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Fußball-Kreisliga TV Jahn Delmenhorst besiegt den TV Munderloh

Von Manfred Nolte | 30.08.2015, 21:45 Uhr

Die Kreisliga-Fußballer des TV Jahn Delmenhorst haben am Sonntag für eine Überraschung gesorgt. Sie fuhren gestern auf eigenem Platz mit einen 4:2-Erfolg über den Meisterschaftsfavoriten TV Munderloh ihren ersten Saisonsieg ein. Der KSV Hicretspor verteidigte die Tabellenführung.

Für eine dicke Überraschung haben die Kreisliga-Fußballer des TV Jahn gesorgt. Gegen den Titelanwärter TV Munderloh gelang mit einem 4:2 der erste Saisonerfolg. Titelkandidat FC Hude siegte mit 4:2 gegen den Harpstedter TB, während RW Hürriyet seinen Fans mit einem 1:1 in Achternmeer eine Enttäuschung bereitete. Tabellenführer bleibt der KSV Hicretspor, auch wenn es gegen Aufsteiger SV Tungeln nur zu einem 4:4 reichte.

Hude - Harpstedt 4:2 (3:1). Die Huder gingen durch einen Doppelpack von Julian Arciszewski in Führung. Den Anschlusstreffer von Torjäger Christian Goritz beantwortete Jannik Meyer mit dem nächsten Doppelpack. In der Schlussminute gelang Goritz noch eine Ergebniskorrektur. Bei schwüler Witterung waren beide Teams konditionell gefordert, legten aber dennoch eine rassige Partie hin. Hude hatte ein deutliches Übergewicht und gewann verdient. Langsam lichtet sich die Verletztenliste: Maik Spohler und Aljoscha Kuntze kamen zu Einsätzen. Hudes Trainer Thorsten Voigt war überaus zufrieden. „Meine Männer haben eine ganz starke Vorstellung abgeliefert und einige sehenswerte Treffer erzielt. Wenn wir alle Mann an Bord haben, wird es noch weiter aufwärts gehen“, blickte er optimistisch in die Zukunft.

Hicretspor - Tungeln 4:4 (3:2). Auch wenn die Gäste erst in der dritten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich bejubeln durften, ging das Ergebnis nach einer spannenden Partie auf Augenhöhe in Ordnung. Die Hausherren hatten mit 3:1 und 4:3 geführt. Kurz vor dem 4:4 traf Hakan Kabausagi das leere Tor nicht und verpasste damit die Entscheidung. Üzeyir Kanli, Mesut Yilmaz, Murat Budak und Yakub Pektürk für den Sieger sowie Maik Böttcher (2), der auch einen Elfmeter verwandelte, Michael Brandes und Malte Pöpken erzielten die Tore. „Wir müssen unsere Abwehrarbeit verbessern. Außerdem müssen Abschlussschwächen ausgemerzt werden. Tungeln hat sich nach einem guten Spiel den Punkt verdient“, bilanzierte Hicretspor-Coach Mete Döner. Für den Aufsteiger aus der Gemeinde Wardenburg war es der erste Punkt.

Jahn - Munderloh 4:2 (2:1). Lag es am Oldenburger Stadtfest oder an der Einstellung? Diese Frage stellte sich Munderlohs Co-Trainer Heiko Schwarting nach der Niederlage beim TV Jahn. Die Hausherren waren bissiger, pressten früh und siegten nicht unverdient. Die Jahn-Führung von Mariusz Miklasz egalisierte Hannes Theile, doch dann entschied der Wüstinger Schiedsrichter Conrad Ammermann zum Unwillen der Gäste auf Handelfmeter. Apo Boydag verwandelte. „Der Assistent hat kein Handspiel gesehen, doch der Referee ließ sich nicht umstimmen“, haderte Schwarting. Nach Wiederbeginn erhöhte Miklasz, doch nach dem 2:3 von Thorben Schütte war alles wieder offen. Kurz vor dem Abpfiff erlöste Chris Klix den Jahn-Anhang. „Langsam sind wieder alle an Bord. Daher musste ich nicht mitspielen. Der Sieg war nicht unverdient“, freute sich Jahn-Trainer Timur Cakmak.

Achternmeer - Hürriyet 1:1 (1:1). Der selbst ernannte Titelfavorit aus Delmenhorst kommt nicht so richtig in Schwung. Dabei waren die Rot-Weißen durch Ashford Bernett schnell in Führung gegangen, doch Benjamin Laux glich für die kampfstarken Hausherren zum Pausen- und Endstand aus. Hürriyet war spielerisch das deutlich stärkere Team, zeigte aber einmal mehr seine Abschlussschwächen. Die Angreifer Bernett und Cüneyt Ekiz agierten nicht abgebrüht genug. Zudem hatten Bernett und Artem Böhm Pech mit Aluminiumtreffern. Hürriyet konnte erneut nicht die Bestbesetzung aufbieten. Einige Akteure sind angeschlagen, andere in Urlaub oder aber wie Burak Aruk gesperrt. Dazu fehlte Hayri Sevimli unentschuldigt. Manager Ergün Günal war darüber erbost. „So etwas geht natürlich überhaupt nicht. Wir werden uns den Spieler vorknöpfen. Wir hatten zwar spielerische Vorteile, mehr Ballbesitz und die klareren Chancen. Letztendlich ist das Remis für Achternmeer aber nicht unverdient.“