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Fußball-Landesliga SV Atlas erwartet die Wundertüte TV Dinklage

Von Klaus Erdmann | 05.05.2017, 21:21 Uhr

Vorletztes Heimspiel für die Landesliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst: Der Tabellenführer erwartet ab 16 Uhr den TV Dinklage.

3:1 gegen Spitzenteam Kickers Emden, zweimal 1:1 gegen den Tabellendritten SC Melle, torreiche Begegnungen bei Vorwärts Nordhorn (4:9) und beim SV Bevern (5:4) – die Fußballer des Turnvereins Dinklage gelten als Wundertüte.

Am Samstag, 16 Uhr, stellt sich die Nummer acht der Landesliga Weser-Ems, bei Spitzenreiter SV Atlas vor. Es handelt sich um das vorletzte Heimspiel der Delmenhorster, die anschließend bei den Verfolgern Melle (13. Mai) und TuS BW Lohne (21. Mai) zu Gast sind, ehe sie am 28. Mai das Finale der Saison 2016/17 gegen den Nachbarn VfL Wildeshausen bestreiten.

SV Atlas im Hinspiel mit 0:0 gut bedient

„Dinklage“, sagt Jürgen Hahn, Cheftrainer des SV Atlas, „hat zwei Gesichter.“ Er zieht das Hinspiel, das mit einem torlosen Unentschieden endete, als Beleg heran: „Nach der ersten Halbzeit hätten wir führen müssen. In der zweiten Halbzeit denkst du, dass du gegen eine andere Mannschaft spielst. Wir sind arg in Bedrängnis geraten.“ Mit dem Unentschieden war seine Mannschaft letztendlich gut bedient. (Weiterlesen: David Lohmann hät SV Atlas einen Punkt in Dinklage fest) 

Hahn hat den heutigen Gast, der mit 35 Punkten sechs Zähler Vorsprung gegenüber dem ersten Abstiegsplatz aufweist („Dinklage muss noch ein bisschen nach unten gucken“), vor zehn Tagen beim 1:1 gegen Melle beobachtet. „Dinklage ist ein robuster Gegner. Die Mannschaft zeigt viel Einsatz und ist gut bei Standards“. Vor Atlas, unterstreicht der Coach, liege viel Arbeit.

SV Atlas verpürt keinen Druck

Registriert der Übungsleiter in diesen Tagen, in denen sich die 16 Landesligisten unübersehbar der Ziellinie nähern, zunehmende Nervosität bei seinen Spielern? „Nein“, antwortet Hahn, „ich bemerke aber eine höhere Konzentration.“ Er verspüre keinen Druck, fügt er hinzu. Die Mannschaft sei stolz und glücklich darüber, dass sie alles selbst entscheiden könne. „Die Jungs freuen sich“, sagt Hahn und berichtet, dass einige Spieler das nächste Spiel kaum erwarten könnten.

Neben Thore Sikken, der mit einem Kreuzbandriss mehrere Monate ausfällt, fehlt den Delmenhorstern Florian Knipping. Er muss nach seiner fünften Gelben Karte eine Pause einlegen. Ansonsten stehen Hahn und „Co“ Marco Büsing alle Spieler zur Verfügung, wenn der SV Atlas gegen Wundertüte TV Dinklage antritt.