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Fußball-Kreisliga U23-Team des VfL Wildeshausen spielt ganz stark auf

Von Manfred Nolte | 16.10.2015, 08:30 Uhr

Die U23-Fußballer des VfL Wildeshausen haben im bisherigen Saisonverlauf mehr erreicht, als sie sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt hatten. Platz vier in der aktuellen Kreisliga-Tabelle mit Tuchfühlung zu den drei besser postierten Teams sowie der Einzug in das Pokalviertelfinale sorgen dafür, dass die Konkurrenz die Huntestädter auf der Rechnung hat.

VfL-Trainer Arend Arends will von einer Favoritenrolle nichts hören, zeichnet aber die Gründe für den Höhenflug auf. „Vor der Saison 2014/2015 waren in der Vorbereitung durchschnittlich sechs Spieler dabei, jetzt waren es 30. 2014/2015 waren wir nach der Vorrunde ein Abstiegskandidat, haben in der Rückrunde dann aber viele Punkte gesammelt. Da wurde schon der Grundstein für unsere Erfolgsserie gelegt“, berichtet der Coach. Er habe den Kader nach der Vorbereitung von 30 auf 23 Aktive reduziert. Dazu kommen ab und an Akteure aus der Landesligaelf, die Spielpraxis sammeln sollen. Arends lobt die Zusammenarbeit mit Landesliga-Coach Marcel Bragula: „Wir tauschen uns aus und helfen uns.“

16 bis 20 Spieler beim Training

Arends hat dafür gesorgt, dass sich seine Mannen als verschworene Gemeinschaft präsentieren. In der Regel seien 16 bis 20 Kicker beim Training und alle seien bereit, persönliche Interessen zurückzustecken. Arends nennt dafür ein Beispiel: „Am vergangenen Sonntag vor der Partie in Berne kam Christoph Haverkamp zu mir und riet mir, ihn nicht in die Anfangself zu nehmen, da er nicht der geborene Kunstrasenspieler sei. Dabei ist der Konkurrenzdruck bei einem derart großen Kader natürlich riesig.“ Auch der Zusatz U23 sei motivierend. „Die Jungs erkennen, dass sie etwas Besonderes sind“, erklärt der VfL-Trainer, der seine Brötchen als Lehrer verdient.

Trainer drückt auf Euphoriebremse

Von seinen Saisonzielen will er nicht abrücken. „Wir streben weiter einen einstelligen Tabellenplatz an. Rang sieben wäre da schon toll. Man muss bedenken, dass mein Team ein Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren hat. Wardenburg, Hude und Harpstedt sind da erfahrener und werden den Titel unter sich ausmachen.“ Mit einem eventuellen Aufstieg will er sich also nicht befassen. „Dazu müssten wir Meister werden und das ist jenseits meiner Vorstellungskraft“, bremst Arends jede Euphorie aus dem Umfeld.