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Fußball-Landesliga SV Atlas will Nebengeräusche ausblenden

Von Klaus Erdmann | 25.03.2017, 12:44 Uhr

Das Landesliga-Spitzenteam SV Atlas gastiert am Sonntag beim TSV Oldenburg. Daniel von Seggern und Tom Witte fallen im Marschwegstadion aus.

Das Hickhack um Neuzugang und Torjäger Marco Prießner, organisatorische Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Spiel gegen den BSV Kickers Emden (Sonntag, 2. April) und die Ankündigung von Schiedsrichter Horst „Blacky“ Dräger, nicht mehr für den hiesigen Fußball-Kreis zu pfeifen – der SV Atlas, Nr. 2 der Landeliga, diktierte während der vergangenen Tage wiederholt einige Schlagzeilen. Jürgen Hahn weiß, dass für die Mannschaft das Sportliche im Mittelpunkt stehen muss. Und so gilt, das macht der Cheftrainer im Gespräch unmissverständlich klar, die Konzentration dem TSV Oldenburg. Der Tabellensiebte erwartet den SVA am Sonntag, 15 Uhr, im Marschwegstadion.

Hahn: Schritt für Schritt

Hahn zum Thema Prießner, der seinen Austritt beim TSV Oldenburg per Unterschrift rückgängig gemacht haben soll und nach einer Entscheidung des Verbandssportgerichts vorerst keine Spielerlaubnis für Atlas erhält: „Natürlich hätte ich ihn gerne dabei, aber wir sind seit vier Jahren ohne Marco ausgekommen. Darum ist es kein Verlust. Wir haben nichts verloren. Oldenburg hat einen guten Spieler verloren.“

Hahn zum Thema Emden-Spiel: „Die Vorbereitungen sind Vereinssache und in der Kabine kein Thema.“ Man spräche noch nicht einmal über das Spiel in Wildeshausen (Mittwoch, 19.30 Uhr). „Wir machen Schritt für Schritt und sind damit gut gefahren. Wir müssen uns auf jeden Gegner zu 100 Prozent konzentrieren. Das hat man zuletzt gesehen“, ergänzt der Coach.

„Heimspiel“ in Oldenburg?

Oldenburg sei ein guter Gegner, der über erfahrene Spieler verfügt. Hahn verweist auf Ergebnisse, die der TSV auf eigenem Platz gegen Spitzenteams erreicht hat. Gegen die führenden Lohner hieß es 2:1, dem Tabellenvierten SC Melle und dem einen Rang ungünstiger postierten SV Bad Rothenfelde trotzte Oldenburg jeweils ein 2:2 ab.

Am Sonntag fungiert der TSV als Gastgeber, aber er bestreitet kein Heimspiel. Das Treffen wurde ins 15.200 Zuschauer fassenden Stadion am Marschweg verlegt. „Die Location wird für Entspannung sorgen“, so Hahn. Kontakt zu den (sicherlich zahlreichen) SVA-Fans bestünde trotzdem: „Ich denke, dass sie mit ihrer Lautstärke für ein Heimspiel sorgen.“

Dem SVA fehlen Mannschaftsführer Daniel von Seggern (fünfte Gelbe Karte) und Tom Witte (Handbruch). Hanno Hartmann und Steven Müller-Rautenberg stehen wieder zur Verfügung.