus und erzielte mit wenigen, aber konsequenten Spielzügen drei weitere Tore zum 8:1. Sandau (68.) und Liebsch (80.) gelang in der zweiten Halbzeit ihr jeweils zweites Tor und Arciszewski markierte in der 73. Minute seinen dritten Treffer. Hudes Trainer Lars Möhlenbrock verbuchte den Sieg ohne große Euphorie: „Achternmeer hat uns das Leben echt leicht gemacht.“

SVG Berne – TV Dötlingen 0:1. „Es ist ein glücklicher Sieg, aber beschweren werden wir uns nicht“, sagte Dötlingens Trainer Markus Welz. Sein Team kam besser ins Spiel und traf durch Shqipron Stublla (18.). Danach verpasste es der Gast, die Führung auszubauen. Berne wurde besser und drückte auf den Ausgleich. „Wir haben es nicht ganz geschafft, uns zu befreien“, sagte Bernes Coach Michael Müller.

In die zweite Hälfte startete Dötlingen mit stark veränderter Mannschaft, da in der ersten Halbzeit gleich drei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten. Die Hausherren drückten weiter und die Dötlinger hatten einige Male Glück. Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Welz erleichtert: „Wir nehmen den Sieg, auch wenn er dreckig ist.“ Sein Gegenüber Müller bilanzierte: „Wir waren nicht gut genug in den Zweikämpfen und haben es vorne nicht geschafft, das Ding zu machen.“