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Fußball-Landesliga TV Jahn Delmenhorst II kassiert späte Gegentore

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 02.05.2017, 18:25 Uhr

Ein Punkt aus zwei Spielen: Auf den ersten Blick schien die Wochenend-Ausbeute für die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst II im Landesliga-Abstiegskampf ein wenig mager ausgefallen zu sein. Das Fazit von Trainer Uwe Krupa hörte sich jedoch positiv an: „Wir haben uns sehr gut verkauft“, sagte Krupa nach den Spielen gegen Spitzenreiter Osnabrücker SC (1:2 nach 1:0) und beim Tabellendritten SG Timmel/Moormerland (2:2 nach 2:0).

Würden Fußball-Spiele nur 80 Minuten dauern, dann könnten die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst II jetzt von einem sehr erfolgreichen Wochenende sprechen. Gewöhnlich gehen Fußball-Spiele aber zumindest 90 Minuten (und in der Regel ein bisschen länger). Weshalb der Landesligist nach seinem Doppelspieltag mit dem 1:2 (1:0) Spitzenreiter Osnabrücker SC (1:2) und dem 2:2 (1:0) beim Tabellendritten SG Timmel/Moormerland doch nur einen Punkt statt möglicherweise vier Zähler verbuchte – und damit einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst hat.

Trainer Uwe Krupa wollte mit den Ergebnissen indes nicht allzu lange hadern und blickte nach den Partien gegen zwei der Topteams der Liga optimistisch nach vorne: „Wir haben unser sehr gut verkauft. Das gibt uns Mut für den Saisonendspurt.“

TV Jahn II hadert gegen Osnabrücker SC mit der langen Nachspielzeit

Gegen Osnabrück führte der TV Jahn durch Pia Brinkmann lange Zeit mit 1:0 (29.). Diese Führung war allerdings glücklich, wie Krupa fair einräumte. „Der OSC war drückend überlegen und hatte jede Menge Chancen . Die haben schon eine bombenstarke Truppe.“ Nach dem 1:1 durch Sarah Buck (59.) roch es trotzdem lange nach einem Unentschieden – bis in die siebte Minute der Nachspielzeit, als Caren Holzenkamp zum 2:1 für die Gäste traf. „Das war schon ein wenig ärgerlich. Der Schiedsrichter hatte nur vier Minuten Nachspielzeit angezeigt“, haderte Krupa etwas, lobte aber auch seine Truppe. „Wir sind kämpferisch ans Limit gegangen.“

Bei der SG Timmel/Moormerland gab es für die Zuschauer zwei verschiedene Halbzeiten. Denn es war jeweils die Mannschaft überlegen, die den kräftigen Wind im Rücken hatte. Zunächst dominierte Jahn und führte durch Lena Walters mit 1:0 (10.). Kurz nach der Pause markierte Brinkmann das 2:0 (52.) und Jahn hätte laut Krupa sogar auf 3:0 erhöhen können. Dann übernahm jedoch die SG die Initiative und glich durch Jana Pastorek (83.) und Kim Wilhelms (88.) spät zum 2:2 aus. Jahn hatte zwar noch das 3:2 auf dem Fuß, doch es blieb beim gerechten Unentschieden.

Mit Blick auf den Abstiegskampf sagt Krupa: „Wenn wir diese Einstellung und Leistung aus den Spielen gegen Osnabrück und Timmel auch in den letzten vier Spielen zeigen, bin ich frohen Mutes, dass wir die Klasse halten. Am Donnerstagabend (20 Uhr) erwartet die Jahn-Reserve den Drittletzten SG Neuscharrel/Altenoythe zum direkten Kellerduell. Krupa sagt: Dieses Spiel müssen wir gewinnen.“