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Fußball-Landesliga SV Atlas vor harter Nuss an der niederländischen Grenze

Von Daniel Niebuhr | 29.04.2017, 16:58 Uhr

Der SV Atlas reist in der Fußball-Landesliga am Sonntag zum SV Bad Bentheim. An der niederländischen Grenze sind schon etliche Topteams gestrauchelt.

Die Saison in der Fußball-Landesliga ist nach 25 Spieltagen wohl inzwischen alt genug, um einmal amtlich feststellen zu dürfen: Der SV Atlas gehört zur Prominenz dieser Spielklasse. Wer Ende April die Tabelle anführt, hat sich das wohl auch redlich verdient. Am kommenden Sonntag wäre es den Delmenhorstern aber vielleicht ausnahmsweise einmal lieber, wieder nur ein ganz normaler Aufsteiger zu sein – denn dort, wo sie ab 15 Uhr spielen müssen, sind die Spitzenteams in dieser Saison reihenweise gestolpert. Gegner SV Bad Bentheim schlittert zwar als Tabellen-14. dem Abstieg entgegen, hat aber bereits die Atlas-Verfolger Blau-Weiß Lohne (2:2), SC Melle (2:0) und Kickers Emden (3:3) zu Fall gebracht.

„Es geht nur über den Willen“

Die Ansprache von Atlas-Trainer Jürgen Hahn an seine Spieler vor der Partie wird deshalb, wie er verrät, eine klare Forderung beinhalten. „Wir wollen die erste Topmannschaft sein, die in Bad Bentheim gewinnt. Und ,wollen‘ ist hier das Stichwort, denn es geht nur über den Willen“, sagt Hahn.

Noch fünf Schritte zum Titel?

Die Reise an die niederländische Grenze könnte auch eine andere Überschrift tragen: noch fünf Schritte. Fünf Partien haben die Delmenhorster noch auszutragen; gewinnen sie alle, sind sie Meister. „Das klingt so einfach“, sagt Hahn. „Die Liga ist aber so ausgeglichen, dass man nichts vorhersagen kann.“ Zuletzt zeigte Tabellenführer Atlas gegen Abstiegskandidat Friesoythe eine gute Leistung, musste sich aber mit einem 2:2 begnügen. „Manchmal reicht gut nicht“, stellt Hahn fest. Neben den beiden verlorenen Punkten schmerzte auch die Gelb-Rote Karte gegen Lars Scholz, der zuletzt starke Offensivmann wird in Bad Bentheim gesperrt fehlen. „Ärgerlich“, sagt Hahn.

Atlas genießt die Höhenlage

Der Kader ist jedoch groß – und das Selbstvertrauen auch. Es zeichnet sich ab, dass Atlas bis zum Schluss um Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg mitspielen wird – und das scheint keinem im Umfeld Angst zu machen. „Im Gegenteil, wir genießen das“, sagt Hahn. „Wer hätte das denn vorher gedacht? Wir wollten uns eigentlich erstmal etablieren, das haben wir jetzt schon ganz gut geschafft.“ Auf der Zielgeraden der Saison muss Atlas noch zu den Titelrivalen Melle und Lohne, was Hahn erst einmal nicht weiter interessiert: „Wir denken von Schritt zu Schritt.“ Allerdings: „Die Schritte zum Ziel werden natürlich immer weniger.“