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Fußball-Landesliga SV Atlas Delmenhorst schlägt TV Dinklage 2:0

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 06.05.2017, 20:36 Uhr

Die Landesliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben den nächsten Schritt auf dem Weg zur Meisterschaft gemacht: Im Heimspiel vor rund 700 Zuschauern schlug der Spitzenreiter den TV Dinklage souverän mit 2:0 (1:0). Die Tore schossen Dennis Janssen (10.) und Musa Karli (51.).

Die Spieler skandierten lautstark „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, die Fans feierten die Mannschaft mit der Welle und auch Jürgen Hahn strahlte über das ganze Gesicht. „Das war ein souveräner Sieg. Ein toller Auftritt“, lächelte der Trainer des SV Atlas Delmenhorst am frühen Samstagabend um kurz vor 18 Uhr zufrieden. Seine Mannschaft hatte in der Fußball-Landesliga soeben den TV Dinklage nach Toren von Dennis Janssen (10.) und Musa Karli (51.) mit 2:0 (1:0) geschlagen und lässt den Tabellenführer weiter vom Durchmarsch in die Oberliga träumen. Vor seinen noch drei ausstehenden Spielen beim Dritten SC Melle, beim Zweiten BW Lohne und gegen den VfL Wildeshausen hat der SVA damit im Titelrennen weiterhin alles in eigener Hand.

Atlas-Trainer Jürgen Hahn lobt sein Team

In den verbleibenden 270 Minuten kann noch viel passieren, das ist den Atlas-Verantwortlichen bewusst. Doch der starke Auftritt gegen Dinklage nährt berechtigterweise die Hoffnung im Umfeld, dass Atlas nach 30 Saisonspielen auf Platz eins der Tabelle steht. Denn die Gastgeber ließen keinen Zweifel an ihren Ambitionen zu. Hahn lobte sein Team berechtigterweise für ihre Leistung: „Konsequent, konzentriert und mit Plan“ habe seine Elf agiert.

Im Spaziergang schlug Atlas die noch vom Abstieg bedrohten Gäste allerdings auch nicht. „Die Dinklager haben das gut gemacht. Sie haben uns in viele Zweikämpfe verwickelt. Das war schon eine intensive Partie“, fand Hahn. Das bestätigte Linksverteidiger Tom Witte: „Das Spiel hat viel Kraft gekostet.“

Dinklages Trainer David Riesner räumte fair ein, dass der SVA fußballerisch eine Klasse besser war. Kämpferisch sei die Leistung des personell gebeutelten TVD, der auf Grund von Verletzungen und Sperren nur 13 Spieler aus seinem Stammkader aufbieten konnte, okay gewesen. Aber: „Wir hatten keine Chance, etwas mitzunehmen“, sagte Riesner.

Dennis Janssen trifft zur Führung ...

700 Zuschauer sahen ein von Beginn an flottes Spiel. Dinklage versteckte sich keineswegs, sondern versuchte die Atlas-Abwehr durchaus früh zu attackieren. Dadurch ergaben sich für den SVA aber gleichzeitig offensiv viele Freiräume. Nach einer guten Möglichkeit für Stefan Bruns (7.) führte die zweite Atlas-Chance zur Führung für die Platzherren: Musa Karli setzte sich auf links stark durch, passte im Fünf-Meter-Raum zu Dominik Entelmann, der den Ball zu Dennis Janssen weiterleitete. Janssen stocherte diesen dann aus vier Metern über die Linie (10.). Der Schiedsrichter-Assistent hatte beim letzten Zuspiel eine Abseitsposition angezeigt, doch der gute Schiedsrichter Theodor Potiyenko (FC Hude) erkannte den Treffer richtigerweise an.

Nach der Führung hatte Atlas weiter mehr Ballbesitz. Vor allem die Offensivkräfte Karli, Entelmann, Lars Scholz und Patrick Degen spielten gegen die groß gewachsene Dinklager Abwehr wiederholt ihre Schnelligkeitsvorteile aus. Bei Chancen für Scholz (23.) und Degen (33./39., Freistoß) hätte Atlas auf 2:0 erhöhen können. Aber: Die Gastgeber mussten auch eine Schrecksekunde überstehen. Nach einem Angriff über rechts schoss TVD-Goalgetter Felix Schmiederer aus elf Metern freistehend knapp links am Tor vorbei (34.); die 100 Gästefans hatten da schon den Torjubel auf den Lippen.

Musa Karli erhöht auf 2:0

Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte der am langen Pfosten freistehende Musa Karli für den SVA auf 2:0 (51.). Vorausgegangen war eine erneute Vorarbeit des starken Entelmann, der sich auf der rechten Seite gegen mehrere Dinklager Verteidiger durchgesetzt hatte.

Atlas kontrollierte danach das Geschehen, ließ Ball und Gegner clever laufen. Degen (55./75., Abseitstor) und Scholz (62.) ließen drei weitere gute Möglichkeiten ungenutzt. „Wir hätten noch höher gewinnen können“, fand Hahn. Doch das rächte sich nicht. Denn Dinklage vergab seine ordentlichen Chancen durch Sedat Ablak (48.), Tobias Nordlohne (73.) und Steffen Espelage (86.). Dazu waren Flanken, Ecken und Freistöße des TVD eine sichere Beute für Atlas-Torwart David Lohmann. „Wir hatten eine zu hohe Fehlpassquote und waren teilweise taktisch undiszipliniert“, kritisierte Riesner.