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Fussball-Landesliga 500 Euro Strafe für den SV Atlas Delmenhorst

Von Lars Pingel | 20.10.2016, 18:51 Uhr

Das Bezirkssportgericht Weser-Ems hat gegen den Fußball-Landesligisten SV Atlas Delmenhorst eine 500-Euro-Geldstrafe verhängt. Während der Partie bei Kickers Emden hatten Zuschauer im Block des Vereins bengalische Feuer entzündet. Auch die Kickers müssen 500 Euro Strafe bezahlen, weil in ihrem Fanblock ebenfalls Pyrotechnik verwendet worden war.

Der SV Atlas Delmenhorst muss für das Fehlverhalten von Zuschauern in seinem Fanblock während des Landesligaspiels bei Kickers Emden 500 Euro Geldstrafe bezahlen und einige Auflagen erfüllen. Das entschied das Sportgericht des Fußball-Bezirks Weser-Ems, erklärte dessen Vorsitzender Peter Bartsch (Emden) am Donnerstag. Im Block der Delmenhorster im Ostfriesland-Stadion waren am 23. September bengalische Feuer gezündet worden. Außerdem seien von dort aus Becher auf den Platz geflogen, sagte Bartsch. Kickers Emden erhielt die selbe Strafe. Auch im Fanblock des Gastgebers war Pyrotechnik verwendet worden, zudem war in der Nachspielzeit von dort aus ein Zuschauer auf den Platz gelangt. Das Urteil sei am Dienstagabend gefällt worden, erklärte Bartsch. Es ist noch nicht rechtskräftig. Beide Vereine haben eine Woche Zeit, Widerspruch einzulegen.

Beide Vereine müssen Sicherheitsbeauftragten ernennen

Die Vereine müssen einige Auflagen erfüllen, berichtete Bartsch. Sie richten sich nach dem Angang 5 der Spielordnung des Niedersächsischen Fußball-Verbands, in dem die Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei Oberligaspielen festgelegt werden. Diese seien jetzt als „Sicherheitsmaßstab“ für die Partien der beiden Landesligisten herangezogen worden. Das bedeutet für die Clubs, dass sie einen Sicherheitsbeauftragten benennen müssen. Außerdem müssen sie einen eigenen Ordnungsdienst einsetzen, der unter anderem dafür zuständig ist, bei gegebenem Anlass besondere Kontrollen vorzunehmen. Das gelte besonders für den Fall, dass der Verdacht besteht, dass pyrotechnische Gegenstände mitgebracht werden, erklärte der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts. Außerdem werden die Vereine dazu angehalten, vor Spielen mit hohem Risiko weitergehende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Und sie müssen eine Stadionordnung erlassen und aushängen.

Vier Wochen Zeit

Die Vereine haben, wenn das Urteil rechtskräftig geworden ist, vier Wochen Zeit, die Auflagen zu erfüllen. „Sie müssen dafür schon etwas Zeit bekommen“, sagte Bartsch. „Die brauchen sie, zum Beispiel, um einen Sicherheitsbeauftragten zu finden und auszubilden.“

SV Atlas wird Gespräch mit Verband suchen

Der SV Atlas wird gegen das Urteil wohl keinen Einspruch einlegen. „Ich denke nicht“, sagte Vorstandsmitglied Bastian Fuhrken am Donnerstag. Es werde genau geprüft, wie die Auflagen erfüllt werden können. Dazu soll es Gespräche mit dem NFV geben, zum Beispiel, um zu erfahren, welche Aufgaben ein Sicherheitsbeauftragter erfüllen muss. Außerdem solle geklärt werden, ob Maßnahmen, die der SV Atlas schon vor der Saison ergriffen hatte, die Auflagen erfüllen oder ob sie verbessert werden sollen. „Wir machen schon einige Dinge, die wir nicht machen mussten. Wir setzen einen professionellen, erfahren Sicherheitsdienst ein“, sagte Fuhrken. „Unsere Ordner sind mit Walkie-Talkies ausgestattet, und eine Stadionordnung gibt es schon lange.“