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Fussball-Kreispokal TSV Ippener überrascht FC Hude

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 31.07.2017, 00:17 Uhr

In den 17 Partien der ersten Runde des Fußball-Kreispokals Oldenburg-Land/Delmenhorst 2017/18, die an diesem Wochenende ausgetragen wurden, setzten sich fast ausschließlich die Favoriten durch. Kreisligist TSV Ippener überraschte mit 9:8 nach Elfmeterschießen beim Bezirksliga-Absteiger FC Hudee.

In der ersten Runde des Fußball-Kreispokals ging es teilweise spannend zu. Vier der 17 Partien vom Wochenende gingen ins Elfmeterschießen. Unter anderem warfen die Sportfreunde Wüsting dort mit 6:5 den TSV Großenkneten aus dem Rennen und waren der einzige Club, der einen höherklassigen Gegner schlug. Auch in den Spitzenspielen wurde viel geboten.

FC Hude - TSV Ippener 8:9 nach Elfmeterschießen. Der als Favorit in die Partie gegangene Bezirksliga-Absteiger FC Hude musste sich nach einer spannenden Partie dem Ligarivalen geschlagen geben. Zunächst schien Hudes Pressing-Taktik aufzugehen, als Julian Arciszewski in der 12. Minute zum 1:0 einnetzte. Ippeners starke Offensive erarbeitete sich zwar viele Chancen, blieb aber zunächst glücklos – auch bei einem Strafstoß in der 48. Minute, den Hudes Schlussmann Christopher Schnake entschärfte. Maik Spohler erhöhte nach einer Stunde auf 2:0, Ippener schlug jedoch zurück. Zinar Sevimli verkürzte mit einem Konter im Gegenzug (61.), Lamin Sillah glich sieben Minuten später aus. Im Elfmeterschießen hatten die Gäste das bessere Ende für sich. „Die Jungs haben gute Moral gezeigt und sind zurückgekommen“, sagte Ippeners Trainer Chawkat El-Hourani. Sein Huder Kollege Lars Möhlenbrock erklärte: „Bei uns haben die letzten 20 Prozent gefehlt. Wir müssen an der spielerischen Schraube drehen, der letzte Wettkampfwille fehlt noch.“

TuS Hasbergen - SV Atlas II 0:5. Die Oberliga-Reserve des SV Atlas feierte einen ganz lockeren Sieg. Dennis Metzing eröffnete den Torreigen für den Kreisliga-Aufsteiger in der 18. Minute, Lukas-Josef Matta erhöhte mit einem Doppelpack innerhalb von fünf Minuten auf 3:0 (31., 35.). Bereits eine Minute später erzielte Milot Ukaj das 4:0. Nach dem Wiederanpfiff traf Nick Nolte in der 53. Minute zum 5:0-Endstand. „Das war absolut verdient“, fand Atlas-Trainer Steven Herrmann. „Wir hatten eine Tiefschlafphase in der ersten Halbzeit, das nutzt Atlas mit seiner Qualität“, sagte Hasbergens Trainer Andreas Lersch.

TuS Vielstedt - TV Munderloh 1:3. Vielstedts Trainer Hans Borchers nahm das Ausscheiden gegen den klassenhöheren Kreisligisten gelassen: „Die Jungs haben sich wirklich gut verkauft, so brauchen wir uns auch in der Liga keine Sorgen zu machen.“ Das auf fast allen Positionen neuformierte Munderloher Team tat sich schwer. So fielen zwei der drei Tore – und auch der Vielstedter Treffer – nach Foulelfmetern. Carsten Köhler verwandelte Strafstöße in der 29. und 49. Minute zum 2:0 für Munderloh. Stephan Köpernick gelang in der 67. Minute der Anschluss für den TuS, der eine Viertelstunde vor Schluss vor dem Ausgleich stand – doch Kapitän Daniel Schaan scheiterte an Gäste-Keeper Fynn Seven. Die Munderloher entschieden die Partie durch das 3:1 in der Nachspielzeit von Michael Lüers. „Wir sind nach den vielen Abgängen nicht mehr die technisch starke Mannschaft der letzten Jahre, das darf man nicht vergessen“, sagte TVM-Coach Ralf Eilenberger.

VfL Wildeshausen II - TSV Ganderkesee 1:4. Klare Sache für den Kreisliga-Vizemeister aus Ganderkesee, Stephan Schüttel fand nach seinem Debüt als Cheftrainer aber auch Worte der Kritik: „Das Gegentor war ärgerlich, denn eigentlich war der VfL in der ersten Halbzeit nur einmal richtig gefährlich.“ Von Anfang an bestimmte Ganderkesee das Geschehen und ließ den Kreisliga-Absteiger aus Wildeshausen nicht ins Spiel kommen – mit der von Schüttel angesprochenen Ausnahme. In der 23. Minute traf Henning Nitzsche nach einer Fehlerkette des TSV zur überraschenden VfL-Führung. Die Gäste reagierten und änderten ihre Taktik. Sie operierten nun weniger mit langen Bällen. Die Umstellung zahlte sich aus: Jan Badberg (34.) und Robin Ramke (39.) drehten das Spiel noch vor der Pause zum 2:1 für den TSV. Dank Torwart Patrick Hagen hielten die Gastgeber das Spiel danach noch eine Weile offen, ehe Paul Kohlschein (62.) und der eingewechselte Selim Kaya (77.) den Ganderkeseer Erfolg sicherten.