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Fußball-Kreispokal TSV Ippener und VfR Wardenburg ziehen ins Finale ein

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 26.04.2017, 00:33 Uhr

Der TSV Ippener (5:1 gegen den TSV Großenkneten) und der VfR Wardenburg (3:2 beim FC Huntlosen) stehen im Finale des Fußball-Kreispokals. Es findet am 24. Mai (Mittwoch 19.30 Uhr) auf der VfR-Anlage statt.

TSV Ippener - TSV Großenkneten 5:1. Der TSV Ippener brauchte fast eine Halbzeit um auf Betriebstemperatur zu kommen, danach war der TSV-Express nicht mehr zu stoppen. Die Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit Probleme, ihr Spiel zu finden. Gegen die körperlich überlegenen Gäste agierte Ippener zu häufig mit langen Bällen. „Bei Großenkneten sind alle Spieler 2,00 Meter groß, bei uns sind mit Ausnahme von Artem Böhm im Durchschnitt alle Spieler nur 1,80 Meter groß. Hohe, weite Bälle – das funktioniert dann nicht“, sagte TSV-Trainer Chawkat El-Hourani. Auf die individuelle Klasse seiner Offensivleute konnte sich der Coach dann aber doch einmal verlassen: Zana Ibrahim bediente Hayri Sevimli klasse – und schon führte Ippener mit 1:0 (42.). Dennoch stellte El-Hourani in der Pause sein System (von 4-2-4 auf 4-2-3-1) um. Und die Umstellungen machten sich bezahlt. Denn Ippener hatte im Mittelfeld nun mehr Zugriff und produzierte dank seiner Offensivabteilung um die Ibrahim-Brüder, Sevimli und Nico Bonin Chancen am Fließband. Das 2:0 schoss mit Markus Wloka noch ein Abwehrspieler (64.). Danach erhöhten Bassal Ibrahim mit einem Traumtor (70.), Sevimli (72.) und Mikael-Cihan Blümel (90.) auf 5:1. Das zwischenzeitliche 1:4 gelang Großenknetens Tobias Schönbohm per Sonntagsschuss (88.).

FC Huntlosen - VfR Wardenburg 2:3. Einen echten Pokalfight lieferten sich Huntlosen und Wardenburg. „Beide Mannschaften haben alles in die Waagschale geworfen“, berichtete Wardenburgs Trainer Jörg Beckmann. Die Gäste gingen durch Lukas Menke (2.) und Tim Conring (42./49.) drei Mal in Führung. Lukas Dalichau (23.) und Dennis Petko (45.+1) glichen für die Gastgeber zum 1:1 und 2:2 aus. „Am Ende hat sich Wardenburgs Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit durchgesetzt. Die haben aus vier Chancen drei Tore gemacht“, haderte Huntlosens Trainer Andree Höttges etwas, um seiner Mannschaft dennoch ein Lob auszusprechen: „Wir haben uns toll verkauft. Wir müssen ja auch bedenken, wo wir herkommen und gegen wen wir gespielt haben.“ Vor allem in der ersten Halbzeit sah Höttges seine Mannschaft dominanter. „Da hätten wir mit zwei oder drei Toren führen müssen“, fand Höttges. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie ausgeglichener – auch, weil Wardenburg sich besser auf die langen Bälle der Huntloser eingestellt hatte. „Wir haben ein Tor mehr gemacht als Huntlosen, also stehen wir im Finale“, bilanzierte Beckmann und freut sich auf das Endspiel: „Das wird ein ausgeglichenes Spiel.“