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Fussball-Landesliga SV Atlas und SC Melle trennen sich mit einem 1:1

Von Lars Pingel | 29.10.2016, 19:34 Uhr

Unentschieden im Landesliga-Spitzenspiel im Delmenhorster Stadion: Die Fußballer des SV Atlas und des SC Melle haben sich am Samstag mit einem 1:1 (0:1) getrennt.

Das Duell des besten Angriffs der Fußball-Landesliga mit der besten Abwehr der Staffel ist unentschieden ausgegangen. Der SV Atlas Delmenhorst, dessen Offensive in der Spielzeit 2016/2017 bisher am erfolgreichsten war, trennte sich am Samstag im heimischen Stadion an der Düsternortstraße vom SC Melle mit einem 1:1 (0:1). Patrick Degen sicherte dem SVA in der 72. Minute mit seinem sechsten Saisontor, dem 32. seiner Mannschaft, den Punkt. Florian Maaske hatte die Defensivkünstler aus dem Landkreis Osnabrück in Führung gebracht (37.).

SV Atlas bestimmt das Geschehen

„Das war ein starker Gegner“, sagte Atlas-Trainer Jürgen Hahn nach einer intensiven Partie, in der sich die Spieler beider Teams in den Zweikämpfen nichts geschenkt hatten: „Gut geordnet, sehr diszipliniert.“ Das hätte er auch seiner Mannschaft zusprechen können, die während der 90 Minuten das Geschehen bestimmte, gegen die cleveren, ebenfalls technisch guten Gäste aber immer auf der Hut sein musste, nicht ausgekontert zu werden. „Wir hätten gewinnen können“, fand Hahn. „Im Chancenverhältnis hatten wir ein deutliches Plus.“ Derweil war SCM-Trainer Roland Twydry „sehr zufrieden.“ In seinem Team „haben die fünf besten Offensivspieler gefehlt. Dass wir hier nicht so oft torgefährlich werden würden, war klar.“

Atlas hat die ersten Chancen

Die Partie begann, wie es die Tordifferenzen erahnen ließen. Die Delmenhorster stürmten, die Meller verteidigten. Der SVA kam mit über die Außenbahnen vorgetragenen Angriffen früh zu guten Chancen. Dennis Janssen schoss übers Tor (3.). Musa Karli, vor allem vor der Pause mit großer Laufarbeit und viel Übersicht treibende Kraft des Atlas-Spiels, scheiterte zunächst am Meller Torwart Florian Munz (6.). Wenig später hatte Karli dann Pech: Einen nach einem Janssen-Schuss abgeblockten Ball bugsierte er akrobatisch mit einem Fallrückzieher aufs Tor, traf aber nur den Innenpfosten (17.).

SC Melle kontert erfolgreich

Die Gäste konnten sich also weiter auf das Stören des Atlas-Aufbauspiels konzentrieren. Das gelang ihnen immer besser. Und dann bot sich ihnen plötzlich die eine Chance, auf die sie lauerten. Die Meller fingen einen SVA-Angriff im Mittelfeld ab und überwanden mit einem Doppelpass die weit aufgerückte Atlas-Abwehr. Jeronimo Echelmeyer lief alleine auf SVA-Torwart David Lohmann zu. Der Delmenhorster wehrte den Schuss glänzend ab, doch Maaske kam als Erster an den Ball und schob ihn ins Netz (37.). „Das war ein Geschenk“, kritisierte Hahn.

Patrick Degen erzielt den Ausgleich

Die Atlas-Spieler schüttelten sich kurz und gingen noch vor dem Seitenwechsel auf die Aufholjagd. Iman Bi-Ria verfehlte zunächst mit einem Schuss das Ziel nur knapp (43.) und scheiterte dann an Munz (45.). Der SCM-Torwart parierte kurz nach der Pause (47.) einen weiteren Schuss des Atlas-Stürmers. Karli (49., abgeblockt) und Patrick Degen, dessen 16-Meter-Schuss Munz aber nicht vor große Probleme stellte (53.), hatten weitere Möglichkeiten zum Ausgleich. Danach bekamen die Delmenhorster aber wieder Probleme, sich gegen das Meller Abwehrbollwerk klare Gelegenheiten herauszuspielen. Sie ließen aber keine Gästekonter mehr zu – und rannten unermüdlich an. Das wurde belohnt: Der eingewechselte Simon Matta leitete den Ball nach einem Lohmann-Abschlag auf der linken Seite zum ebenfalls eingewechselten Dominik Entelmann. Der zog zur Grundlinie, passte von dort flach in die Mitte auf Degen, der das Leder ins lange Eck beförderte (73.).

Daniel von Seggern sieht Gelb-Rot

Torchancen gab es nach dem zweiten Tor des Tages auf beiden Seiten nicht mehr. Der SVA überstand die Schlussphase zu zehnt schadlos. Daniel von Seggern, der bereits verwarnt war, wurde nach einem Foul von Schiedsrichter Maximilian Stargardt (Kroge-Ehrendorf) mit der Gelb-Roten Karte zum Duschen geschickt (83.). „Die Mannschaft hat sich in Unterzahl gut gewehrt“, lobte Hahn.