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Fussball-Landesliga Jürgen Hahn bestreitet 101. Spiel als Trainer des SV Atlas

Von Klaus Erdmann | 16.09.2016, 23:03 Uhr

An diesem Samstag, 16 Uhr, empfängt der SV Atlas Delmenhorst den TSV Oldenburg im Stadion an der Düsternortstraße. Cheftrainer Jürgen Hahn wird die Mannschaft zum 101. Mal betreuen. Auf die zurückliegenden 100 Partien blickt er zufrieden zurück.

Jürgen Hahn wirft einen längeren Blick auf das Zahlenwerk. Dann huscht ein Lächeln über das Gesicht des Cheftrainers des Fußball-Landesligisten SV Atlas. „Es hat etwas von einem Zeugnis“, sagt er. Und: „Es ist nur eine Statistik, aber sie sagt einiges aus.“ So sagt sie aus, dass hinter ihm 100 Punktspiele mit Atlas in drei Ligen liegen. Diese teilen sich in 82 Siege, 13 Unentschieden und fünf Niederlagen auf. 259 von 300 möglichen Punkten stehen zu Buche und 316:61 Tore.

Ein glänzendes Zeugnis, das Hahn da in Händen hält. Um genau zu sein: Ein glänzendes Zwischenzeugnis, denn das Atlas-Engagement des 45-Jährigen, der mit seinem „Co“ Marco Büsing ein erfolgreiches Duo bildet, ist ja noch nicht beendet.

Mehrere Lieblingsspiele

Gibt es unter besagten 100 Partien, die den Aufstieg von der Kreis- in die Bezirks- und den Sprung von der Bezirks- in die Landesliga beinhalten, ein Lieblingsspiel? Eins? Nein. Mehrere. Hahn nennt das 3:0 in der Relegation bei Frisia Wilhelmshaven (14. Juni 2014), nach dem sich der SVA „Bezirksligist“ nennen durfte. Er erinnert an das 6:1 gegen Obenstrohe am 24. Oktober und – natürlich – an das 5:0 gegen GVO Oldenburg, mit dem sich Atlas am 11. Mai den Bezirksliga-Meistertitel sicherte.

„Fußball-taktisch“ blickt Hahn beim Thema „Lieblingsspiele“ auf das 2:0 gegen Wildeshausen am 8. November 2014 und auf das 3:0 gegen den VfB Oldenburg II am 5. September 2015. „Da“, unterstreicht er, „hat der Plan zu hundert Prozent gegriffen.“

Welches Treffen würde Hahn gerne streichen? Antwort: „Das Wildeshausen-Spiel würde ich gerne noch mal spielen.“ Am 29. Mai 2015 schnappte der VfL dem SVA mit dem 1:1 vor 4000 Zuschauern im Krandel den Landesliga-Aufstieg weg. „Aber es war ein Spiel auf Augenhöhe und ein gerechtes Unentschieden“, erklärt der Übungsleiter.

Hahn ist mit Entwicklung des Teams sehr zufrieden

Im ersten Hahn-Punktspiel kam Atlas zu einem 2:1 in Ganderkesee. „Es war ein toller Start“, blickt er zurück, „im Umfeld war viel los und ich habe gesehen, dass ich als Trainer etwas aufbauen kann.“ Mit David Lohmann, Thomas Mutlu, Florian Knipping, Daniel von Seggern, Dominik Entelmann, Kevin Radke und Dennis Metzing gehörten am 4. August 2013 sieben Spieler zum Kader, die auch heute noch zum Aufgebot zählen. Hahn: „Das spricht für die Qualität der Spieler und für deren Einstellung.“

Man sei bereits in der Kreisliga auf hohem Niveau eingestiegen. Die Jungs hätten das angenommen und umgesetzt. Mittlerweile sei das Spiel schneller geworden. Das Umfeld habe, seitdem der Vorsitzende Jörg Borkus und sein Team verantwortlich seien, eine tolle Entwicklung genommen. „Es war wichtig für die ganze Entwicklung, dass Jörg das damals übernommen hat“, betont Hahn. Für den Verein seien sehr gute Leute im Einsatz. Der SVA werde jetzt überall besser angenommen, sei eine Marke für Delmenhorst. Die Fans, so Hahn, seien voller Euphorie dabei, etwas Besonderes.

Die Verträge mit dem Cheftrainer und Büsing (Hahn: „Wir sind sehr, sehr gute Freunde geworden. Marco ist zuverlässig und loyal, sowohl als Trainerkollege als auch als Freund“) laufen bis zum 30. Juni 2017. Hahn kann sich eine über diesen Termin hinausgehende Zusammenarbeit sehr gut vorstellen: „Wir sind mit Herzblut dabei und mittendrin. Es macht einfach Spaß. Es gibt immer wieder Anfragen, auch aus der Oberliga. Aber warum soll ich mich mit etwas anderem beschäftigen?“. Man könne gerne zeitnah Gespräche führen. Borkus hat bereits deutlich positive Signale gesendet.

Gegen den TSV Oldenburg fehlen zwei defensive Stammkräfte

Heute, 16 Uhr, erwartet Atlas den TSV Oldenburg, den Hahn als „Wundertüte“ bezeichnet. Mit Florian Knipping (privat verhindert) und Tom Witte (Innenbandriss im Knie) fehlen zwei defensive Stammkräfte. Die Namen Kevin Radke und Dennis Janssen versieht Jürgen Hahn mit Fragerzeichen – vor seinem 101. Punktspiel als Trainer des SV Atlas.